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Piranha 3D

(Piranha 3-D, 2010)

Dt.Start: 14. Oktober 2010 Premiere: 20. August 2010 (USA)
FSK: ab 18 Genre: Horror, Thriller
Länge: 89 min Land: USA
Darsteller: Richard Dreyfuss (Matt Boyd), Ving Rhames (Deputy Fallon), Elisabeth Shue (Julie Forester), Christopher Lloyd (Mr. Goodman), Eli Roth (Wet T-Shirt Host), Jerry O'Connell (Derrick Jones), Steven R. McQueen (Jake Forester), Jessica Szohr (Kelly), Kelly Brook (Danni), Riley Steele (Crystal), Adam Scott (Novak), Ricardo Chavira (Sam), Dina Meyer (Paula), Paul Scheer (Andrew), Brooklynn Proulx (Laura Forester)
Regie: Alexandre Aja
Drehbuch: Alexandre Aja, Josh Stolberg, Peter Goldfinger, Gregory Levasseur


Inhalt

Der aus einem Meteoritenkrater entstandene Lake Victoria in Arizona wird einmal im Jahr zu einer regelrechten Partylocation, wenn die Einwohnerzahl der dortigen Stadt durch feierwütige junge Menschen von 5.000 auf 50.000 in die Höhe schießt. Doch ein Beben wird der ausgelassenen Atmosphäre bald ein jähes Ende bereiten: Durch einen Riss am Grund des Sees gelangen Millionen von prähistorischen Piranhas an die Oberfläche, die es auf die noch ahnungslosen Partylöwen abgesehen haben.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Piranha 3D hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 70%
Kurzkritik
von Carmen Porschen
Wertung von 40 für Piranha 3D

Eine Horde leicht bekleideter Bikini-Schönheiten und prollige, biersaufende Kerle beleben ein sonst ruhiges und idyllisches Kaff, um der Spring-Break-ähnlichen Party beizuwohnen. Als dann antike und äußerst hungrige Piranhas auftauchen, ist der Spaß vorbei und das Gemetzel beginnt. Regisseur Alexandre Aja lässt bei seiner neuen Variante der fleischfressenden Fische, die im Kino als 3D-Spektakel zu sehen war, wirklich keine Ekel-Szene aus. Das paart er dann auch noch mit viel nackter Haut und schafft damit einen Splatterfilm, der einzig auf kurzweilige Unterhaltung abzielt. Raffiniert ist hier wenig, stattdessen geht es nach der Einführung einiger Charaktere schnell ans Eingemachte. Ein leuchtender Stern am Genrehimmel ist Piranha zwar nicht, aber immerhin zieht er das Grundkonzept gnadenlos durch. Fans von seichter Unterhaltung und Splatter werden zufrieden sein, allen anderen wird wahrscheinlich nicht mehr viel einfallen bei diesem Film.

Kurzkritik
von Florian Tritsch
Wertung von 78 für Piranha 3D

Der Film von Alexandre Aja ist mit Sicherheit kein spannender oder gar intelligenter Film, doch das will er auch in keiner Szene sein. Aja bietet seinem Zielpublikum exakt das, was es sehen will: Viele Splatterszenen und noch mehr nackte Haut. Dieses an sich völlig hohle Konzept zieht Aja mit guten Spezialeffekten und "Schauspielerinnen", die das nötige "Talent" besitzen, dann allerdings auch konsequent die gesamte Spieldauer durch, weshalb all jene, die sich auf den Spaß einlassen können, mit dem Film auch ihren Spaß haben werden. Allen anderen wird dieses Werk wohl eher verschlossen bleiben.

Kurzkritik
von Kurt Meinicke
Wertung von 88 für Piranha 3D

Alexandre Aja hat wieder zugeschlagen: Mit Piranha 3D stellt er einmal mehr seine Konsequenz unter Beweis, und darf sich in diesem Monster-Horror Splatter-Streifen so richtig austoben.
Zwar dauert es eine ganze Weile, bis die garstigen Fische so richtig von der Leine gelassen werden, aber das Publikum (womit eher der männliche Teil gemeint ist) wird mit vielen nackten Tatsachen auch vorher bei der Stange gehalten. Für solche Szenen wie das "Wasserballett" wurde 3D erfunden, und alle denen das nicht zu plump ist, können über die gesamte Laufzeit ihren Spass haben.
Wie bei Aja üblich, bietet die letzte halbe Stunde dann auch viele explizite Splatter-Einlagen, welche in eine ungemütliche Massenpanik-Szene eingebettet wurden. So wird der Fun-Splatter-Aspekt überraschend ungemütlich und hinterlässt genau deswegen einen bleibenden Eindruck.
Viele Gemeinsamkeiten mit dem Original bietet dieses sogenannte Remake nicht, doch wer freizügigen Monster-Horror sehen will, ist hier genau richtig.
In diesem Sinne: Es ist angerichtet!

Kritik

von Markus Ostertag
Piranha 3D hat eine Wertung von 75%
Ein Film steht und fällt mit der Erwartungshaltung des Zuschauers - das ist Fakt. Doch nie wird es so deutlich wie im Falle von Piranha 3D! Die einen werden den Film hassen und zwar dafür, dass er ihnen 90 Minuten ihres Lebens verschwendet hat und die anderen werden den Film lieben - für das Blut, die Effekte, den Spaß, die trashige Geschichte und die nackten Brüste - jede Menge nackte Brüste!

Bild aus Piranha 3D Trash-Filme erfreuen sich bei den Fans seit Jahren größter Beliebtheit und auch wenn Alexandre Aja mit High Tension nicht gerade in diesem Segment begann, so entwickelte er sich mit The Hills Have Eyes - H?gel der blutigen Augen schon in die Richtung. Bei Piranha 3D ist er nun dort angekommen, wo man nur noch konsequent sein muss. Man kann zeigen was man will, solange es blutig, brutal, manchmal eklig aber vor allem trashig ist!

Während die ersten 20-30 Minuten noch eher ruhig zur Sache gehen und relativ wenig Blut, Körperteile oder Eingeweide zu sehen sind, legt das Drehbuch dann wirklich los, denn auf dem Lake Victoria ist Spring Break - die Party des Jahres! Diese überdimensionale Feier sorgt für mächtig Trubel auf dem See und jede Menge nackte Haut. Es gibt nahezu keine erwachsene Frau in dem Film, die nicht irgendwann ihre nackten Brüste in die 3D-Kamera halten darf.

Den Einen mag das nun zu weit gehen und eher in die Ecke der Pornographie gehören, wer sich aber darauf einstellt, der wird mächtig seinen Spaß haben, denn was gibt es für Fans witzigeres als halbnackte Frauen, die von animierten prähistorischen Piranhas zerfleischt werden. Dass dies natürlich auf jede nur erdenkliche Weise passiert, versteht sich von selbst. Da werden Körper zerteilt, Gesichtshaut abgezogen, Beine komplett abgefressen - eben alles was das Trashfanherz so begehrt.

Dass man bei solchen Filmen nicht auf die Story achten darf, ist eine allseits bekannte Gesetzmäßigkeit. Herausheben muss man allerdings die schauspielerischen Leistungen, denn mit Ving Rhames, Elisabeth Shue und den anderen Hauptakteuren hat man namhafte Darsteller, die eine wirklich gute Performance abgeben und den Streifen damit ein wenig von anderen genretypischen Filmen abheben.

Die Effekte sind an manchen Stellen etwas schwach, was für einen solchen Film aber durchaus verzeihbar und manchmal sogar so gewollt ist. Einzig der 3D-Effekt ist eigentlich unnötig und man hätte auch durchaus darauf verzichten können, andererseits freut sich das männliche Publikum sicherlich sehr über 3D-Busen in Hülle und Fülle - Zielgruppendefinition ist eben alles!

Das Remake ist vollkommen anders als der Klassiker von 1978 - wenn einem das bewusst ist und man zusätzlich auf trashigen Humor und Gore steht, dann kann man mit diesem Film nichts falsch machen. Dieser ist aber natürlich auch wirklich nur für diese Zielgruppe gemacht, jeder andere wird entweder wutentbrannt oder angeekelt nach wenigen Minuten den Kinosaal wieder verlassen. Das gibt zwar Abzüge in der B-Note, aber die zu klassischer Musik perfekt choreographierte Szene zweier Meerjungfrauen macht das locker wieder weg - zumindest für das männliche Publikum!



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