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The End

(The End, 2008)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 05. Februar 2010
Premiere: Januar 2008 (Festival, Niederlande)
FSK: ab 16 Genre: Dokumentation
Länge: 78 min Land: UK
Darsteller: Victor Dark, Les Falco, Bobby Reading, Jimmy Tibbs
Regie: Nicola Collins
Drehbuch: nicht bekannt


Inhalt

Les Falco war einst ein gefürchteter und angesehener Gangsterboss. Außerdem ist er der Vater der Filmemacherin Nicola Collins und deren Zwillingsschwester Teena. Mittlerweile in die Jahre gekommen und seine Taten von einst abgesühnt, stellen sich Les Falco und seine Kumpanen aus dem Londoner East End der Kamera und erzählen von ihren Erlebnissen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

The End hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 80%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Markus Müller
The End hat eine Wertung von 80%
Die technisch durchgehend gelungene Dokumentation der Zwillingsschwestern und Gangsterbosstöchter Teena und Nicola Collins bietet einen imposanten Einblick in die Unterwelt des Londoner East End in den "besten" Jahren. Dabei werden die Gangsterlegenden nicht unnötig glorifiziert, stattdessen steht Authentizität stets im Vordergrund. The End ist eine durchgehend unterhaltsame Dokumentation, die für Fans von Gangsterfilmen auf jeden Fall ein Muss ist!

Bild aus The End Das Londoner East End wurde als eines der ärmsten Viertel Londons und als einer der sozialen Brennpunkte Englands berühmt. Es galt als Brutstätte von Gewalt und organisierter Kriminalität. Die beiden Zwillingstöchter des Londoner Gangsters Les Falco, Teena und Nicola Collins (Snatch - Schweine und Diamanten), setzten nun ihrem Viertel und den gealterten Schlitzohren aus der Generation ihres Vaters ein filmisches Denkmal.

In ihrem technisch tadellosen Dokumentarfilm interviewt Nicola Collins in körnigen schwarz-weiß Bildern die inzwischen sichtlich in die Jahre gekommenen Legenden des East End. Sie selbst ist dabei nur selten zu hören, die (früheren) Gangster erzählen einfach ihre Geschichten der Kamera. Es sind Geschichten von Bare-Knuckle-Fights, Armut und Diebstahl, die die Erzählungen der durchweg charismatischen Herrschaften bestimmen. Manche der Geschichten erscheinen einem beinahe schon unglaubwürdig und klischeehaft, streckenweise glaubt man es mit einer Art Mockumentary zu tun zu haben, doch die Geschichten der elf Männer sind echt und werden so offenherzig erzählt, weil die Haftstrafen, die daraus folgten, schon längst abgesessen wurden.

Insgesamt steht die Authentizität der Interviewpartner im Vordergrund. Dies bringt jedoch auch ein kleines Problem mit sich, denn einige der früheren Gangster sind nicht die Hellsten, sodass man mit teilweise irrsinnigen Ansichten konfrontiert wird. Während die Ansichten einiger Herren noch immer die eines pubertierenden Kleinganoven sind, haben andere Ihre Handlungen überdacht, aus ihren Fehlern gelernt und sind nun das, was man als "gesellschaftsfähig" bezeichnen könnte.

Mit seiner Mischung aus Interviews und zeitgenössischen Archivbildern schafft es The End, ohne unnötig pathetisch oder gewaltverherrlichend daher zu kommen, die früheren East End Gangster authentisch zu portraitieren. Definitiv interessant für alle, die Gangsterfilme mögen und gern interessante Dokumentationen sehen.



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