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Einfach zu haben

(Easy A, 2010)

Dt.Start: 11. November 2010 Premiere: 17. September 2010 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Komödie
Länge: 92 min Land: USA
Darsteller: Emma Stone (Olive Penderghast), Amanda Bynes (Marianne), Cam Gigandet (Micah), Stanley Tucci (Dill Penderghast), Patricia Clarkson (Rosemary Penderghast), Penn Badgley (Woodchuck Todd), Malcolm McDowell (Direktor Gibbons), Lisa Kudrow (Mrs. Griffith), Thomas Haden Church (Mr. Griffith), Alyson Michalka (Rhiannon), Dan Byrd (Brandon), Juliette Goglia (Olive, 8. Klasse), Johanna Braddy (Melanie), Chyna (Racheal), Stacey Travis (Mariannes Mutter), Jake Sandvig (Anson)
Regie: Will Gluck
Drehbuch: Bert V. Royal


Inhalt

Olive Penderghast besucht die High School, wo sie aber nur einen mäßigen Ruf genießt. Das soll sich ändern. Durch das gezielte Streuen von falschen Gerüchten will die Schülerin ihrer negativen Reputation entgegenwirken. Olive steigt damit auf dem Schulhof finanziell und sozial auf. Bis die Situation außer Kontrolle gerät und die Schülerin von ihren falschen Behauptungen eingeholt wird.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Einfach zu haben hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 83%
Kurzkritik
von Thomas Brendel
Wertung von 85 für Einfach zu haben

Dass der kürzlich verstorbene John Huges, seines Zeichen unangefochtener König des vor allem in den 1980er Jahren sehr erfolgreichen Subgenres, bei dieser frechen Teen-Comedy Pate stand, wäre auch ohne die vielen gelungenen Hommagen und Anspielungen innerhalb des Films überdeutlich, legt doch auch Einfach zu haben wie seine großen Vorbilder das Hauptaugenmerk vor allem auf seine liebevoll gezeichneten Figuren. Die überzeugende Darstellerriege, angeführt von der bezaubernden Emma Stone, scheint bei den Dreharbeiten zu dieser erfrischenden, mit den gängigen Genre-Klischees herrlich leichtfüßig jonglierenden Komödie, sichtlich Spaß gehabt zu haben. Regisseur Will Gluck setzt hier aber nicht nur auf den Nostalgie-Bonus, sondern passt seine Inszenierung an die Sehgewohnheiten des heutigen Publikums an, verzichtet dabei jedoch dankenswerterweise auf jegliche Form von Fäkalhumor. Tolle Dialoge. Poppiger Soundtrack. Wer das Genre schon längst totgesagt hatte, sollte dieser Tage ins Kino gehen. Eine gute Teenie-Komödie ist derzeit Einfach zu haben.

Kritik

von Daniela Panzitta
Einfach zu haben hat eine Wertung von 81%
Emma Stone ist wohl ohne Übertreibung als neue Teenie-Komödien-Queen zu bezeichnen. Nachdem sie in The Rocker als Rockbraut überzeugte und sich in Zombieland als harte Zombiekillerin erwies, muss sie sich nun einer noch viel schlimmeren Bedrohung stellen: der Gerüchteküche an einer amerikanischen High School. Sie schlägt sich dabei gewohnt sympathisch und dank einiger guter Einfälle und vieler netter Seitenhiebe und Anspielungen wird aus Einfach zu haben eine unterhaltsame Teenie-Komödie.

Bild aus Einfach zu haben Mit American Pie Ende der 90er wurde eine Teenie-Komödie über das Thema "der erste Sex" geschaffen, die noch heute einige Bedeutung hat. Es ging, für amerikanische Verhältnisse, heiß her und man nahm kein Blatt vor den Mund. Einem ähnlichen Thema widmet sich nun auch Einfach zu haben, wobei die Herangehensweise eine völlig andere ist. Während es in American Pie tatsächlich darum ging, endlich das erste Mal zu erleben, spielt sich bei Emma Stone alles nur im Kopf ab.

Als High School Girl hat man es nicht leicht. Entweder man ist total beliebt und wird von anderen umschwärmt oder man kriecht derartigen Leuten in den Hintern und übernimmt dadurch ein wenig des Ruhms oder aber man wird einfach nicht beachtet und nur herum geschubst. Zu letzterer Spezies gehört Olive. Besser gesagt: gehörte. Eine winzig kleine Lüge über die Vorgänge am letzten Wochenende bringt der ansonsten ruhigen und unauffälligen Schülerin plötzlich den Ruf der "Schlampe" ein. Nur weil sie nicht mit ihrer Freundin Rhiannon und deren seltsamen Familie campen gehen wollte, erfindet Olive kurzerhand ein Date mit einem älteren Typen. Auf Drängen ihrer Freundin gibt sie schließlich zu, mit diesem im Bett gewesen zu sein. Dummerweise geschieht das auf der Damentoilette und wie sollte es anders sein, die beiden Mädchen waren nicht allein. Ausgerechnet Marianne, die erzreligiöse Führerin einer kleinen Clique, die Sex vor der Ehe verteufelt, hat das Gespräch belauscht. Doch damit nicht genug. Durch einen kleinen Freundschaftsdienst einem homosexuellen Mitschüler gegenüber, verstrickt sich Olive in immer mehr Lügen und wird schnell von der bewunderten Sexgöttin zur verhassten und ausgegrenzten Hure.

Die Geschichte wird dabei rückblickend von Olive selbst erzählt, via Webcam, und immer wieder von Einwürfen und selbst geschriebenen Plakaten ihrerseits unterbrochen. Das lockert die Erzählweise angenehm auf und kann obendrein für den einen oder anderen Lacher sorgen. Auch die Szenen, in denen Olive zu Hause bei ihrer Familie ist, sorgen für nicht wenige witzige Momente und Anspielungen. Hierbei können sich vor allem die Eltern, die von Patricia Clarkson und Stanley Tucci ziemlich locker und cool dargestellt werden, einige Lacher reservieren. Auch die weiteren erwachsenen Nebendarsteller, wie Mrs. und Mr. Griffith, verkörpert von Lisa Kudrow und Thomas Haiden Church, zeigen Präsenz und wirken in ihren Rollen absolut sympathisch und hatten sichtlich Spaß.

Auch wenn die Grundidee, die hinter Einfach zu haben steckt, sicherlich einiges an frischem Potential mit sich bringt, kann sich die Geschichte einiger Klischees und Vorlagen nicht erwehren. Das macht das Ganze zwar wieder einmal ziemlich vorhersehbar und eintönig, trübt den Spaß insgesamt aber glücklicherweise nicht allzu sehr. Für einen heiteren Kinoabend mit Freunden ist dieser Film sicherlich das Richtige und sollte auch nicht nur Besuchern im Teenie-Alter viel Spaß bereiten.



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Dt. Start: 16. Sep 2004
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