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E.T. - Der Außerirdische

(E.T. the Extra-Terrestrial, 1982)

Durchschnittliche Redaktionswertung

89%



Inhalt

Als der zehnjährige Elliot im Geräteschuppen ein seltsames Wesen entdeckt, nimmt er es bei sich auf, läßt jedoch nur seine Geschwister Michael und Gertie an der Existenz des kleinen Fremden teilhaben. Bald stellt sich heraus, daß es sich bei Elliots neuem Freund um einen Außerirdischen handelt, der versehentlich von seinen Leuten auf der Erde zurück gelassen wurde und im Begriff ist zu sterben, sollte er nicht in naher Zukunft nach Hause gelangen.

Kritik

von Florian Tritsch

Wertung Kritik

89%

Zwar übertreibt es Regielegende Steven Spielberg im letzten Drittel gelegentlich und drückt ein wenig zu sehr auf die Tränendrüse. Dennoch gelang ihm mit seinem Science-Fiction-Märchen E.T. - Der Außerirdische ein zeitloses Meisterwerk über Freundschaft, Liebe, Trennung und Tod, das einen zum Lachen bringt, zu Tränen rührt und vor Spannung nicht zur Ruhe kommen lässt.

Außerirdische, die auf die Erde kommen, hegen in der Filmwelt, mit Ausnahme von Klaatu in Robert Wises Science-Fiction-Klassiker Der Tag, an dem die Erde stillstand, selten gute Absichten. Und genau diese anfänglich heraufbeschworene düster-spannende Atmosphäre, die es problemlos mit Steven Spielbergs vorherigem Alien-Film Unheimliche Begegnung der dritten Art aufnehmen kann, weckt diese Genre-Erwartungen von Beginn an.

Doch diese unterlaufen Steven Spielberg und Drehbuchautorin Melissa Mathison recht schnell und legen den Fokus auf eine märchenhafte Geschichte über Freundschaft und auf ausgestaltete Charaktere. Die beiden nehmen sich angenehm viel Zeit, um die Hauptfiguren detailliert zu beschreiben und sie damit später glaubhaft agieren zu lassen. Doch ohne das handwerkliche Können eines Steven Spielberg wäre E.T. - Der Außerirdische wohl nicht das geworden, was er ist.

Mit einem wunderbaren Tempo, das exakt auf der Linie zwischen ruhiger, gefühlvoller Inszenierung und spannungsintensiver Geschwindigkeit balanciert, führt er ohne die Spur von Effekthascherei durch seinen Film. Was im Umkehrschluss jedoch nicht bedeuten soll, dass man hier keine - im Rahmen der damaligen Möglichkeiten - erstklassigen Effekte zu sehen bekommt. Besonders der mittels Puppentrick realisierte E.T. wirkt um einiges glaubwürdiger und charmanter, als die meisten seiner CGI-Kollegen des heutigen digitalen Kinozeitalters.

Dabei ist es gleichsam bemerkenswert, dass man den Mut hatte, diesen alles andere als niedlich zu designen, was durchaus ein Stolperstein für den Film hätte werden können, denn die Geschichte von E.T. - Der Außerirdische kann nur funktionieren, wenn eine emotionale Bindung zu E.T. aufgebaut werden kann. Und dies ist Spielberg bemerkenswert gut gelungen.

Er setzt den tollpatschig-naiven, aber intelligenten Außerirdischen derart gut in Szene, dass man schnell vergisst, dass man hier eine Puppe sieht und in jedem Moment mit ihm mitfiebert. Doch E.T. steht in Puncto glaubwürdige Performance nicht allein da, auch seine menschlichen Kollegen machen ihre Sache durch die Bank weg hervorragend.

Hauptdarsteller Henry Thomas (The Legend of Hell's Gate: An American Conspiracy) spielt seine Figur die komplette Spielzeit über sympathisch und überzeugend, was in Anbetracht seines jungen Alters eine beeindruckende Leistung darstellt. Auch seine beiden Filmgeschwister Robert MacNaughton (I Am the Cheese) und die mittlerweile zum Hollywoodstar gereifte Drew Barrymore (Der Ruf der Wale) stehen ihm in nichts nach und machen ihre Sache ebenfalls großartig.

Die Erwachsenen, die Spielberg im Stile der Peanuts nie ganz und aus der Kinderperspektive zeigt, haben hier natürlich weit weniger Screentime und entsprechend wenig Möglichkeiten zu glänzen. Dennoch gelingt es Dee Wallace-Stone (Alligator II - Die Mutation) und Peter Coyote (Dr. Dolittle 4) ihre Figuren glaubwürdig und sympathisch zu verkörpern, was dem Film deutlich an Boden verleiht.

Dazu gesellt sich natürlich, wie in jedem Spielbergfilm, die ausdrucksstarke, im Ohr verbleibende Begleitmusik von Spielbergs Stammkomponisten John Williams, der unter anderem mit den Filmmusiken zu Der weiße Hai, Star Wars und Indiana Jones unsterblich wurde. Und auch hier wird Williams seinem Ruf mehr als gerecht und liefert erstklassige Arbeit ab, was zurecht mit dem Oscar belohnt wurde.

Einziger Störfaktor ist Spielbergs bekannter Hang zur Verkitschung. Während dieser in den ersten beiden Dritteln des Films nur gelegentlich durchschimmert und nicht wirklich störend auffällt, übertreibt er es im finalen Drittel leider etwas und drückt ein wenig zu oft und zu lang auf die Tränendrüse. Dies mindert den Unterhaltungsfaktor leider merklich.

Doch auch diese, durchaus berechtigte, Kritik kann dem Film unterm Strich nur wenig anhaben. Ohne Frage gelang Steven Spielberg mit E.T. - Der Außerirdische ein wunderbares wie zeitloses Science-Fiction-Märchen, das mit viel Herz, Humor, Spannung und einer hervorragenden Inszenierung begeistern kann.

Keine weitere Wertung


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