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Hinter der Sonne(Behind the Sun, 2001)
| Dt.Start: |
14. April 2002
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Premiere: |
06. September 2001 (Venice Film Festival, Italien) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
nicht bekannt
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Land: |
Brasilien, Frankreich, Schweiz |
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Darsteller:
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José Dumont (Vater), Rodrigo Santoro (Tonho), Rita Assemany (Mutter), Ravi Ramos Lacerda (Pacu), Luis Carlos Vasconcelos (Salustiano), Flavia Marco Antonio (Clara), Everaldo Pontes (Blinder Mann), Caio Junqueira (Inácio), Mariana Loureiro (Wittwe), Servilio De Holanda (Isaias), Wagner Moura (Matheus), Othon Bastos (Herr Lourenco), Gero Camilo (Reginaldo) |
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Regie:
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Walter Salles |
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Drehbuch:
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Karim Ainouz, Sérgio Machado |
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 Inhalt
Tonho muß als nächster Verwandter den Tod seines älteren Bruders rächen. Den Gesetzen der brasilianischen Blutrache zufolge bleibt ihm keine andere Möglichkeit, ohne dem Ruf seiner Familie zu schaden. Nach ausgeführter Pflicht erlebt er gemeinsam mit seinem kleinen Bruder Pacu die letzten Tage, die er noch zu leben hat. Denn nun ist die andere Familie am Zug und er das nächste Opfer. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Bettina Friemel
Hinter der Sonne ist ein sehr poetischer Film, der mit schönen Bildern und einer bewegenden Story jedoch nicht den o8/15 Geschmack des Publikums treffen wird. Also, wer sich nur für Blockbuster interessiert braucht gar nicht weiterlesen. Aber ich glaube ganz fest daran, dass es genügend Menschen gibt, die sich auch für andere Kulturen, wenn nicht sogar Welten interessieren. Und für diese Zielgruppe ist der Film ein Must See.
Der Inhalt ist in wenigen Worten erzählt: der junge Tonho soll den Tod seines älteren Bruders rächen. Nachdem er diese Vergeltungstat ausgeführt hat, ist er laut den Regeln der brasilianischen Familienfehde das nächste Opfer. Tonhos Tage in diesem Leben sind gezählt. Mit fantastischen Bildern baut Regisseur Walter Salles, Cineasten vielleicht bekannt von Central Station, eine melancholische und sich zuspitzende Atmosphäre auf. Die Figuren, zum größten Teil mit Laien besetzt, bewegen sich ständig auf der Grenzlinie zwischen Leben und Tod, Schuld und Sühne, Ehre und Schande, Pflicht und Selbstverwirklichung. Durch die Geschichte führt ein involvierter Erzähler, Tonhos jüngerer Bruder. Pacu ist zwar noch ein Kind, doch zugleich der Einzige, der die Unsinnigkeit der Fehde erkennt und seinen Bruder zum Bruch der grausamen Tradition drängt. Doch wenn die Ehre der Familie auf dem Spiel steht, versagt oft jedes Vernunftdenken. So erleben wir Tonhos letzte Tage, seine Selbstzweifel, sein Glück, das Gefühl der Liebe noch erleben zu dürfen, seine Differenzen mit den Vorstellungen seines Vaters und seine Angst vor dem Ende. Die Spannung hält sich bis zum letzten Moment, man hofft auf ein gutes Ende und auf den Bruch der Fehde. Denn es ist nur sehr schwer nachvollziehbar, worin der Sinn des gegenseitigen Tötens liegen soll. Auf der anderen Seite ist es genau das, was Hinter der Sonne so anziehend macht. Ein Thema, zu dem man als Außenstehender so gar keinen Bezug hat. Und doch gibt es tatsächlich noch genügend Familien, die sich gegenseitig bekriegen und den Weg aus diesem Teufelskreis nicht finden können.
Gedreht wurde diese faszinierende, melancholische Geschichte in Brasilien. Die Höfe der beiden verfeindeten Familien sind einfach und wirken absolut zeitlos. Dadurch wird das Publikum in eine komplett andere Welt versetzt, in der andere Gesetze herrschen und Zeit eine andere Bedeutung hat. Wer sich nicht davor scheut sich mit dieser anderen Welt auseinanderzusetzen, sollte sich unbedingt auf den Weg ins Kino machen. Denn obwohl Hinter der Sonne kein Gute-Laune-Film ist, berührt er doch auf ganz eigene Weise.  Weitere interessante Filme
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