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A Nightmare on Elm Street

(A Nightmare on Elm Street, 2010)

Dt.Start: 20. Mai 2010
DVD: 20. Mai 2005
Premiere: April 2010 (USA)
FSK: ab 16 Genre: Fantasy, Horror
Länge: 95 min Land: USA
Darsteller: Jackie Earle Haley (Freddy Krueger), Kyle Gallner (Quentin), Kellan Lutz (Dean), Katie Cassidy (Kris), Thomas Dekker (Jesse), Rooney Mara (Nancy Thompson), Clancy Brown (Alan), Connie Britton (Marge Thompson)
Regie: Samuel Bayer
Drehbuch: Wesley Strick


Inhalt

Ein Jugendlicher schlitzt sich selbst die Kehle auf, nachdem er von schlimmen Albträumen berichtet hatte. Kurz darauf werden auch seine Freunde von eben solchen Träumen gequält, in denen ein vernarbter Mann mit Klingen an den Fingern Jagd auf sie macht. Nicht lange, da stirbt ein Jugendlicher nach dem anderen im Schlaf. Für Nancy und Quentin ist klar: Wer einschläft, stirbt!
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Durchschnittliche Redaktionswertung

A Nightmare on Elm Street hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 35%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Lutz Granert
A Nightmare on Elm Street hat eine Wertung von 35%
Ein weiteres mieses Horrorfilm-Remake, produziert von Michael Bay (Die Insel): A Nightmare on Elm Street verliert den Direktvergleich mit dem brillanten Original von Wes Craven um Längen. Ein uninspirierter Allerwelts-Slasher, bei dem immerhin mit Jackie Earle Haley (Watchmen - Die Wächter) ein passabler Robert Englund-Nachfolger gefunden wurde.

Bild aus A Nightmare on Elm Street Jackie Earle Haley hat ein Imageproblem. Nachdem er 13 Jahre lang pausierte, trat er 2006 endlich wieder vor die Kamera und wurde prompt für den Oscar als Bester Nebendarsteller nominiert. Der Film: Little Children. Seine Rolle: ein Pädophiler, der aus der Haft entlassen wird. Auch die danach von ihm verkörperten Figuren, Rorschach in Watchmen - Die Wächter und ein Insasse der Irrensanstalt Shutter Island, waren gesellschaftlich geächtete Außenseiter, mal vorsichtlich formuliert. So erweitert er auch sein Repertoire nicht mit der Rollenübernahme des Freddy Krueger in A Nightmare on Elm Street, denn: Auch der Traumkiller hat eine pädophile, eine kindermörderische Vergangenheit - zumindest im Remake von Wes Cravens modernem Horrorklassiker.

Nightmare-Puristen dürften sich aber nicht nur aus diesem Grunde die klauenartigen Fingernägel hochrollen, denn A Nightmare on Elm Street (neu) hat im Gegensatz zu Nightmare - Mörderische Träume (alt) kein Fünkchen an Originalität aufzuweisen. Stattdessen ertrinkt er zusammen mit The Amityville Horror, The Hitcher und Co. im blutigen Remake-Einheitsbrei der u. a. von Michael Bay (Transformers - Die Rache) gegründeten Produktionsfirma Platinum Dunes. Diese hat es sich zur Maxime gemacht, Genre-Klassiker von Kinodebütanten neu auflegen und an den Horror-Zeitgeist anpassen zu lassen. Entsprechend sind die Filme laut, chic gestylt, blutig, grimmig und: dumm. A Nightmare on Elm Street bildet dabei leider keine Ausnahme.

Die Story orientiert sich dabei an der des Originals (ahnungslose Teenies werden im Traum vom Ringelpulli-Schlitzer heimgesucht und real gemeuchelt), allerdings betont lose. Die Namen der enorm flachen Teenie-Charaktere sind mit Ausnahme der introvertiert-tiefsinnigen Nancy (Rooney Mara) neu, die Träume und Abfolge der Morde auch, obwohl einige verdächtige Parallelen zum Original bestehen. Ohnehin gibt es hier Traumsequenzen und demzufolge Blut, Krallenquietschen und Schocks im Minutentakt, weil - so die windige Ausrede der effekthascherischen Drehbuchautoren - die Protagonisten immer wieder im Sekundenschlaf vor sich hindösen. Das mag die Frequenz des immerhin effekttechnisch überzeugenden Gekröses und den Puls des Zuschauers erhöhen, nicht jedoch die Spannungskurve.

So schleppt sich der lustlos heruntergekurbelte Film ziemlich sinnfrei knapp anderthalb Stunden lang durch blutige Korridore, dunkle Hinterzimmer und zischende Heizungskeller, wohin es die arglosen Teenies in ihren Alpträumen immer wieder verschlägt, nur um sich am Ende die Möglichkeit für Teil 2 und Teil 3 offen zu lassen. Von einem individuellen Stil des vom Musikclip herkommenden Regisseurs Samuel Bayer ist dabei in dieser ideenarmen und unnötigen Remakematschepampe weit und breit nichts zu sehen. Und während das austauschbare, aber hübsch anzuschauende Twen-Ensemble um Kyle Gallner (Das Haus der Dämonen) und Kellan Lutz (Eclipse - Biss zum Abendrot) schauspielerisch keine Akzente zu setzen vermag, ist es Jackie Earle Haley, der sich als Robert Englund-Nachfolger ganz wacker schlägt. Vielleicht hat er tatsächlich mit seinem Image ein Problem, der Film jedoch sehr viele weitere mehr.



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