|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Buried - Lebend begraben(Buried, 2010)
| Dt.Start: |
04. November 2010
|
 |
Premiere: |
23. Januar 2010 (Sundance Film Festival, USA) |
| FSK: |
ab 16
|
Genre: |
Mystery, Thriller |
| Länge: |
94 min
|
Land: |
Spanien |
|
Darsteller:
|
Ryan Reynolds (Paul Conroy), Robert Paterson (Dan Brenner), Jose Luis Garcia Perez (Jabir), Stephen Tobolowsky (Alan Davenport), Samantha Mathis (Linda Conroy), Warner Loughlin (Donna Mitchell / Maryanne Conroy), Ivana Miño (Pamela Lutti), Erik Palladino (Special agent Harris) |
|
Regie:
|
Rodrigo Cortes |
|
Drehbuch:
|
Chris Sparling |
|
 Inhalt
Paul Conroy arbeitet im Irak. Doch eines Tages wird der amerikanische Unternehmer von Unbekannten angegriffen und verschleppt. Paul weiß nicht, wie ihm geschieht, als er sich unter der Erde in einem Sarg lebendig begraben wiederfindet. Alles was er hat ist ein Handy, ein Messer, ein Feuerzeug und 90 Minuten Atemluft, um dem sicheren Tod in dieser Kiste zu entgehen. |  |
|
Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Daniel Licha
Ein Film der seine komplette Laufzeit über nur in einem Sarg spielt, nur einen Hauptdarsteller besitzt und der dann ausgerechnet noch Ryan Reynolds heißt ... kann das denn überhaupt funktionieren? Es kann! Die Geschichte handelt von einem jungen Mann der vergraben in einem Sarg aufwacht und nur ein Handy und ein Feuerzeug in diesem wiederfindet. Fortan beginnt ein knapp 1,5 Stunden langer Überlebenskampf, der nicht nur hervorragend in Szene gesetzt wurde, sondern auch ein Drehbuch zu bieten hat, das über die komplette Laufzeit für Hochspannung sorgt und auch mehr als nur zufriedenstellend seinen Abschluss findet. Auch Reynolds macht seine Sache sehr ordentlich und würde der Drehbuchautor nicht selbst seiner eigenen Grundidee misstrauen und zwei unnötige Dramatisierungen einbauen, dann hätte der Film sicherlich noch ein paar Prozentpunkte mehr verdient gehabt.
Kurzkritik
von Carmen Porschen
Eine schlichte, dunkle Holzkiste ist der Schauplatz des Thrillers Buried - und zwar ohne Ausnahmen. Während man sich am Anfang noch fragt, wie das funktionieren soll, wird schnell klar, dass es sehr wohl möglich ist und noch dazu eine richtig gute Idee darstellt. Die klaustrophobische Stimmung ist allgegenwärtig und zieht den Zuschauer in einen spannungsgeladenen Bann. In der unangenehmen Klemme steckt Ryan Reynolds, der in der Rolle des Truck-Fahrers Paul Conroy zeigt, dass er mehr kann als Partyanimaloder Sandra Bullocks Toyboy in Selbst ist die Braut sein. Sein Überlebenskampf, der zwischen Hoffnung und Verzweiflung pendelt, ist gekonnt inszeniert und packt bis zur letzten Minute. Jenseits des Sargs, der hin und wieder durch Feuerzeug, Leuchtstab oder Taschenlampe erleuchtet wird, ist in dieser Filmwelt wenig. Nur eine unsichere Wirklichkeit, die durch kurze Telefonate gebildet wird, aber dabei wankt wie ein baufälliges Gerüst. Sicher ist hier nichts und die eigene Skepsis tut sein übriges. Ein rundum gelungener Thriller, der mit wenig Mitteln voll und ganz überzeugt.
Kritik
von Dimitrios Athanassiou
Man mag sich kaum eine schlimmere Situation vorstellen, als aufzuwachen und festzustellen, dass man lebendig begraben ist. Genau dieses Schicksal widerfährt einem einfachen Lastwagenfahrer, der als Zivilist für eine amerikanische Firma im Irak arbeitet. Buried - Lebend begraben benutzt altbekannte Motive der uns innewohnenden Urängste und versucht mit einer wenig originellen, klaustrophobischen Thrillerstory atemlose Spannung zu generieren. Leider entsteht hier aber weder aus der kärglichen Summe von inszenatorischen Einfällen etwas Größeres, noch packt die Grundsituation ernstlich zu.
Das Motiv des Lebendig-Begrabenseins ist nicht gerade neu. Schon Roger Cormans Klassiker aus dem Jahr 1962 - eine Adaption eines Edgar-Allen-Poe-Romans - bringt einen Lebenden unter die Erde. Seit dem Altertum ist das Lebendig-Begrabenwerden als Opferungs- oder Hirnrichtungsart bekannt, und bis in die jüngere Zeit kam es immer wieder dazu, dass Scheintote, mangels exakter medizinischer Untersuchung, versehentlich als Tote deklariert und begraben wurden. Zuletzt in einem Film, wurde in Kill Bill - Volume 2 eine besonders eindringliche Lebend-Beisetzung inszeniert; wenn es sich auch nur um eine vergleichsweise kurze Sequenz handelte, löste die atmosphärische Gestaltung aber gehörig Panik und Entsetzen aus.
Buried - Lebend begraben versucht seinem Namen alle Ehre zu machen und befördert zusammen mit dem Protagonisten einen ganzen Film unter die Erde. Paul Conroy (Ryan Reynolds) ist ein amerikanischer Lastwagenfahrer, der als Zivilist für ein US-Unternehmen im Irak arbeitet. Nachdem "das Licht ausging", erwacht er in der Dunkelheit und stellt fest, dass er in eine Kiste gesperrt und lebendig begraben wurde. Als die erste Panik abklingt, versucht er seiner Lage Herr zu werden. Glücklicherweise hat man ihm noch sein Zippo-Feuerzeug und sein Smartphone gelassen.
Paul versucht, telefonisch Hilfe herbeizuholen, hat aber zunächst wenig Erfolg. Was er da am Telefon zu erzählen hat, erscheint auch zu absurd und wenig glaubhaft. Plötzlich melden sich die Entführer und verlangen von ihm Lösegeld zu besorgen. Egal ob von der Firma, bei der er beschäftigt ist oder von einer staatlichen Stelle. Sie wollen fünf Millionen Dollar, andernfalls lassen sie ihn in der Kiste unter der Erde verrotten. Die Zeit läuft gegen ihn: der Akku wird immer schwächer und die Luft geht allmählich zur Neige.
Buried - Lebend begraben gewinnt all seine Spannung aus einer Situation, in der sich niemand befinden möchte. Es dauert aber nicht lange und man fühlt sich genau wie Ryan Reynolds in der Kiste; allerdings vor Langeweile im Kinosaal begraben. Ohne es dem Darsteller unter die Nase reiben zu wollen: Verantwortlich dafür, dass der Film niemals wirklich zupackt, ist bereits das Konzept der Ausgangslage an sich: Reynolds müht sich redlich, diese glaubhaft rüberzubringen, es scheitert aber daran, dass es ihm nicht gelingt, sich in die Ausweglosigkeit einzufühlen und die erforderliche Emotionalität zu transportieren. Zudem sorgt die Dunkelheit dafür, dass Reynolds kaum mit Mimik arbeiten kann - und selbst wenn, ist davon viel zu wenig zu sehen.
Anderthalb Stunden Dunkelheit, Panikattacken, Wut, Verzweiflung und diverse Telefonate reichen nicht, um einen klaustrophobischen Thriller derart auszugestalten, dass einem die Spucke wegbleibt. Um für etwas Action zu sorgen, muss die Hauptfigur dann auch immer wieder kleine Aufgaben erledigen, die ihm entweder die Entführer aufbürden, oder die für ihn einfach überlebenswichtig sind. Mehr als ein Holpern, von einem zum nächsten Minihöhepunkt der Geschichte, gelingt damit aber nicht.
Zugute halten muss man Buried - Lebend begraben aber zumindest, dass er versucht mit minimalistischen Mitteln im Stile eines Low-Budget-Independent-Movies eine dramatische Geschichte mit makaberen Wendungen inszenieren zu wollen. Leider geht das Konzept nicht richtig auf: Die In-der-Kiste-Situation reicht alleine nicht aus, um die notwendige Atemlosigkeit zu erzeugen. Es fehlt spürbar ein Nebenplot; beispielsweise der des Rescue-Teams, das verzweifelt versucht, den Standort des Begrabenen rechtzeitig in Erfahrung zu bringen.
Trotz aller Mühen, der Macher und des Mimen, gelingt es weder, das klamme Händchen der augenscheinlichen Fatalität solcherart in die Geschichte einzubringen, dass man mit dem Protagonisten mitfühlt, noch wird überdies eine Nebenhandlung etabliert, die für neuerliche Spannungsmomente sorgen könnte. Damit wirkt der Film wie eine gutgemeinte Simulation des Grauens; beginnt aber gleichsam nervige Längen aufzubauen, so dass man sich beim unfreiwilligen Gedanken ertappt, einer öffnet im nächsten Augenblick die Kiste und fragt: Verstehen Sie Spaß?  Weitere interessante Filme
|
 |
 |
 |
 |
© 2013 MovieMaze.de |
 |
 |
 |
|