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Bruchreif

(The Maiden Heist, 2009)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 19. August 2010
Premiere: 25. Juni 2009 (Festival, UK)
FSK: ab 12 Genre: Komödie, Krimi
Länge: 88 min Land: USA
Darsteller: Christopher Walken (Roger Barlow), Marcia Gay Harden (Rose Barlow), Morgan Freeman (Charles Peterson), William H. Macy (George McLendon), Joseph McKenna (Lead Villain), Bhavesh Patel (Donnie), Todd Weeks (Kurator), Philip Dorn Hebert (Needlebaum), Stephen E. Stapinski (Bob), Anthony Cascio (Tony Bargello)
Regie: Peter Hewitt
Drehbuch: Michael LeSieur


Inhalt

Charles, Roger und George sind drei, etwas in die Jahre gekommene Museumswärter, die schon ihr halbes Leben damit verbracht haben, ihre Lieblingsbilder zu bewachen. Als der Museumsdirektor plötzlich beschließt, die Gemälde nach Kopenhagen zu verkaufen, um Platz für neue avantgardistische Kunst zu schaffen, sehen die drei Wärter rot. Sie beschließen kurzerhand, ihre Lieblinge zu stehlen und sie wieder nach Hause zurück zu holen. Ihr einziges Problem: Sie sind richtig miese Diebe.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Bruchreif hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 53%
Kurzkritik
von Lars Schnell
Wertung von 65 für Bruchreif

Durchaus unterhaltsamer Streifen über drei Museumsangestellte mit einer unstillbaren Sucht nach jeweils einem bestimmten Kunstwerk. Zwar hinkt das Szenario stellenweise und vor allem gegen Ende hin, jedoch wissen Christopher Walken, Morgan Freeman und William H. Macy den Zuschauer durchweg gut zu unterhalten. Mit scheinbar viel Freude am Spiel ziehen sie die Sympathien schnell auf ihre Seite und können einige Schwächen im Drehbuch recht gut kaschieren. Es lässt sich jedoch nicht leugnen, dass dem Film hier und da etwas Würze fehlt und so bleibt Bruchreif letztendlich nichts weiter als eine leichte, kurzweilige und belanglose Komödie die schnell wieder in Vergessenheit gerät. Für einen gemütlichen DVD-Abend jedoch allemal zu empfehlen.

Kritik

von Daniel Licha
Bruchreif hat eine Wertung von 41%
Morgen Freeman, Christopher Walken und William H. Macy wollen als abgehalfterte Museumswärter durch einen Einbruch ihre geliebten Kunstwerke vor dem Verkauf retten. Was durchaus Potential zu einer gelungenen Komödie hat, verläuft sich aufgrund des schwachen und witzlosen Drehbuchs schnell im Sande. Einzig der spielfreudige Walken, sowie die gelungene Eröffnungssequenz können den Zuschauer halbwegs bei Laune halten.

Bild aus Bruchreif Spätestens seit Steven Soderbergh mit seinem starbesetzten Ocean's Eleven einen waschechten Hit abliefern konnte, sind amüsante Heistmovies wieder kassentauglich geworden. Peter Hewitt jedoch ging mit seiner Gaunerkomödie einen etwas anderen weg und ließ wie in Safecrackers oder Diebe haben's schwer eher unbeholfene Kleinkrimelle den großen Coup verüben und hat dabei mit William H. Macy auch gleichzeitig den selben Hauptdarsteller für sein starbesetztes Ensemble gewinnen können.

Sie sorgen für die Sicherheit in einem Museum - die Rede ist von drei Wachmännern, die sich bei ihrem Job in ihre Gemälde und Statuen verliebt haben. Als nun der neue Museumsdirektor ihre Lieblingsstücke nach Kopenhagen verkauft, um Platz für eine neue Ausstellung zu machen, beschließen die abgehalfterten Männer den Coup ihres Lebens: Bevor die Meisterwerke verschifft werden, sollen sie gegen Duplikate ausgetauscht werden. Doch wie soll das funktionieren, wenn man von Einbruch keinerlei Ahnung hat?

Es ist mal wieder die übliche Geschichte um eine kleine Gruppe Einbrecher, die eigentlich nicht das Geringste drauf haben und nun den großen Bruch verüben wollen. In diesem Falle geht es um abgehalfterte Wachmänner, bei denen gerade ein Mitglied etwas Erfahrung bei der Marine vorweisen kann. Dass das Ganze natürlich genug Material für eine amüsante Komödie liefern sollte, dürfte klar sein. Umso erstaunlicher ist es jedoch, dass es dem Drehbuchautor Michael LeSieur zu keinem Zeitpunkt gelang, den Zuschauer zu unterhalten. So plätschert die Geschichte nahezu ereignis- und ziellos vor sich hin und außer einigen aufgesetzten Konflikten und erzwungenen Lachern hat die Geschichte leider nichts zu bieten was den Zuschauer einigermaßen vom Hocker reißen könnte.

Dabei fing das Ganze ja durchaus amüsant an, als Christopher Walken sich in einer Traumsequenz gegen eine Vielzahl von Einbrechern erwehren muss und diese in bester John McClane Manier das Zeitliche segnen lässt. Dumm nur, dass Regisseur Hewitt da schon sein gesamtes Pulver verschossen hat, denn mit Ausnahme dieser Szene herrscht komplette Einfallslosigkeit: Die Sets wirken künstlich, eine besondere Atmosphäre will zu keinem Zeitpunkt aufkommen und weitere kreative Einfälle lässt Bruchreif gänzlich vermissen.

Dass sich für ein solch schwaches Drehbuch ein Ensemble um Christopher Walken, Morgan Freeman, William H. Macy und Marcia Gay Harden finden konnte, ist schon unglaublich. Dennoch kann allein ihre Anwesenheit den Film vor den tieferen Wertungsregionen retten. Während Morgen Freeman zum Stichwortgeber degradiert wurde und man ihn lange nicht so blass und unterfordert gesehen hat, darf Christopher Walken mit seiner gewohnt unnachahmlichen Art und Weise chargieren. Damit spielt er in seiner kindlichen und gleichzeitig verschrobenen Art nahezu alle an die Wand, so dass selbst Macy mit seiner durchaus gelungenen Leistung als strenger Ex-Marine mit Hang zum Exhibitionismus kaum eine Chance gegen ihn hat.

Würden sich in diesem Film nicht so viele bekannte Namen befinden, würde man ihm sicherlich nur wenig Beachtung schenken. So bekommt Bruchreif nun ein DVD-/Blu-ray-Release in Deutschland, bei dem man sich nach Sichtung vor allen Dingen fragt, warum sich gestandene Mimen für ein solch liebloses Werk hergegeben haben, denn außer der Eröffnungsszene und dem herrlich chargierenden Christopher Walken hat der Film nur wenig zu bieten, was den Zuschauer über 90 Minuten bei der Stange halten könnte.



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The Score
Dt. Start: 09. Aug 2001
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