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Not a Girl

(Crossroads, 2002)

Dt.Start: 28. März 2002
DVD: 28. Oktober 2002
Premiere: 11. Februar 2002 (USA)
FSK: ab 6 Genre: Drama, Romanze
Länge: 93 min Land: USA
Darsteller: Britney Spears (Lucy), Zoe Saldana (Kit), Taryn Manning (Mimi), Anson Mount (Ben), Dan Aykroyd (Lucy's Vater), Kim Cattrall (Caroline, Lucy's Mutter), Justin Long (Henry), Jamie Lynn Spears (Lucy als Kind), Raymond Young (Travis)
Regie: Tamra Davis
Drehbuch: Shonda Rhimes


Inhalt

Acht Jahre nachdem die einstigen besten Freundinnen Lucy, Mimi und Kit verschiedene Wege einschlugen, begeben sich die drei mit einem geheimnisvollen Fremden namens Ben auf einen Road Trip, an dessen Ziel nicht nur Los Angeles sondern auch die Wiederentdeckung ihrer längst vergessenen Freundschaft und die Erkenntnis, daß nicht alle Träume zwangsweise in Erfüllung gehen müssen, stehen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Not a Girl hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 35%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thomas Brendel
Not a Girl hat eine Wertung von 35%

Ist die Handlung dieses Films einfallslos? Ja. Sind die Figuren klischeehaft gezeichnet? Ja. Triefen die Dialoge manchmal nur so vor Schmalz? Ja. Beinhaltet der Film irgendeine Lebensweisheit, irgendeine Erkenntnis von der wir bis jetzt noch nichts wußten? Nein. Greift Britney Spears in ihrem ersten eigenen Kinofilm etwa zum Mikro? Mehrmals sogar. Ist auch nur eine dieser Tatsachen Grund genug für mich, den Film in der Luft zu zerreissen? Nein. Es ist natürlich keine sonderlich große Überraschung, daß sich Not a Girl nach seiner Veröffentlichung äußerst schnell als gefundenes Fressen für die US-Kritiker entpuppte, denn ein Meilenstein der Filmgeschichte ist dieses Teenie-Drama nun wirklich nicht. Doch wer hatte hier denn ernsthaft einen anspruchsvollen, mehr als nur durchschnittlichen Film erwartet? War doch doch völlig klar, daß Britneys erstes Leinwandabenteuer von vorn bis hinten auf ihre Person zugeschnitten sein würde, um ihr möglichst wenig schauspielerisches Können abzuverlangen und ihre zahlreichen Fans als Zuschauer zu sichern. Kann man das der Autorin vorwerfen? Ich glaube nicht. Genauso wenig muß sich Britney dafür rechtfertigen, das Angebot angenommen zu haben und einen ersten Schritt ins Filmgeschäft zu wagen. Die Frau ist jung, erfolgreich und auf dem Höhepunkt ihgrer Kariere. Wieso soll sie da nicht auch ein paar Dinge ausprobieren, die ihr vielleicht nicht so liegen? Elvis Presley hat das doch auch keiner krumm genommen.

Der Film erzählt die Geschichte dreier Mädchen die auf einem gemeinsamen Road Trip ihre längst vergessene Freundschaft wiederentdecken und erkennen müssen, daß in dieser Welt nicht alle Träume in Erfüllungen gehen. Über weite Strecken ist Not a Girl wirklich äußerst naiv, wahrscheinlich sogar der naivste Film des Jahres und manche Szenen sind so ungemein kitschig, daß man sie nicht so recht ernst nehmen kann. Die Art und Weise wie Britneys aktueller Song "I'm not a Girl, not yet a Woman" in die Handlung eingefügt wurde ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Doch all das empfand ich zu keinem Zeitpunkt als ärgerlich oder gar nervig, es zauberte mir eher ein breites Dauergrinsen aufs Gesicht. Lobenswert ist in diesem Zusammenhang übrigens, daß sich die Produzenten des Films eines bereits bestehenden Songs (eigentlich ja zwei, wenn man "Overprotected" mitzählt) bedienten und der Versuchung widerstanden, den Film als Zugpferd für ein neues Album zu verwenden, wie es beispielsweise von Mariah Carey in Glitter - Glanz eines Stars praktiziert wurde. Not a Girl ist ein Film der für weibliche Teenager als Zielgruppe konzipiert wurde und die können mit der Geschichte und den Figuren sicherlich etwas anfangen, begeistern sie sich doch auch für Britneys Musik und ihre Person als solches. Ganz abgesehen davon schlägt sich die Popprinzession dafür daß dies ihr erster Ausflug ins Filmgeschäft ist und ihr die Rolle nicht allzuviel abverlangt eigentlich ganz wacker. Man sollte den Film eher mit den unbedarften Augen einer 14-jährigen Zahnspangenträgerin sehen, als mit denen eines abgebrühten Filmkritikers der in diesem Fall problemlos mehr als einen Anhaltspunkt für einen erbarmungslosen Verriß finden dürfte.



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