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The American

(The American, 2010)

Durchschnittliche Redaktionswertung

60%



Inhalt

Nachdem sein Auftrag in Schweden schief ging, plant Profikiller Jack nach einem letzten Job seinen Ausstieg aus dem Geschäft. Dieser führt ihn nach Italien, wo er die Belgierin Mathilde ermorden soll. Doch durch eine Freundschaft mit dem örtlichen Priester und eine Affäre droht seine Tarnung aufzufliegen.

Kritik

von Markus Ostertag

Wertung Kritik

60%

George Clooney macht scheinbar alles richtig, denn jetzt wo er älter - und nach Aussage vieler Frauen - trotzdem nicht unattraktiver wird, schlägt er sich zunehmend hinter die Kamera und ist auch als Produzent tätig. Schon bei Männer, die auf Ziegen starren oder Der Informant! hat er diese Rolle eingenommen und war damit sehr erfolgreich. Bei The American spielt er nun zusätzlich auch wieder die Hauptrolle und präsentiert sich in Der Schakal-Manier. Leider fehlt dem Thriller nahezu jegliche Spannung und verkommt damit zu einer belanglosen Geschichte über Einsamkeit von Profikillern.

Bild aus The American Mit einem fulminanten Start führt Control-Regisseur Anton Corbijn den Zuschauer gleich in die gefährliche Welt von Jack, einem Profikiller, ein. In Schweden wird er von einem Killerkommando aufgespürt und so muss er Opfer bringen, um zukünftig unentdeckt zu bleiben. Er entscheidet sich, noch einen Auftrag zu erledigen und dann auszusteigen, doch bekanntermaßen ist das nicht so einfach, wenn man mal in der Szene drin ist ...

Basierend auf dem Roman A Very Private Gentleman ist The American als ruhiger Thriller angelegt, der sich mehr mit den Charakteren als mit der Spannung an sich beschäftigt. Genau hier sind wir auch schon beim größten Kritikpunkt, denn während die ersten 10 Minuten Spannung pur erwarten lassen, folgt dann nur noch eine Studie über die Einsamkeit von Auftragskillern. Dabei bleiben leider viele Charakterhandlungen ebenso wenig nachvollziehbar, wie die Gedanken der einzelnen Protagonisten.

Die Verbindung von Romantik und Spannung, die Corbijn nach eigener Aussage sofort an dem Skript interessierte, funktioniert im finalen Film relativ schlecht, denn entweder wirkt die Romantik aufgesetzt und zeitweise sogar nervig oder die Spannung geht vollständig den Bach runter. Der Spannungsbogen wird dabei viel zu weit gedehnt und verlangt dem Zuschauer einiges an Sitzfleisch ab. Daraus resultiert dann ein Mittelding zwischen einer Schnulze und einem schlechten Thriller, das Ganze garniert mit guten Schauspielern - man hätte mehr draus machen müssen!

Positiv zu Buche schlägt sicherlich die Kamera, denn wunderschön fotografiert zeigen sich die italienischen Sets in den Abruzzen. Doch die Optik allein macht leider noch keinen guten Film und auch die guten Darstellerleistungen konnten dann nicht mehr allzu viel retten. The American bleibt deutlich hinter Filmen wie Der Schakal oder Michael Clayton zurück. Der Zuschauer bekommt einfach zu wenig Einblick in die Gedanken der Charaktere und so bleibt man oft fragend im Kinosessel und kann gerade die Aktionen des Profikillers nur schwer nachvollziehen.

Das alles sorgt für einen eher schwachen Film, der einen beim Schließen des Vorhangs unzufrieden im Kinosessel zurück lässt. Der Stoff hätte unheimlich viel Potential gehabt, aber die zu ruhige und wortkarge Inszenierung von Corbijn kombiniert mit einer Romanze, die sich nicht so richtig integrieren will, hinterlässt nicht mehr als Durchschnitt.

Keine weitere Wertung


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