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Beast Stalker

(Ching yan, 2008)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 05. März 2010
Premiere: 27. November 2008 (Hong Kong)
FSK: nicht bekannt Genre: Action, Krimi, Thriller
Länge: 109 min Land: Hong Kong
Darsteller: Nicholas Tse (Sergeant Tong), Jingchu Zhang (Ann Gao), Nick Cheung (Hung), Kai Chi Liu (Sun), Kwok-Wai Cheung (Fai), Tung Cho Cheung (Richter Lee), Sherman Chung (Christy), Philip Keung (Cheung Yat-Tung), Esther Kwan (Li), Jing-hung Kwok (Michael), Kong Lau (Chuen), Pu Miao (Li), Suet-yin Wong (Ling), Sum-yin Wong (Yee), He Zhang (Thomas)
Regie: Dante Lam
Drehbuch: Dante Lam, Wai Lun Ng


Inhalt

Polizeisergeant Tong Fei geht mit seinen Untergebenen stets hart ins Gericht und verlangt ihnen einiges ab. Als ausgerechnet bei einem seiner Einsätze ein kleines Mädchen, die ältere Tochter von Staatsanwältin Ann Gao, ums Leben kommt, macht er sich schwere Vorwürfe. Drei Monate später wird die jüngere Tochter im Auftrag von Cheung Yat-tung entführt, gegen den derzeit ein Gerichtsverfahren läuft. Ann hat genügend Beweise gesammelt, um ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Das soll durch die Entführung verhindert werden. Um das Mädchen zu befreien, heftet sich Tong an die Fersen der Verbrecher.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Beast Stalker hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 75%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Daniel Licha
Beast Stalker hat eine Wertung von 75%
Dante Lams Crime Thriller vereint die Stärken des HK-Kinos und sorgt in seinem neuesten Werk für eine spannende Geschichte mit hervorragenden Charakteren, die in eine beeindruckende Hochglanzinszenierung eingepackt ist. Zwar sorgen einige Unsauberkeiten bei den Effekten, sowie das etwas mutlose Finale für kleine Abzüge, können dennoch den guten Eindruck des Gesamtpakets kaum trüben.

Bild aus Beast Stalker Der Hong Kong Thriller steckt seit einigen Jahren in einer kleinen Krise. Seit den überragenden ersten beiden Infernal Affairs Filmen konnte höchstens noch Confession of Pain das Publikum qualitativ überzeugen. Ansonsten war er festgefahren in üblichen Genrestandards, die zwar oftmals mittelmäßig bis ganz gut anzusehen waren, aber auf die großen Würfe wartet man seit einiger Zeit eher vergebens.

Die gelungene Verhaftung eines der größten Verbrechers der Stadt lässt Sergeant Tong nicht in Jubelstürme ausbrechen, hat er doch bei der Verfolgungsjagd aus Versehen die Tochter der Staatsanwältin Ann Gao erschossen. Als jedoch die zweite Tochter der Staatsanwältin von einem kaltblütigen Entführer gekidnappt wird, um einen Urteilsspruch gegen einen angeklagten Kriminellen zu verhindern, sieht er seine große Chance der Rehabilitation gekommen.

Auch wenn der Inhalt nach einem Krimi vom Reißbrett klingt, hat Beast Stalker mehr Tiefe zu bieten als es im ersten Augenblick den Anschein hat. Die große Stärke des Filmes sind nämlich seine Figuren, die nie zu Schablonen verkommen, sondern glaubwürdig und mit viel Tiefe gezeichnet wurden. Prädestiniert als Beispiel ist hierfür die Motivation des Entführers, der seinen Job nur annimmt um seine pflegebedürftige Frau angemessen versorgen zu können. Gerade dieser Zwiespalt sorgt für die stärksten Momente eines Werkes, das sich inhaltlich nur die Schwäche eines etwas unrunden Endes ankreiden lassen muss.

Inszenatorisch geht Dante Lam den üblichen Weg und setzt auf Hochglanzoptik in Perfektion. Diese sorgt zwar für einen technisch hervorragenden Eindruck, jedoch fallen gerade dann kleine Ungenauigkeiten besonders auf. Gerade die ausschlaggebende Szene, der an sich toll inszenierte Autocrash, muss sich hier kleinere Mängel aufgrund bescheidener CGI-Effekte gefallen lassen. Der mitreißende musikalische Einsatz lässt jedoch keine Wünsche offen und kann für eine spannende Atmosphäre beim Zuschauer sorgen.

Auch wenn man zu Beginn etwas Schwierigkeiten hat, Hauptdarsteller Nicholas Tse als knallharten Cop ernst zu nehmen, geht er mit zunehmender Laufzeit immer mehr in seiner Rolle auf. Die Show wird ihm jedoch von seinem Kontrahenten Nick Cheung gestohlen, der nicht umsonst bei den Golden Horse Awards den Preis als bester Darsteller mit nach Hause nehmen konnte. Besser hätte man die Zerrissenheit seines Charakters, der aus der Not gezwungen wird, ein Mädchen zu entführen und im schlimmsten Falle gar zu töten, kaum darstellen können.

Beast Stalker ist ein spannender Thriller, der vor allen Dingen von seiner tollen Charakterzeichnung lebt. So kann sich der Zuschauer selbst mit den Bösewichten identifizieren und weiß an manchen Stellen gar nicht, für welche Partei nun sein Herz schlagen soll. Aufgrund kleinerer Mängel, wie beispielhaft das etwas unrunde Ende, kann sich der Film zwar nicht auf eine Ebene mit den ganz großen HK-Crimethrillern stellen, ist aber dennoch wohl einer der besten Filme seines Genres, der es seit längerer Zeit in die deutschen Videotheken geschafft hat.



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