|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Banshee - Extreme Fast, Extreme Furious(Banshee, 2006)
| Dt.Start: |
nicht bekannt DVD: 05. Februar 2010
|
 |
Premiere: |
24. Juni 2006 (USA) |
| FSK: |
ab 16
|
Genre: |
Action, Thriller |
| Länge: |
95 min
|
Land: |
USA |
|
Darsteller:
|
Taryn Manning (Sage), Romano Orzari (Eddie Rindall), Mike Lombardi (Oliver Fitzgerald), Genelle Williams (Brenna), Christian Campbell (Larch), Tony Calabretta (Mitch Murray), Morgan Kelly (Tony Romano), Nicolas Wright (Jack), Mike Tsar (Dallas), Maurizio Terrazzano (Doug) |
|
Regie:
|
Kari Skogland |
|
Drehbuch:
|
Kirsten Elms |
|
 Inhalt
Sage, auch Banshee genannt, verdient sich ihr Geld mit dem Diebstahl von raren und luxuriösen Autos. Als sie einen Dodge Charger klaut und nach einer wilden Verfolgungsjagd der Polizei entkommt, weiß sie noch nicht, was sie sich da eingebrockt hat. Das Auto gehört einem psychopatischen Serienkiller, der an diesem noch nicht alle Beweisspuren seiner letzten Gewalttat entfernen konnte. Deshalb will er sein Fahrzeug unbedingt zurück. Außerdem scheint ihm Banshee ein gutes nächstes Opfer zu sein. |  |
|
Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Markus Müller
Banshee ist eine mäßige TV-Produktion, die leichte Unterhaltung verspricht, aber letztlich so belanglos ist, dass man seine Zeit guten Gewissens sinnvoller nutzen kann. Der Genremix aus Auto-Action, Psycho-Thriller, einem Hauch Gangsterfilm und einer Prise Horror ist zwar nicht völlig misslungen, doch trüben die schwachen Charaktere, inklusive der von Grund auf unsympathischen Protagonistin, erheblich das Filmvergnügen. Das größte Problem ist jedoch, dass es sich bei Banshee um einen zumindest für ein männliches Publikum ungenießbaren Frauenpower-Film handelt. Für nebenbei ist Banshee sicherlich in Ordnung, als sinnvolle Abendunterhaltung jedoch nicht zu empfehlen.
Die frühere Werbefilmerin Kari Skogland machte sich einen Namen als Regisseurin und Produzentin zahlreicher amerikanischer TV-Produktionen, die zu einem großen Teil auch ihren Weg nach Deutschland fanden. Ihr bisher größtes Projekt kam 2008 mit 50 Dead Men Walking in die Kinos. Zwei Jahre vor diesem Thriller mit Rose McGowen (Planet Terror) und Ben Kingsley (Lucky Number Slevin) in den Hauptrollen, inszenierte Skogland mit Banshee einen actionlastigen Frauen-Fernsehfilm mit einer Thematik, die sonst nur Männer interessiert.
Der Anfang erfüllt die Erwartungen, die die unfassbar einfallsreiche Tagline Extreme Fast, Extreme Furious bereits hervorruft, denn zu Beginn hat man es mit einem abgespeckten The Fast and the Furious-Abklatsch zu tun. Diese Assoziation drängt sich allerdings ohnehin zwangsläufig auf, wenn sich Reifenqualmen mit dummen Sprüchen und Pseudocoolness vereint. Doch noch bevor Banshee die Chance hat, zum Plagiat beziehungsweise zum 08/15-Bleifußstreifen zu verkommen, wandelt sich die Story recht schnell zu einem Psychothriller mit Horrorelementen und einer Prise Gangsterfilm. Der Genremix will, obwohl die einzelnen Elemente durchaus harmonieren, jedoch zu keinem Zeitpunkt so richtig überzeugen, was abgesehen von den schwachen Charakteren, auch einem Mangel an Intensität und Atmosphäre zuzuschreiben ist. Der Grund dafür ist sicherlich auch die konventionelle, wenig spektakuläre Inszenierung, wobei man dies sicherlich auch darauf zurückführen kann, dass es sich bei Banshee um eine TV-Produktion handelt.
Eines der größten Probleme des Filmes ist die Hauptfigur Sage selbst. Selten hat man es mit einer derartig unsympathischen Protagonistin zu tun. Denn eine übercoole Poppunkemanze, die offensichtlich dem selben Genlabor wie Lady Gaga entflohen ist, sich nun lässig selbst gegen die stärksten Kerle durchprügelt und im tiefsten Inneren doch verwundbar und gutherzig ist, kann man zu keinem Zeitpunkt so richtig ernst nehmen. Taryn Manning (Kill Theory) spielt dabei zwar ambitioniert, kann aber aus ihrer schwachen Figur auch nicht viel rausholen. Die Leistungen der restlichen Darsteller sind für eine TV-Produktion zwar in Ordnung, doch hat auch hier keiner der Akteure die Möglichkeit zu glänzen, was besonders auf die männlichen Schauspieler zutrifft. Denn leider sind in diesem feministischen Propagandastreifen alle Männer Idioten, Arschlöcher, Weicheier oder Psychopathen.
Apropos Psychopathen: Der Serienkiller, dessen Auto Sage geklaut hat, ist recht originell geraten. Allerdings ist der Grundgedanke um seine perversen Vorlieben zu schnell ausgereizt und hätte ruhig noch ein wenig ausführlicher und vor allem böser ausgearbeitet werden können. Zu viel soll an dieser Stelle hierzu jedoch nicht verraten werden, um zumindest ein wenig Überraschung zu wahren. Denn alles in allem handelt es sich bei Banshee um ein recht vorhersehbares Filmchen. Als leichte TV-Kost hat der Film sicherlich seine Daseinsberechtigung als ernstzunehmendes Werk ist er jedoch entbehrlich.  Weitere interessante Filme
|
 |
 |
 |
 |
© 2012 MovieMaze.de |
 |
 |
 |
|