Der Trend des Jahres heißt 3D! Fast jede Woche kann man ein neues Werk in der dritten Dimension auf der Kinoleinwand bewundern. Nun kommt mit StreetDance 3D der erste dreidimensionale Tanzfilm in die Kinos. Ob es das wirklich gebraucht hätte, kann jeder selbst entscheiden. Der Film an sich ist aber durchaus gelungen und für die Zielgruppe zweifellos zu empfehlen.
Carly kann es nicht glauben als ihr Freund sie und gleichzeitig auch ihre Tanzgruppe verlässt. Nun muss sie alleine eine Choreographie für die Streetdance-Meisterschaften erarbeiten. Keine leichte Aufgabe, zumal es auch an einem adäquaten Proberaum fehlt. Da erhält Carly ein Angebot der berühmten Ballettlehrerin Helena, die den Tänzern einen der Ballettsäle zur Verfügung stellen will. Dafür muss Carly aber einige Balletttänzer in ihre Streetdance-Perfomance integrieren. Zögerlich stimmt Carly zu und muss von nun an versuchen, die beiden unterschiedlichen Welten des Streetdances und des Balletts zueinander zu bringen.
Klassik meets Hip Hop. Zugegeben, die Story erinnert im ersten Moment stark an Save the Last Dance und eine Ähnlichkeit zu dem erfolgreichen Film aus dem Jahr 2001 ist auch nicht zu leugnen. Dennoch ist StreetDance 3D kein billiger Abklatsch sondern schafft es einen eigenen Stil zu entwickeln. Die Streetdance-Moves sehen klasse aus und die Choreographien sind einfallsreich und mitreißend. Gerade in Großbritannien erlebt dieser Tanzstil auch dank der Streetdance-Crews von Britain's Got Talent (dem britischen Pendant zum deutschen Supertalent) einen regelrechten Boom und sowohl die Siegergruppe aus dem Jahr 2009 Diversity als auch der Breakdancer Georg Sampson, der den zweiten Talentwettbewerb gewann, haben im Film Auftritte.
Ob die 3D-Effekte bei diesem Film nun wirklich eine herausragende Bereicherung für den Streifen darstellen, darüber lässt sich streiten. Der Film hätte sicherlich auch ohne das aufwändige und teure Produktionsverfahren funktioniert und ein Tanzfilm bietet nicht unbedingt Unmengen an Special Effects, die die Verwendung der 3D-Technik notwendig erscheinen lassen. Andererseits gibt es sicherlich schlimmeres, als sich hübsche Tänzerinnen (oder für das weibliche Publikum Tänzer), die sich dreidimensional vor der Kinoleinwand räkeln, ansehen zu müssen.
Alles in allem kann man sagen: Wer sich diesen Film im Kino ansieht, dem wird er gefallen. Denn StreetDance 3D liefert der Zielgruppe zwischen 12 und 18 Jahren genau das was sie erwartet: Sympathische Charaktere, viele spektakuläre Tanzszenen und coole Musik. Die Mischung stimmt und mit Ausnahme eines kleinen Durchhängers bietet der Film durchgängig kurzweilige Unterhaltung.