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The Fire Dragon Chronicles

(Dragon Hunter, 2008)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 03. Mai 2010
Premiere: 05. November 2008 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Action, Abenteuer, Fantasy
Länge: 90 min Land: USA
Darsteller: Erik Denton (Darius), Maclain Nelson (Kendrick), Kelly Stables (Raya), Brad Johnson (Hunter), Newell Alexander (Aaron), Slate Holmgren (Rolland), Adam Johnson (Malnik), Brian King (Shokdor der Ork), David Morgan (Oswin), Jason Purdie (Henry), Orlando Seale (Nathan), Isaac C. Singleton Jr. (Olick), Jake Suazo (Shadron)
Regie: Steve Shimek
Drehbuch: Steve Shimek


Inhalt

Seit seine Eltern bei einem Ork-Angriff ums Leben gekommen sind, kümmert sich der neunjährige Darius um seinen jüngeren Bruder Kendrick. Mit der Zeit wächst Darius zu einem mächtigen Krieger heran, doch schon droht neue Gefahr: Berichte von blutigen Drachenangriffen versetzen das Land in Panik. Im Glauben, dass es sich bei Kendrick um einen prophezeiten Drachenkrieger handelt, macht sich Darius mit seinem Bruder auf zur Burg von Ocard, um ihn dort ausbilden zu lassen. Ihnen steht eine lange, beschwerliche Reise bevor, bei der sie nicht nur neue Freunde, sondern auch neuen Feinden begegnen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

The Fire Dragon Chronicles hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 24%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Markus Müller
The Fire Dragon Chronicles hat eine Wertung von 24%
The Fire Dragon Chronicles ist ein gähnend langweiliger Drachenfilm, bei dem an allem gespart wurde, vor allem an Drachen! Stattdessen muss sich der Zuschauer mit klischeehaften, schwach gezeichneten Charakteren, belanglosen, uninspirierten Dialogen und verwackelten Kampfszenen rumärgern. Eigentlich kann man diesem vorhersehbaren Filmchen, bei dem wirklich alles schon tausend Mal vorher da gewesen ist, nicht viel abgewinnen. Lediglich die bogenschießende Elfe ist sexy. Für Nebenbei ist dieser Film sicherlich noch ganz in Ordnung, zum aktiven und bewussten Schauen allerdings reine Zeitverschwendung!

Bild aus The Fire Dragon Chronicles Einige Drachenliebhaber soll es tatsächlich immer noch irgendwo geben und der Ein oder Andere kann sich sicherlich immer wieder aufs Neue von den riesigen feuerspuckenden Echsen faszinieren lassen. In eher größeren Abständen kommen aufwendigere, mehr oder weniger überzeugende Produktionen wie Dragonheart, Die Herrschaft des Feuers, Dungeons & Dragons, Dragon Wars oder Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter in die Kinos. Regelmäßiger erscheinen auch kleinere Produktionen auf DVD, die ihren Weg in die Regale der Movienerds und Rollenspiel-Therapiegruppen-Mitglieder finden sollen. Ein weiterer Film im Meer dieser meist entbehrlichen Produktionen ist The Fire Dragon Chronicles und auch auf diesen hätte man getrost verzichten können.

Schon wenige Minuten nach Beginn entpuppt sich der Erstling von Regisseur und Drehbuchautor Steve Shimek als steriles Abenteuer-Drachenfilmchen ohne Abenteuer und ohne Drachen. In der Anfangsszene wird man kurz mit einem in Dunkelheit gehüllten Drachenkopf konfrontiert und tatsächlich bleibt das lange Zeit das Einzige drachenähnliche, was man zu sehen bekommt. Stattdessen verfolgt man die Protagonisten Darius und Kendrick, wie sie durch den Wald laufen, über Drachen und Orks (was haben die hier eigentlich zu suchen) sprechen und schließlich in eine Kampfszene verwickelt werden, die man schlechter nicht hätte umsetzen können. Sobald es nämlich ausnahmsweise zwischen den unnützen und aufgesetzten Dialogen mal zur Sache geht und es wirklich mal so etwas wie Action gibt, wird das Geschehen mit einer unerträglich verwackelten Kamera gefilmt. Außer Kopfschmerzen hat man davon recht wenig. Als Stilmittel versagt dieser Unsinn aber völlig.

Wenn die Action also schon nicht passt, könnte man nun hoffen, dass man wenigstens Sympathien für die Figuren entwickelt, doch leider sind einem die klischeehaften und langweiligen Charaktere reichlich egal. Die unbekannten Schauspieler geben sich zwar Mühe, doch die amateurhaft gezeichneten und zu gewollt etablierten Figuren geben keinen Raum für irgendwelche hervorstechenden Darstellerleistungen. Jedes einigermaßen ausführliche Buch über das Drehbuchschreiben hätte Steve Shimek erklären können, wie man es besser macht. Vielleicht fasst sich jemand ein Herz und schickt ihm eins zu.

Die einzige Figur, die einem in Erinnerung bleibt, ist Elfe Raya, gespielt von der im wahrsten Sinne des Wortes bezaubernden Kelly Stables (The Ring 2). Allerdings zeigen sich in Raya auch die mitunter größten Probleme des Films: Die unsinnige Maske und die unglaubwürdigen Kostüme. Alle Figuren laufen sauber gestylt und gutaussehend in ihren schicken, frisch gewaschenen Klamotten durch die steril wirkende Landschaft. Raya schießt dabei den Vogel ab: Mit geglätteten Haaren und gezupften Augenbrauen läuft sie wie für eine große Gala gestylt durch die mittelalterliche Landschaft. Man fragt sich, welche Fehlfunktion in Shimeks Hirn dafür verantwortlich ist, dass er nicht selbst merkt, wie unsinnig das ist. Dass der Film zum Fantasy-Genre gehört und somit eigentlich nahezu alle Freiheiten lässt, entschuldigt dies keinesfalls. Sei es drum, Raya ist verdammt sexy mit ihrem Bogen und ihren niedlichen Elfenohren und tatsächlich das einzige Highlight des Films. Würde sich dieser nur darum drehen, wie sie 90 Minuten mit ihrem Bogen auf eine Zielscheibe schießt und im Idealfall nach jedem Treffer ein Kleidungsstück ablegt, hätte man einen deutlich besseren Film. Doch stattdessen muss man sich anschauen, wie sie in einer schnulzigen Liebesszene mit Kendrick rummacht und man sich dabei ertappt, wie man tatsächlich erleichtert ist, dass zwischen den Beiden noch was geht. Schließlich hat man es von Anfang an geahnt. Daily Soap in einem Drachenfilm, der eigentlich eher ein männliches Publikum ansprechen sollte? Warum?

Letzten Endes ist all der Unsinn, den man sich hier ansehen muss, fast noch verzeihbar, was aber den Drachen abschießt ist, dass man in diesem Drachenfilm über 80 Minuten nicht wirklich einen zu sehen bekommt. Erst im Endkampf taucht ein komplett sichtbarer Drache auf und dieser ist so unfassbar schlecht animiert, dass er schon vor zwanzig Jahren niemanden überzeugt hätte. Wenn man nicht genug Budget für ein gewisses Genre hat, muss man entweder eine verdammt gute Idee haben oder sich ein anderes suchen, alles andere ist unentschuldbar. Einen Drachenfilm ohne Drachen und mit blutarmen Kampfszenen zu drehen ist definitiv eine Todsünde und degradiert diese Produktion in die endlose Liste vergessenswerten Filmmülls.



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