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Salvation

(Salvation, 2007)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: nicht bekannt
Premiere: 2007 (USA)
FSK: nicht bekannt Genre: Action, Horror, Sci-Fi
Länge: 86 min Land: USA
Darsteller: Heather Surdukan (Michaela), J.A. Steel (Gabriel), Ben Bayless (Malchezidek), Glen Jensen (Sheriff Dade), Devon Brewster (Biker), Alyssa Wilson (Michaela- 8 Jahre), Paul Albertson (Biker), Sheila Christian (Debbie Rae), Shane Coble (Pietro), Gregory Cook (Balthazar), Rick Moore (Biker), Jody Mullins (Jared)
Regie: J.A. Steel
Drehbuch: J.A. Steel


Inhalt

Im Jahre 1307 lässt die katholische Kirche den Templerorden gewaltsam auflösen. Doch die Seelen der beiden Ritter Malchezidek und Gabriel, die auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden, leben weiter und sind dafür bestimmt, im ewigen Kampf zwischen Gut und Böse auf Seiten der Menschen zu kämpfen. Als Gabriel die achtjährige Michaela rettet, die durch eine Bikerbande umgebracht wurde, versteckt sie das Mädchen. Jahre später begibt sich Michaela auf einen blutigen Rachefeldzug.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Salvation hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 5%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Kurt Meinicke
Salvation hat eine Wertung von 5%
Wenn eine gewisse Frau namens J.A. Steel einen Film dreht, grenzt das schon an eine One-Man- bzw. One-Woman-Show: Als Regisseurin, Drehbuchautorin, Produzentin, Kampf-Choreographin, Songschreiberin und Hauptdarstellerin ist sie beispielsweise nahezu alleine für ihren vierten Film namens Salvation verantwortlich. Leider hat sie sich dabei allerdings zu viel zugemutet und so wirkt dieser Film aus der B-Liga viel mehr wie ein billiger Amateurstreifen, der weder durch seine unverständliche Handlung, noch durch die sehr rudimentäre Inszenierung punkten kann. Dass die Darsteller auf ähnlichem Niveau agieren, hilft dem Streifen auch nicht weiter, und so kann man sich dieses Werk getrost sparen.

Bild aus Salvation Wenn man sich beim Betrachten eines Filmes immer wieder sagt, dass man das selbst besser könnte, leidet man entweder an Größenwahn oder hat effektiv ein dilettantisches Werk vor Augen. Im Falle von Salvation ist leider ganz klar Letzteres der Fall, denn auch wenn man einzelne, wenige gute Ansätze ausmachen kann, so wurde hier doch so ziemlich alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann.

Als am Anfang des 14. Jahrhunderts die katholische Kirche die Tempelritter der Ketzerei beschuldigt und zu Tode foltert, kommen deren Seelen in den Himmel. Nur zwei dieser Seelen - Malchezidek (Ben Bayless) und Gabriel (J.A. Steel) - bleiben am Leben und müssen fortan untereinander den Kampf zwischen Gut und Böse ausfechten. Am Ende des 20. Jahrhunderts treffen die beiden mal wieder aufeinander und Gabriel sorgt dafür, dass Malchezidek nicht die Seele eines ungeborenen Mädchens erhält (oder so ähnlich). Dieses Mädchen mit dem Namen Michaela (Heather Surdukan) wird aber leider ein paar Jahre später zusammen mit ihrem Vater von einer Bikergang ermordet. Es folgt ein Schnitt über weitere 15 Jahre und Michaela ist am leben. Sie kann sich zwar nicht an die Zeit nach dem Doppelmord erinnern, ist aber inzwischen erwachsen, obwohl alle Anderen offenbar noch immer identisch aussehen (???). Gabriel nimmt sich ihrer an und hilft ihr, einen Racheplan auszuarbeiten und die Biker ins Jenseits zu befördern. Zu welchem Preis dies aber geschehen soll, erfährt Michaela erst nach und nach (der Zuschauer versteht es dann aber noch immer nicht). Währenddessen spitzt sich die Situation zwischen Gabriel und Malchezidek immer weiter zu und es läuft auf einen großen und spektakulären Showdown hinaus...

...welcher aber nie eintrifft! Was man stattdessen zu sehen bekommt, entbehrt jeglicher Beschreibung und ist in keinster Weise zufriedenstellend. Dazu ist der Film voll von flachem und religiösem Geschwafel ohne Zusammenhang, die Darsteller sind allesamt Betroffene einer Overacting-Epidemie, die Schwertkämpfe erinnern eher an lächerliche Tänze und überhaupt macht die Handlung von vorne bis hinten absolut keinen Sinn. Warum ist Michaela umgebracht worden und doch noch (oder wieder?) am leben? Wer ist der mysteriöse Mann im Hintergrund, von dem immerzu geredet wird, welcher aber schlussendlich nie auftaucht und von daher vollkommen unwichtig erscheint? Warum genau sind Gabriel und Malchezidek unter den Menschen und warum hauen sie bei jedem Treffen ihre Schwerter aneinander, nur um plötzlich doch wieder damit aufzuhören? Und wer um alles in der Welt hat J.A. Steel gesagt, dass es cool aussieht, wenn man seine beiden Schwerter unter einem Ledermantel so nach hinten raus stehen lässt, dass dieser wie auf einer Wäscheleine drapiert wird?

Fragen über Fragen, welche es aber schlussendlich nicht verdient haben, dass man nach einer Antwort sucht. Hier ist einfach alles entweder billig oder lächerlich (oder beides) und lediglich Heather Surdukan legt immer wieder mal so etwas wie Schauspieltalent an den Tag. Alleine damit lässt sich jedoch kein Blumentopf gewinnen und ganz ehrlich muss man sich hier schon fragen wie dieser "Film" bei gewissen Festivals Preise abräumen konnte (ob die Konkurrenz wirklich noch schlechter war?). Die Optik ist miserabel und die Schnitte sehr offensichtlich so platziert, dass man sich ansonsten möglichst keine Mühe mehr geben muss (beispielsweise sieht man jemanden mit einer Waffe einen Schuss abgeben, hört dann das Opfer kurz schreien und erst dann kommt der Schnitt zum bereits am Boden liegenden und höchstens noch ein wenig röchelnden Getroffenen). J.A. Steel macht vor der Kamera auch keine bessere Figur als dahinter und Ben Bayless hat immerzu ein bescheuertes und deplatziertes Grinsen im Gesicht. Einzig die Musik ist für Rock-Fans gar nicht mal so schlecht ausgewählt, passt aber trotzdem nicht so ganz zum Gesehenen.

Glücklicherweise erlebt der Zuschauer bei Salvation die titelgebende Erlösung doch noch, nämlich dann wenn der Abspann anfängt.

Wenn man schon einen billig produzierten Film mit wirrer Handlung sehen will, sollte man definitiv eher zu Filmen wie Das Geheimnis der Zauberpilze greifen: Da kann man der hanebüchenen (aber dafür umso lustigeren) Story dennoch problemlos folgen und das Werk wurde auch nicht durch fehlgeleitete Ernsthaftigkeit in die Lächerlichkeit katapultiert. Natürlich hatten die Beteiligten offensichtlich viel Spaß beim Dreh, doch den Zuschauern bleibt dies bei der Ansicht des Resultats leider vollkommen verwehrt.

Kurz gesagt: Wäre J.A. Steels Ego-Projekt ein Blind-Date, würde man bereits den Aperitif unter den Tisch kippen, um das Elend möglichst schnell zu beenden.



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