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Pi

(Pi, 1998)

Dt.Start: 08. April 1999 Premiere: 10. Juli 1998 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Sci-Fi, Thriller
Länge: 84 min Land: USA
Darsteller: Sean Gullette (Maximillian Cohen), Mark Margolis (Sol Robeson), Ben Shenkman (Lenny Meyer), Pamela Hart (Marcy Dawson), Stephen Pearlman (Rabbi Cohen), Samia Shoaib (Devi), Ajay Naidu (Farrouhk), Kristyn Mae-Anne Lao (Jenna), Espher Lao Nieves (Jenna's Mutter), Joanne Gordon (Mrs. Ovadia), Lauren Fox (Jenny Robeson), Stanley Herman (Bartloser Mann), Clint Mansell (Fotograph/td>), Tom Tumminello (Ephraim), Ari Handel (Kabbalist)
Regie: Darren Aronofsky
Drehbuch: Darren Aronofsky, Sean Gullette


Inhalt

Mathematik-Genie Maximillian Cohen glaubt, kurz vor dem großen Durchbruch zu sein. Max ist der Ansicht, daß es in jedem geordneten Chaos der Welt ein numerisches System geben muss, das alles vorhersagen kann. Er hat das Gefühl, kurz davor zu sein, die Weltformel zu entdecken. Da Genie und Wahnsinn bekanntlich nicht weit voneinander entfernt liegen, beginnt Max paranoid zu werden, er schließt sich zu Hause ein, und sitzt tagtäglich vor seinem Supercomputer auf der Suche nach der Weltformel, dem Schlüssel für alles.
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Kritik

Pi hat eine Wertung von 80%

Maximillian Cohen: 11.15. Restate my assumptions. 1. Mathematics is the language of nature. 2. Everything around us can be respresented and understood through numbers. 3. If you graph these numbers, patterns emerge. Therefore: There are patterns everywhere in nature.. Darren Aranofsky, der mit Pi seinen ersten Spielfilm inszenierte, gelingt es mit überaus beklemmenden schwarz-weiss Bildern den geistigen Zustand des Mathegenies Maximillian Cohen einzufangen. Dazu erklingt der schnelle und teilweise sehr disharmonische Soundtrack von Clint Mansell, der allerdings hervorragend zur gesamten Stimmung des Filmes beiträgt. Pi mag kein Film für jedermann sein, da er sehr verwirrend, erdrückend und streckenweise außerordentlich zermürbend ist. Aber diejenigen, die etwas für das Independent Kino übrig haben, werden diesen Film lieben. Mit einem relativ geringen Budget ist es Aranofsky gelungen, einen vorzüglichen Science Fiction-Thriller zu produzieren. Ich würde diesen Film nicht mit dem sehr aktuellen A Beautiful Mind - Genie und Wahnsinn von Ron Howard in Vergleich stellen, sondern eher mit Eraserhead von David Lynch, da der Bildstil von Pi dem von Lynch's Eraserhead doch sehr ähnelt.

Mit der Zeit kommt Max der Lösung immer näher und je näher man einer Lösung kommt, die vor einem selber noch keiner gemacht hat, desto verrückter wird man. Max schließt sich zu Hause ein, selbst gegenüber einer überaus netten und hilfsbereiten Nachbarin ist er mißtrauisch. Der einzige Mann, dem Max vertraut, ist sein alter Lehrer Sol, zusammen mit ihm diskutiert er über Mathematik und spielt Go, ein weitaus komplexeres Spiel als Schach. Sobald er das Haus verläßt wollen ihn Leute von der Wall Street engagieren, sie wollen mit Hilfe seiner Zahl die Börsenmärkte kontrollieren. Außerdem gibt es noch eine mysteriöse jüdische Religionsgemeinde, die glaubt durch Max Hilfe den wahren Namen Gottes zu finden, der angeblich zweihundertundsechzehn Ziffern lang ist, genau die Länge der Zahl die sich in Maxs Kopf befindet. Max droht immer mehr, dem geistigen Wahn zu verfallen, er kann selbst nicht mehr unterscheiden was wahr ist und was sich in seinem Kopf abspielt. Ist er genial oder einfach nur verrückt? Ich würde sagen beides, und manchmal leider auch beides zur gleichen Zeit.

Der Film ist hochinteressant, alleine von der theoretischen Idee, eine Weltformel aus der Zahl der Zahlen zu ersehen, und die Möglichkeiten, die sich daraus ableiten könnten. Allerdings ist er streckenweise auch sehr blutig, verstörend und beängstigend. Denn irgendwann leidet der Zuschauer mit Max, der scheinbar dem Wahnsinn komplett verfallen ist und sich und anderen Mitmenschen Schaden zufügt. Es ist ein schmaler Grat zwischen Genie und Wahnsinn und Max befindet sich genau dazwischen. Pi ist kein fehlerfreier Film, es ist mehr eine Studie über Mathematik und seine theoretischen Möglichkeiten, ein Independent Film über den Traum eines Genies. Ob dieser Traum erfüllt wird oder nicht, es wird gezeigt was Max für seinen Traum alles auf sich nimmt.

von Matthias Becker


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Dt. Start: 03. Jan 2002
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