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Kiss & Kill

(Killers, 2010)

Durchschnittliche Redaktionswertung

68%



Inhalt

Als der Geheimagent Spencer Aimes in der Computerspezialistin Jen Kornfeldt die Liebe seines Lebens findet, tauscht er ein Leben voller Abenteuer, schneller Autos und schöner Frauen gegen eine Bilderbuchehe samt Vorstadt-Idylle. Drei Jahre später gerät Spencer aber plötzlich in das Visier von Auftragskillern, und ein jeder aus der Nachbarschaft könnte zu ihnen gehören. Auf der Suche nach den Drahtziehern muss er mit seiner Frau flüchten, dabei seine Ehe retten und sich zu allem Überfluss auch noch mit den Schwiegereltern herumärgern.

Kritik

von Carmen Porschen

Wertung Kritik

68%

Anscheinend war Regisseur Robert Luketic bei seinen Dreharbeiten zu Beim Ersten Mal so angetan von Katherine Heigl, dass er sie nun erneut für eine Komödie engagierte. Darin verliebt sie sich in einen Auftragskiller, erfährt aber erst nach drei Jahren Ehe von seiner Vergangenheit, die ihn prompt einholt. Ashton Kutcher und Heigl geben ein schönes, wenn auch zu ideales Paar ab und landen in einer neuen Variante der "Liebling, ich bin Geheimagent"-Geschichten. Kiss & Kill ist kein anspruchsvolles Kino, in dem etwas neu erfunden wird, sondern ziemlich unrealistisch geformt. Dafür kann sich der gewillte Zuschauer ganz gut unterhalten lassen und bei Action und Comedy die perfekte Schönheit von Hollywood-Stars bewundern.

Bild aus Kiss & Kill Jen ist mit ihren Nerven am Ende: Ihr Freund hat sie verlassen und die besorgten Eltern nehmen Sie daher kurzerhand mit in ihren Urlaub nach Nizza. Zwischen den beiden zynischen Plappermäulern fühlt sich Jen jedoch erst recht unwohl und so ist sie froh, als sie im Hotel endlich mal etwas Ruhe für sich hat. Doch kaum ist sie in den Aufzug gestiegen, begegnet ihr ein gut aussehender Mann namens Spencer, der vor allem mit seinem muskulösen Körper punktet. Kurzerhand verabreden sich die Beiden zum essen und verstehen sich blendend. Während des Nizza-Urlaubs verbringen sie eine glückliche Zeit miteinander und es bleibt nicht bei einem Urlaubsflirt. Schon wenig später bittet Spencer bei Jens Vater darum, sie heiraten zu dürfen. Ein Zeitsprung von drei Jahren: Jen und Spencer sind glücklich verheiratet, leben in einem spießigen, idyllischen Ort, in dem alle Häuser und Vorgärten gleich aussehen und genießen das stinknormale Leben als junges Ehepaar. Doch was Jen nicht weiß: Ihr Mann war Auftragskiller - bis zum Kennen lernen der Beiden auf Nizza war er ständig in brisante und geheime Fälle verwickelt und tötete böse Buben. Nun, nach drei Jahren Abstinenz, wird Spencer von dieser Vergangenheit eingeholt. Sein alter Chef nimmt erneut Kontakt zu ihm auf und will ihn dringend treffen. Fast zu spät bemerkt er, dass er sich in großer Gefahr befindet und seine nichts ahnende Frau ebenfalls.

Agenten in geheimer Mission, die ihren brisanten und gefährlichen Job vor dem Ehepartner geheim halten, haben interessierte Zuschauer schon einige Male auf der Leinwand erleben dürfen. Was 1994 Arnold Schwarzenegger und Jamie Lee Curties in True Lies - Wahre Lügen unterhaltsam vormachten, wurde 2005 durch Brad Pitt und Angelina Jolie unter dem Titel Mr. & Mrs. Smith noch eine Spur härter gemacht. Denn hier zogen beide Ehepartner heimlich mit Maschinengewehr und Kampfkünsten durch die Verbrecherwelt, um böse Machenschaften zu verhindern. In Robert Luketics neuer Komödie wird die Geschichte wieder etwas anders verpackt, denn nun ist es nur der Mann, der als Auftragskiller und Spion sein Unwesen treibt und noch dazu hat er beschlossen, dieses Leben seiner neuen Liebe wegen aufzugeben. Als zuckersüßes und scheinbar perfektes Paar bieten Katherine Heigl, bekannt aus Beim Ersten Mal und Die nackte Wahrheit, und Ashton Kutcher (Butterfly Effect) Grund für männliche und weibliche Zuschauer, sich satt zu sehen. Die Geschichte, in der sie sich befinden, ist vielleicht nicht gerade ein Geniestreich, aber dennoch in der Lage, viel Unterhaltung und Spaß zu bieten.

Katherine Heigl ist in ihrer Rolle der verliebten Jen süß wie gewohnt, wirkt fast schon ein bisschen kindlich mit ihrem netten Lipglos-Grinsen. Dass die blonde Frisur perfekt sitzt, auch noch im Bett oder in wilder Action, ist ja fast schon selbstverständlich für diese Art von Hollywood-Beautys. Schöne Auftritte finden sich in den Nebenrollen: Catherine O'Hara, einst bekannt geworden als Mutter von Kevin - Allein zu Haus und der einstige Magnum-Detektiv Tom Selleck geben das schrullige Elternpaar von Jen, wobei die Mutter vor allem durch ihren überdurchschnittlich hohen Alkoholkonsum auffällt. So überzogen wie diese ständige Trinkerei, die noch dazu jeder Beteiligte hinnimmt als wäre es völlig bedenkenlos, so kommt letztlich auch der komplette Film daher. Es gibt ja Komödien, die trotz aller witzigen Kapriolen und amüsanten Verwicklungen immer noch einen "ernsten Kern" haben, auf den es sich irgendwann zuspitzt. In Kiss & Kill liegen die Dinge ein bisschen anders. Die Handlung wird immer absurder und unrealistischer und daher auch die zwischenmenschlichen Beziehungen immer oberflächlicher. Vor allem Jen und Spencer handeln durch die Geschehnisse - die durchaus amüsant und unterhaltsam verpackt wurden - zumeist etwas widersprüchlich und merkwürdig. Selbst wenn es einmal etwas ernster wird, dann wird diese Szene durch die nächste ganz schnell wieder über den Haufen geschmissen.

Denn letztlich geht es im Film wohl vor allem darum, ein gewisses Tempo aufzubauen, ein paar Überraschungen einzubauen und das alles mit einer guten Prise Humor zu versehen. Insgesamt kommt das junge Paar in Kiss & Kill nur eine Spur süßer und jugendlicher rüber als Brad und Angelina in ihrem Streifen. Ansonsten sind die beiden Filme sich ziemlich ähnlich, vor allem in der Tatsache, dass zwei bekannte Namen in die Kinos locken sollen und die Geschichte ziemlich fernab von aller Realität liegt. Das macht den Film aber nicht unbedingt schlechter, sondern lenkt den Unterhaltungswert in eine ganz eigene Richtung. Wenn man sich als Zuschauer darauf einlässt, dass hier wenig ernst zunehmen ist und wer zudem Heigls etwas überzogene Darstellung zwischen Dauergrinsen und spitzen Schreien mag - oder Kutchers trainierten Oberkörper mal in aller Ruhe bestaunen will - der ist in dieser leichten Sommerkomödie gut aufgehoben. Viel mehr braucht man sich davon aber auch nicht zu erwarten.

Keine weitere Wertung


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