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Baaria(Baaria, 2009)
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29. April 2010 DVD: 09. September 2010
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Premiere: |
02. September 2009 (Venice Film Festival, Italien) |
| FSK: |
ab 6
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Genre: |
Komödie, Drama, Krieg |
| Länge: |
151 min
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Land: |
Italien |
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Darsteller:
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Francesco Scianna (Peppino), Margareth Made (Mannina), Nicole Grimaudo (Sarina, jung), Angela Molina (Sarina, älter), Lina Sastri (Tana), Salvatore Ficarra (Nino), Valentino Picone (Cicco, erwachsen), Alfio Sorbello (Cicco, jung), Luigi Lo Cascio (Bettler), Enrico Lo Verso (Minicu, der Schäfer), Nino Frassica (Giacomo Bartolotta) |
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Regie:
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Giuseppe Tornatore |
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Drehbuch:
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Giuseppe Tornatore |
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 Inhalt
Der arme Schafhirte Ciccio lebt zusammen mit seinem Sohn Peppino und dem Enkel Pietro in Baaria, einer kleinen sizilianischen Stadt zu Beginn der 1930er. Als ständiger Zeuge von Faschismus und sozialer Ungerechtigkeit wächst in dem jungen Peppino bald schon ein großes Interesse an Politik. Als er sich den Kommunisten anschließt und für mehr Gerechtigkeit kämpft, beginnt er, seine Familie immer mehr zu vernachlässigen. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Julia Stache
Guiseppe Tornatore schafft mit Baaria ein episches Familiendrama und nach eigenen Worten sein persönlichstes Werk. 20 Jahre nach Cinema Paradiso, zugleich eine Hommage an seine Jugend und seine sizilianische Heimat, versucht er seine Anhänger erneut für eine breit angelegte Geschichte zu begeistern. Was ihm Ende der 1980er glänzend gelang, funktioniert diesmal nur partiell.
Sizilien in den 1930er Jahren: Der kleine Guiseppe, von allen nur Peppino genannt, lebt als Sohn eines Schafhirten ein einfaches Leben. Schon in seiner Kindheit wird er oft Zeuge von politischen und sozialen Ungerechtigkeiten an Mitbewohnern des Dörfchens Baaria. Ob Landarbeiter im Zwist mit der Mafia sind oder Kommunisten sich gegen den Faschismus auflehnen, der Grundstein für Peppinos weiteres Leben ist gelegt. Obwohl er keinen Schulabschluss vorweisen kann, beginnt er schon früh, seinen Hang zum Kommunismus für die Gerechtigkeit einzusetzen. Als Peppino sich in Mannina verliebt und mit ihr eine kinderreiche Familie gründet, wird schnell deutlich, dass seine politische Einstellung oftmals an erster Stelle steht. Stets ist er um Anerkennung für sein Handeln bemüht und vernachlässigt oft seine Familie.
Es ist die Geschichte seiner eigenen Familie, die er mit Baaria zu umreißen versucht. Von den späten 1930er Jahren an skizziert Tornatore das Leben und lieben dreier Generationen, bei denen Guiseppe/Peppino stets im Mittelpunkt steht. Gezeigt wird nicht nur die Entwicklung eines armen Jungen hin zu einem nach politischem Erfolg strebenden Mann, sondern auch der Wandel Siziliens innerhalb von etwa 50 Jahren. In 150 Minuten Filmlänge versucht das Drehbuch so viel wie möglich zu packen: die Entwicklung von Faschismus und Kommunismus, Revolutionen, die Macht der Mafia, sowie Liebe und Tod dienen als roter Faden der Geschichte.
Leider gelingt es nicht immer, die Vielzahl an Themen für den Zuschauer durchweg interessant anzulegen. Vielmehr fühlt man sich hier und da einfach überfordert. Grundsätzlich jedoch gelingt es dem Film, den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen. Die abwechslungsreiche Mischung aus Melancholie, Trauer und Spannung hält trotz kleiner Abschweifungen die Aufmerksamkeit aufrecht. Einige Themen hätten mehr Tiefe benötigt, andere dagegen weniger.
Alles in allem leidet Baaria trotz wunderbarer Aufnahmen und gut agierender Darsteller einfach an der Überfrachtung. Zuviel will der Film erzählen und unterbringen. Weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen. Dann wäre sicher auch ein ähnlich hoch gelobtes Werk entstanden, wie es einst Cinema Paradiso gewesen ist.  Weitere interessante Filme
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