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E.T. - Der Außerirdische

(E.T. the Extra-Terrestrial, 1982)

Dt.Start: 12. Oktober 1982 Premiere: 26. Mai 1982 (Cannes Film Festival, Frankreich)
FSK: ab 6 Genre: Abenteuer, Sci-Fi
Länge: 126 min Land: USA
Darsteller: Dee Wallace-Stone (Mary), Henry Thomas (Elliot), Peter Coyote (Keys), Robert MacNaughton (Michael), Drew Barrymore (Gertie), K.C. Martel (Greg), Sean Frye (Steve), C. Thomas Howell (Tyler), Erika Eleniak (Hübsches Mädchen), David M. O'Dell (Schüler), Richard Swingler (Lehrer), Frank Toth (Polizist), Robert Barton (Ultraschaller), Michael Durrell (Mann im Wagen), David Berkson (Arzt)
Regie: Steven Spielberg
Drehbuch: Melissa Mathison


Inhalt

Als der zehnjährige Elliot im Geräteschuppen ein seltsames Wesen entdeckt, nimmt er es bei sich auf, läßt jedoch nur seine Geschwister Michael und Gertie an der Existenz des kleinen Fremden teilhaben. Bald stellt sich heraus, daß es sich bei Elliots neuem Freund um einen Außerirdischen handelt, der versehentlich von seinen Leuten auf der Erde zurück gelassen wurde und im Begriff ist zu sterben, sollte er nicht in naher Zukunft nach Hause gelangen.
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Kritik

E.T. - Der Außerirdische hat eine Wertung von 92%

Ist es tatsächlich schon 20 Jahre her, daß Steven Spielbergs Sci-Fi-Märchen E.T. - Der Außerirdische die Menschen in aller Welt scharenweise in die Kino lockte? Muß wohl, sonst würden wir dieses Jahr sicherlich nicht den 20. Geburtstag des kleinen Weltraumhelden zelebrieren. Dabei kann ich mich noch lebhaft an den Tag erinnern, als ich den Film im Alter von sechs Jahren gemeinsam mit meinen Eltern in einem sympathischen kleinen Münchner Kino (das trotz des stetigen Kinosterbens heute immer noch existiert) sehen durfte. Damals war dieser Film für mich mehr als nur ein Kinobesuch, es war ein Abenteuer, es war ein Erlebnis, ein Erlebnis, das ohne Frage etwas magisches an sich hatte und ohne jetzt übertreiben zu wollen einen Effekt auf mein zukünftiges Leben hatte, löste es in mir doch eine Begeisterung für das Medium Film aus, die bis heute nicht erloschen ist. Aus diesem Grund freute ich mich natürlich ganz besonders auf die Wiederaufführung von E.T. - Der Außerirdische, schließlich war dies für mich seit 16 Jahren die erste Möglichkeit diesen Film erneut auf der großen Leinwand bewundern zu dürfen. Wie nicht anders zu erwarten, war diese Vorführung etwas ganz besonderes, denn selbst wenn ich alle Kindheitserinnerungen, die während der gut zwei Stunden Laufzeit über mich hereinbrachen außer acht lasse, komme ich immer noch zum gleichen Schluß wie vor fast zwei Jahrzehnten: E.T. - Der Außerirdische ist Kinomagie.

Dieser Film ist das ultimative Märchen des Sci-Fi Genres, entstanden in einer Zeit in der Steven Spielberg noch nichts weiter im Sinn hatte, als seinen Zuschauern fantastische Geschichten und spannende Abenteuer, also schlicht und ergreifend gelungene Unterhaltungsfilme zu präsentieren. Meines Erachtens brachte Spielberg Mitte der 70er bis Mitte der 80er ohnehin seine besten Filme hervor: Der Weiße Hai, Jäger des verlorenen Schatzes und eben E.T. - Der Außerirdische. Als Geschichte über eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen einem kleinen Jungen und einem Besucher aus dem All angelegt, läßt einen E.T. - Der Außerirdische vor allem im Kindesalter sämtliche Emotionen durchleben, von anfänglichem Staunen und überwältigender Faszination über Zuneigung und Freude bis hin zu Angst und Trauer. Dabei legt E.T. - Der Außerirdische eine Offenheit und Naivität an den Tag, die man in heutigen Filmen so nicht mehr findet, was wohl in erster Linie daran liegt, daß dies von den heutigen Zuschauern nicht mehr akzeptieren werden würde. Aus diesem Grund kann ich mir auch gut vorstellen, daß der Film nun bei seiner Wiederaufführung den Großteil seines (neuen) Publikums gar nicht erreichen und erst recht nicht berühren wird, was ebenso ärgerlich wie bedauerlich ist.

Zum Schluß noch ein paar Anmerkungen zu den Änderungen die Steven Spielberg anläßlich der Wiederaufführung an seinem Film unternahm. Zunächst einmal präsentiert sich die 20th Anniversay Edition selbstverständlich in beeindruckender neuer Bild- und Tonqualität. Viele Aufnahmen wurden im Nachhinein ein wenig aufpoliert, so erstrahlt beispielsweise die Stadt zu Beginn des Films in einem schöneren Licht als zuvor, der von Wolken verhangene Himmel wirkt bedrohlicher und unheimlicher als im Original und John Williams' genialer Score ertönt jetzt natürlich im wuchtigen Digital Surround Sound. Zwei kleine Nachbearbeitungen sorgten im Vorfeld für hitzige Diskussionen: Michael geht an Halloween nun nicht mehr als Terrorist sondern als Hippie (was jedoch keinen großen Unterschied macht, denn er trägt immer noch das gleiche Kostüm; bis auf die Bezeichung hat sich nicht das geringste verändert) und die verfolgenen Polizisten halten jetzt keine Waffen sondern Funkgeräte in ihren Händen. In beiden Fällen handelt es sich um kleine Details, die keinen elementaren Bezug zur Handlung haben, weshalb sich auch die angesprochenen Änderungen kaum auswirken. Da wurde meines Erachtens wieder einmal viel Lärm um nichts veranstaltet. Viel augenscheinlicher sind die zusätzlichen Szenen um die E.T. - Der Außerirdische nun ergänzt wurde und die sich meiner Meinung nach sehr gut in den Film einfügen. Im großen und ganzen sind die Änderungen, die an E.T. - Der Außerirdische durchgeführt wurden eine echte Bereicherung für den Film, selbst die Tatsache, daß E.T. nun in eingen Szenen aus dem Computer kommt tut dem keinen Abbruch. Eines hat sich im Laufe der zwanzig Jahre übrigens nicht geändert: Gertie ist immer noch das süßeste Filmkind aller Zeiten.

von Thomas Brendel


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