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Twelve

(Twelve, 2010)

Dt.Start: 14. Oktober 2010 Premiere: 29. Januar 2010 (Sundance Film Festival, USA)
FSK: ab 16 Genre: Drama
Länge: 95 min Land: USA
Darsteller: Kiefer Sutherland (Erzähler), Emma Roberts (Molly), Chace Crawford (White Mike), Ethan Peck, Ellen Barkin, Zoe Kravitz (Gabby), 50 Cent (Lionel), Rory Culkin (Chris), Emily Meade (Jessica Brayson), Nico Tortorella (Tobias), Charlie Saxton (Mark Rothko), Isiah Whitlock Jr. (Detective Dumont), Jermaine Crawford (NaNa), Jeremy Allen White (Charlie), Billy Magnussen (Claude), Ambyr Childers (Layla), Finn Wittrock (Warren), Esti Ginzburg (Sara Ludlow), Cody Horn (Alyssa), Gregg Bello (Detective Keminski), Josh Casaubon (Donnie), Chanel Farrell (Shelly), Stefano Da Fre (Jeb), Ako (Mrs. Fong), Ed Moran (Avery Kimball)
Regie: Joel Schumacher
Drehbuch: Jordan Melamed


Inhalt

White Mike ist 17 Jahre alt und kommt aus gutem Hause. Doch White Mike lebt weit entfernt von den Grundsätzen seiner Eltern. Er dealt mit Drogen und versorgt quasi seine gesamte Schule. Seine neueste Droge namens 12 kommt besonders gut an. Er selbst rührt keine Drogen an, kann sich aber vor den schicksalhaften Konsequenzen dennoch nicht drücken.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Twelve hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 70%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Andreas Jaschke
Twelve hat eine Wertung von 70%
Spring Break in New York, die gelangweilten Highschool Kids der Upper East Side wollen exzessiv feiern. White Mike versorgt sie mit dem nötigen Stoff. Er selber rührt nichts an, schon gar nicht die neue Wunderdroge "Twelve". Eine rauschende Party ist das größte Ziel der Jugendlichen, doch was dort rauschhaft beginnt, endet in einer Katastrophe. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans gelingt Joel Schumacher originalgetreu und schnörkellos, verliert sich dabei aber zuweilen in Substanzlosigkeit. Dennoch gelang dem Regisseur ein durchaus sehenswerter Film.

Bild aus Twelve Die dramaturgische Struktur des Films, der auf dem weltweiten Kultroman des Autors Nick McDonell basiert, ist perfekt für die Art solch eines Filmes geeignet. In anfänglich kaum zu durchschauender Wildheit wechselt er die Beteiligten aus, um die New Yorker East Side als Konglomerat dieser Menschenmasse deutlich zu machen. Sonst oft eine überflüssige Sache, schafft es die Erzählerstimme hier bei diesem Werk aber die benötigte, fast hypnotisch wirkende Ruhe hereinzubringen, und dadurch die Zuschauer nie zweifeln zu lassen, wer die Hauptfigur ist.

Regisseur Joel Schumacher (Nicht Auflegen!, Die Jury) bestätigt hier seine ganze Routine. In aller Härte zeigt er die Suche des begüterten Teils dieser Generation nach dem Sinn des Lebens, nach einem Mehrwert, den man anstreben kann. Von erstaunlichen Jungdarstellern getragen, lässt man sich gerne auf die Sorgen und Nöte ein. Oberflächlich betrachtet, sind es nur der schnöde Mammon, und die Befriedigung der Triebe, was diese jungen Menschen suchen. Doch bei allen Figuren merkt man, dass es in Wahrheit um Anerkennung und Zuneigung geht. Diese tiefe Sehnsucht treibt sie voran. Die Mittel, um die Glückseligkeit zu erreichen, sind freilich sehr unterschiedlich.

Der Dealer Lionel (sehr glaubhaft von 50 Cent gespielt) geht sogar über Leichen. Doch selbst bei ihm merkt man die innere Weichheit. Das macht den Film sehenswert: die Auslotungen der menschlichen Grauzonen, das Ganze aber mit hohem Tempo, und, bis auf das Ende, nicht zu moralinsauer erzählt. Dass ein paar Fragen offen bleiben, stört deshalb nicht in dem Maße, dass es hier nur kurz erwähnt wird. Einige Oberflächlichkeiten in den Details sollen ebenfalls nicht überbewertet werden.

Ob aber der Film noch deutlich besser geworden wäre, wenn es ein anderer, der Generation entstammender Regisseur gewesen wäre, muss durchaus in den Raum geworfen werden. Denn viele von den erwähnten Gedanken über den Sinn des Lebens spielten sich im Kopf ab, wirklich gezeigt wurden sie dann eben doch nicht. Und Regie führen heißt immer, (s)eine Variation des Themas zu transportieren. Und das merkte man hier nicht immer.

Wenn man sich für die Welt der Jugendlichen der New Yorker Oberschicht interessiert, sollte man den wuchtigen Film unbedingt ansehen. Joel Schumacher besinnt sich wieder auf das Wesentliche und versucht den Roman so schnörkellos zu adaptieren, wie es geht. Handwerklich gelingt ihm das auch, etwas seelenlos und ungenau wirkt er dann aber stellenweise doch. Kein Film für bloßes Amüsement, aber auf keinen Fall langweilig.



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