Freddy Got Fingered Poster

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Freddy Got Fingered

(Freddy Got Fingered, 2001)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: nicht bekannt
Premiere: 18. April 2001 (USA)
FSK: nicht bekannt Genre: Komödie
Länge: 87 min Land: USA
Darsteller: Tom Green (Gord Brody), Rip Torn (Jim Brody), Marisa Coughlan (Betty), Eddie Kaye Thomas (Freddy Brody), Harland Williams (Darren), Anthony Michael Hall (Mr. Dave Davidson), Julie Hagerty (Julie Brody), Jackson Davies (Mr. Malloy), Connor Widdows (Andy Malloy), John R. Taylor (Bauer), Robert Osborne (Bauer), Fiona Hogan (schwangere Frau), George Gordon (Doktor), Ron Selmour (Sicherheitsbeamter), Drew Barrymore (Mr. Davidson's Sekretärin)
Regie: Tom Green
Drehbuch: Tom Green, Derek Harvie


Inhalt

Mit dem neuen Cabrio seiner Eltern macht sich der begeisterte Comic-Zeichner Gord Brody auf den Weg nach Hollywood, um dort den großen Durchbruch zu schaffen. Doch sein ehrgeiziges Vorhaben scheitert und so muss er wieder zurück in die elterlichen vier Wände ziehen. Dies schmeckt weder ihm, noch seinem Vater, der ihn eigentlich loswerden wollte.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Freddy Got Fingered hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 42%
Kurzkritik
von Kurt Meinicke
Wertung von 83 für Freddy Got Fingered

Tom Green war bereits durch seine MTV-Show für seinen speziellen Humor bekannt, als er 2001 plötzlich mit dem Film Freddy Got Fingered im Kino auftauchte. Obwohl man sich also ausmalen konnte, was einen da erwarten würde, waren die meisten Kritiker dennoch nicht für seine ganz eigene Abrechnung mit den typischen US-Teenie-Komödien bereit.
Genüsslich zelebrierte Green - welcher sich hier für Drehbuch und Regie verantwortlich zeichnete - in der Rolle des Gord diverse Widerwärtigkeiten, um den puren Nonsens besagter Filme aufzuzeigen. Gleichzeitig gab er so allen engstirnigen Moralaposteln einen Grund zum Aufschrei und heimste damit frech grinsend diverse Goldene Himbeeren ein, welche er damals als Allererster auch persönlich entgegen nahm.
Wer sich auf seinen Anarcho-Humor einlassen kann und will, der wird mit einer unvergesslichen Komödie über das Erwachsenwerden belohnt, bei welcher man sich nicht nur über das im Film gezeigte, sondern zusätzlich auch über die Reaktionen anderer Zuschauer köstlich amüsieren kann. Alle Anderen machen aber wohl lieber einen gaaaanz großen Bogen um diesen Film!

Kritik

von Thomas Straßer
Freddy Got Fingered hat eine Wertung von 1%

Jeder der schon sich schon einmal die Tom Green Show auf MTV zu Gemüte geführt hat, wird sich ausmahlen können, was in dem Film Freddy Got Fingered abgeht. Wer also zu den Freunden von Tom Green Humor, der unumstritten jegliches Niveau missen lässt, zählt, der wird sich wohl auch bei Freddy Got Fingered gut aufgehoben fühlen. Wer allerdings lustigem Pferdepenis-Reiben, Nabenschnurdurchbeißen oder Hirschkadaverausweiden etwas skeptisch gegenübersteht, sollte lieber einen großen Bogen um den Film machen. Ich für meinen Teil, habe mich in einer "Hannibal Lecter Käfig" ähnlichen Vorrichtung vor dem Fernseher festgekettet, um mich jeglicher Fluchtmöglichkeit zu berauben. Zugegeben geht es auch einfacher, indem man einfach den Stop-Knopf des DVD-Players mit einem Flammenwerfer einschmilzt. Aber nun genug Vorgeplänkel, lasst uns diesen geistig und intellektuell hochinteressanten, ja fast schon brisanten Stoff endlich bis aufs letzte durchanalysieren.

Der Film Freddy Got Fingered beginnt eigentlich wie eine ganz normale Komödie, in der ein etwas zurückgebliebener Sohn seine Familie verlässt, um sich nach Hollywood aufzumachen, wo er als Comiczeichner ganz groß herauskommen will. Tom Green spielt dabei den besagten Sohn Gord Brody, was eigentlich keines weiteren Kommentars bedarf. Bereits auf der großen Überfahrt nach Hollywood ereignet sich die erste fragwürdige Szene: Völlig unmotiviert haut Gord Brody mitten auf der Landstraße den Vollstachel rein, hastet auf die naheliegende Koppel und spielt genüsslich mit dem besten Stück des paarungsbereiten Hengstes. Aus meiner Sicht eine hochgradig innovative Szene, wie sie in keinem guten Hollywoodfilm fehlen darf. In Hollywood angekommen bombardiert uns Tom Green dann mit einigen tierlosen, aber nicht weniger geschmacklosen und absolut bescheuerten Witzen, bevor er dann auf dem Rückweg einen überfahrenen Hirsch ausweidet und anzieht. Ja, hier steht anzieht, was soviel bedeutet, dass er sich die Eingeweide um den Hals hängt und den Pelz als Umhang benutzt.

Leider haben wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht einmal ein Drittel von Freddy Got Fingered hinter uns gebracht, weshalb ich jetzt die restlichen "Highlights" des Films kurz zusammenfassen will. Da wäre zum einen die lustige Szene, in der sich Gords Kumpel das Bein bricht und Tom die Wunde ausleckt. Weiterhin ist die Entbindung mit anschließendem Nabenschnurdurchbeißen und Babyschleudern absolut sehenswert. Ein weiteres Schmankerl aus Tom Greens tiefgründigen Humor ist die attraktive Rollstuhlfahrerin, die man zum Orgasmus bringt, indem man ihr mit einem Bambusrohr gegen die Schienbeine haut. Als Belohnung für den Schläger gibt es dann einen Blowjob. Wie jede gute Komödie besitzt auch Freddy Got Fingered einen adäquaten Running-Gag in Form eines kleinen Jungen, der in einer Tour voll was auf die Fresse bekommt. So nun sind weitestgehend alle wichtigen Szenen des Film genannt. Zur Handlung gibt es dann eigentlich nichts weiter zu sagen, als dass sie nur dazu dient, Tom Green von Witz zu Witz zu transportieren.

Mich hat während dieser äußerst schmerzvollen und niveaulosesten 87 Minuten meines Lebens vor allem eine Frage beschäftigt: "Was geht in Tom Green vor und was will er uns mit diesem Film sagen?" Ich glaube niemand kann sich nur im Entferntesten vorstellen wie sein Gehirn arbeitet (er weiß es wahrscheinlich selbst nicht), aber es arbeitet gut genug um Drew Barrymore in die Kiste zu kriegen. Viel interessanter scheint mir die Frage, was er uns mit Freddy Got Fingered sagen will. In meinen Augen sind mehrere Theorien denkbar und schlüssig. Ganz eindeutig plädiert Tom Green für mehr Naturverbundenheit, was in unserer westlichen verwöhnten Gesellschaft wirklich eine berechtigte Forderung ist. Diesbezügliche Nachforschungen des statistischen Bundesamtes haben ergeben, dass nur jeder 10.000 deutsche Staatsbürger je einen Pferdepenis berührt hat. Unvorstellbar. Weiterhin kristallisiert sich eine Kritik am amerikanischen Gesundheitswesen geradezu heraus. Dabei plädiert er für alternative Heilungsmethoden und Naturheilkunde. Zugegebenermaßen ist auch denkbar, dass sich Tom Green gar nichts bei diesem Film gedacht hat und einfach die Meßlatte des im Kino dargebotenen schlechten Geschmacks nach unten verlegen wollte. Dies ist ihm zweifellos eindrucksvoll gelungen...



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Borat
Dt. Start: 02. Nov 2006
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