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Rapunzel - Neu verföhnt

(Tangled, 2010)

Durchschnittliche Redaktionswertung

79%



Inhalt

Flynn Rider, ein charmanter Dieb, versteckt sich nach einem Beutezug in einem Turm, in dem er überraschend auf die blonde Rapunzel trifft. Diese wurde als Kind dort eingeschlossen und wartet seitdem auf eine Möglichkeit, zu fliehen. Mit Rider glaubt sie diese Chance zu haben. Eine wilde Reise beginnt, auf der das ungleiche Paar eine Menge schräger Gestalten trifft.

Kritik

von Daniela Panzitta

Wertung Kritik

79%

"Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter!" Diesen Satz aus dem Märchen der Gebrüder Grimm kennt jedes Kind. Die Geschichte von dem Mädchen mit den enorm langen Haaren, das in einem hohen Turm eingeschlossen ist, auf den man nur gelangen kann, wenn man an ihren Haaren hochklettert, hat jeder schon mal irgendwie gehört. Das waren dann aber auch schon die Gemeinsamkeiten zwischen dem alten Märchen und der Neuinszenierung von Rapunzel aus dem Hause Disney. Wie schon im letzten Jahr mit Küss den Frosch nahmen sich die Macher lediglich den Kern der Erzählung zum Vorbild und spinnen ihre eigene, phantastische Geschichte darum. Das bringt im Falle der langhaarigen Dame sehr viel Spaß und Humor und weiß über die gesamte Laufzeit zu unterhalten.

Bild aus Rapunzel - Neu verföhnt Im letzten Jahr wagte Disney den Schritt zurück und brachte mit Küss den Frosch einen klassisch gezeichneten Zeichentrickfilm ins Kino. In diesem Jahr kehrt die Traumfabrik mit Rapunzel wieder zurück in die Neuzeit und lässt die Neugestaltung des altbekannten Märchens in feinster Animation und 3D-Technik erstrahlen. Eines jedoch haben beide Filme gemeinsam, nämlich die Tatsache, dass sie von einem Märchen abgeleitet, aber komplett neu erfunden sind. Was bei Küss den Frosch 2009 noch nicht so richtig zünden wollte, gelingt in diesem Jahr mit Rapunzel schon deutlich besser und macht sehr viel mehr Spaß.

Die Geschichte, die sich Dean Wellins hat einfallen lassen, bietet eigentlich alles, was man sich von einem Disney Film erwartet. Spaß, Magie und natürlich die nötige Portion Romantik. Dabei kommen auch größere Kinder voll auf ihre Kosten und können sich angenehm berieseln lassen.

Ein Königspaar erwartet endlich ihren langersehnten Nachwuchs, doch die Mutter wird während der Schwangerschaft schwer krank. Da kein irdisches Heilmittel zu helfen scheint, machen sich die Diener des Palastes auf die Suche nach einer magischen Blume, die aus einem Sonnenfunken entstanden ist. Schon lange vor den königlichen Wachen hat die alte Gothel diese Blume für sich entdeckt und ihr Geheimnis gelüftet. Durch ein Lied, das sie singt, gibt ihr die Blume ein Stück Jugend zurück, so dass die Frau niemals altern muss. Dieses Ritual muss regelmäßig wiederholt werden. Als nun aber die Blume für die Königin geholt wird, versucht die Alte alles, um dennoch an die magischen Kräfte zu gelangen. Wie sich herausstellt, hat sich die Kraft in den Haaren des Kindes namens Rapunzel niedergeschlagen, so dass nun diese beim Erklingen des Liedes zu leuchten beginnen und ihre magische Kraft entfalten. Dies funktioniert allerdings nur solange, wie die Haare am Kopfe der Prinzessin bleiben. Schneidet man sie ab, so werden die ehemals blonden Haare umgehend braun und verlieren all ihre Besonderheit. Also entführt die alte Dame kurzerhand das Wunderkind und zieht es als ihr eigenes auf. Dabei hält sie das Mädchen in einem hohen Turm gefangen, den Rapunzel niemals verlassen darf.

Inzwischen ist aus dem kleinen, gutgläubigen Mädchen, eine fast 18-jährige Frau geworden, die von Sehnsüchten nach der Außenwelt geplagt wird. Vor allem ein Ereignis, das sich immer in der Nacht ihres Geburtstages zuträgt, lässt ihr keine Ruhe. Allerdings sind die Gruselgeschichten und Ermahnungen der "Mutter" ausreichend, um sie davon zu überzeugen, dass es im Turm viel sicherer ist. Doch eines Tages, als Rapunzel ganz allein daheim ist, schneit plötzlich ein Dieb in ihre Festung, um sich dort zu verstecken. Nach ersten Irritationen schließt das kluge Mädchen einen Deal mit Flynn Rider. Sie hat sein Diebesgut, eine wertvolle Krone aus dem Palast, versteckt und möchte sie ihm erst wiedergeben, wenn er sie sicher in die Stadt und wieder zurück gebracht hat. Flynn geht widerwillig darauf ein und so machen sich die beiden und das Chamäleon Pascal auf den Weg. Unterwegs gesellt sich noch das Pferd Maximus zu ihnen, das auf der Jagd nach Flynn ist.

Auch wenn die gesamte Handlung natürlich nicht sehr komplex und äußerst vorhersehbar ist, immerhin handelt es sich um einen Kinderfilm, weiß sie vor allem durch ihre Situationskomik zu gefallen. Zum Einen die Interaktionen zwischen Rapunzel und Flynn und zum Anderen die beiden Sidekicks, Pascal und Maximus, bieten ausreichend Stoff zum Lachen. Gerade Pascal, das kleine Chamäleon, das mit minimalen Gesten agiert, ist eine wahre Freude. Doch auch Maximus, das Pferd, dessen Verhalten eher einem Hund gleicht, kann durch seine Art und auch seine Neckereien mit Flynn für Erheiterung sorgen. Die beiden tierischen Charaktere haben dabei keine Stimme, sondern drücken sich ausschließlich über ihre Körpersprache aus, was für unterschwelligen Witz sorgt und toll umgesetzt wurde.

Natürlich dürfen in einem Disney Film auch die Romantik und die ergreifenden Momente nicht zu kurz kommen. Was zwischen den beiden Protagonisten im Laufe des Films passieren wird, ist wohl zumindest jedem erwachsenen Zuschauer bereits vor Betreten des Kinosaals klar. Doch die wirklich starken Momente der Geschichte entstehen eher durch optische Elemente und in der Geschichte der verlorenen Tochter. Normalerweise werden diese Augenblicke durch den brillanten Einsatz von Musik erzeugt und dadurch auf ein Maximum getrieben, wie man sich beispielsweise aus Der König der Löwen oder Arielle, die Meerjungfrau in Erinnerung rufen kann. Leider erscheinen die Gesangsparts bei Rapunzel eher wie ein "Must-have" als ein gut platziertes Stilmittel. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, dass man diese Szenen einfügen musste, weil sie einfach dazu gehören, sie aber eigentlich überhaupt nicht gewollt hat. Natürlich sind die Musikstücke schön anzuhören, doch sie fügen sich bei weitem nicht so nahtlos und selbstverständlich in den Plot ein, wie das bei früheren Werken der Fall gewesen ist.

Trotz dieser kleinen Schwächen, die vielleicht auch durch die Modernisierung unvermeidlich sind, ist Rapunzel uneingeschränkt für alle zu empfehlen, die sich gerne für einen Abend in eine Traumwelt entführen lassen und ihre kindliche Seite noch nicht ganz verloren haben. Das junge Publikum wird den Film ebenfalls genießen und sich im Nachhinein wahrscheinlich ein Chamäleon als Haustier wünschen.

Kurzkritik

von Markus Ostertag

Wertung Kurzkritik

68%

Wenn auch nicht ganz so überzeugend wie sonst schafft es Disney dennoch den Klassiker Rapunzel in modernster Computertechnik auf die Leinwand zu zaubern und damit zu unterhalten. Vor allem das jüngere Publikum wird sich an der etwas angepassten Geschichte, ebenso wie an dem gut getimten Humor, sehr erfreuen können. Aber auch die Familienoberhäupter können getrost ein Kinoticket lösen, um sich kurzweilig unterhalten zu lassen!

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

91%

Wer bei Rapunzel einen reinen Kinderfilm erwartet liegt falsch, denn das neueste Disneymeisterwerk ist aberwitziges Kino für Groß und Klein. Man könnte fast sagen, dass Disney wieder zu alter Qualität gefunden hat, die in den 90ern so wundervolle Meisterwerke wie Aladdin und Die Schöne und das Biest geschaffen haben. Der Zuschauer bekommt eine Geschichte geboten, die in atemberaubenden Bildern eingefangen wurde. Hinzu kommen liebevolle Charaktere, von Haus- und Hofkomponisten Alan Menken komponierte Songs und mit dem Pferd Maximus die wohl lustigste Figur des gesamten Kinojahres 2010. Die absolute Begeisterung wird sich aber wohl nur in der englischen Originalfassung entfalten, wurden doch alle Songs dieses Musicals in der deutschen Fassung leider übersetzt. Sicherlich einer der lustigsten Filme 2010, der ohne Mühe mit den großen Meisterwerken aus Disneys Vergangenheit mithalten kann.



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