Bereits seit sechs Jahren treibt der Serienkiller Jigsaw sein Unwesen und qält seine Opfer durch perfide Spielchen mit fragwürdigem Moralaspekt. Nachdem der sechste Teil an den Kinokassen weniger erfolgreich ausfiel als erwartet, soll die Reihe nun endgültig ihr Ende finden.Der mittlerweile siebte Teil bringt kaum mehr Neues, sondern arbeitet viel altes neu auf und kann dabei auch durch die neue 3D-Technik wenig punkten.
Der Serienkiller Jigsaw hat lange Zeit sein Unwesen getrieben und Menschen in seinen perfiden Spielen zu bekehren versucht. Nur wenige konnten den tödlichen Fallen und unmenschlichen Aufgaben lebend entkommen. Doch einige wenige haben es tatsächlich geschafft. Sie schließen sich zusammen und suchen Rat bei dem Selbsthilfe-Guru Bobby Dagen, der angeblich ebenfalls ein ehemaliges Opfer des Puzzle-Mörders ist. Kurz nach dem Treffen wird Dagen entführt und die Folterspielchen beginnen von vorne.
Alles hat irgendwann ein Ende und das ist auch gut so. Zum nun mehr siebten Mal werden die perversen Spielchen des inzwischen verstorbenen Serienkillers Jigsaw und seiner Opfer von allen Seiten beleuchtet und neu aufgerollt. Für Fans der Reihe mag dabei noch das ein oder andere Puzzleteilchen die Lösung eines langen Rätsels bieten.
Bereits seit 2005 treibt Jigsaw sein Unwesen, die Regisseure wechselten von Film zu Film. Erstaunlich ist, dass ausgerechnet beim angeblich finalen Teil erneut Kevin Greutert, wie bereits bei Saw 6, die Regie übernimmt. Bei den Teilen I - V war er jeweils für den Schnitt verantwortlich. Dass es ausgerechnet Teil VI war, der am schlechtesten an den Kinokassen abschnitt und dem Vorhaben, die Filmreihe bis ins Unendliche auszudehnen, einen Dämpfer versetzte, scheint kein gutes Omen für Teil VII. Zumindest optisch rüstet man auf und so erscheint das Werk, wie es sich für ein ordentliches Finale heutzutage gehört, natürlich in 3D auf der Leinwand.
Daraus hätte man eine Menge machen können, doch überraschenderweise kann die 3D-Optik wenig Herausragendes bieten. Spritzendes Blut oder der ein oder andere Hautfetzen, der dem Zuschauer entgegenfliegt, machen noch lange keinen guten Film aus. Konnten beim letzten Mal die perfiden Mordfälle und Spielchen, denen sich die Opfer stellen mussten, nur bedingt überzeugen, so gibt es diesmal die ein oder andere Überraschung. Vor allem die Eingangssequenz im Schaufenster eines Kaufhauses kann sich sehen lassen. Von Gaffern umgeben, die sich scheinbar keinen Deut um die Tragik des Ganzen scheren, kämpfen drei junge Leute gegen Moral und Gewissen an. Gekonnt wird eine Verbindung zwischen Jigsaw und seinen alten wie neuen Opfern geschlagen, alte Figuren tauchen noch einmal auf, offene Fragen um Charaktere und Verbindungen werden anhand von Rückblenden und aktuellem Geschehen nach und nach aufgelöst. Der Wettlauf gegen die Zeit kratzt dabei immer wieder an der Moral der jeweiligen Opfer.
Insgesamt merkt man aber deutlich, dass der Reiz des perversen, groben und übersteigerten Folterszenarios komplett aufgebraucht ist, durch die 3D-Variante wenig neuen Anreiz findet und es keiner weiteren Fortsetzung bedarf.