Basierend auf der DC Graphic Novel Reihe von Warren Ellis und Cully Hammer, entwarfen Jon und Erich Hoeber ein humorvolles Drehbuch um ehemalige CIA-Agenten im Ruhestand. Die unterhaltsame Action-Komödie profitiert vor allem von dem harmonischen Zusammenspiel aller, vorwiegend in die Jahre gekommener, Darsteller.
R.E.D. knüpft nahtlos an die Actionfilme der letzten Zeit an, ohne dabei zu langweilen und dem üblichen Schema F zu folgen. Es geht um die ehemaligen Kollegen Frank, Joe, Marvin und Victoria, die einst ein Team im Dienste der CIA bildeten. Als Pensionisten langweilen sich die Exagenten inzwischen jeder auf seine Weise. Während Joe das Altersheim auf Trab hält, vertreibt sich Victoria ihre Zeit mit der Jagd. Frank dagegen findet in seiner Sachbearbeiterin Sarah eine Freundin. Als sein Haus überraschend von einem Killerkommando in Schutt und Asche zerlegt wird, werden alte Instinkte geweckt. Doch dann ist auch Sarahs Leben plötzlich in Gefahr. Nachdem er sie aus der Schusslinie gebracht hat, versuchen sie beide, den Grund für die Vorfälle zu finden und finden heraus, dass auch Franks ehemalige Kollegen potentielle Opfer von Anschlägen sind.
Wiedervereint kommen sie alle bei Victoria unter. Es zeigt sich, dass der Grund für die Attacken in einem vor Jahren verübten Kriegsverbrechen steckt, bei dem die Vier Zeuge waren. Ihr Plan, in das CIA Hauptquartier einzubrechen und die Verschwörung auf höchster politischer Ebene aufzudecken, ist nur der Anfang.
Aus der harten Graphic Novel von Warren Ellis wird unter der Regie von Robert Schwentke (Flightplan - Ohne jede Spur) eine absurde, überzeichnete Actionkomödie, die sich nie ernst nimmt. Nicht jeder Gag ist auch ein guter in der recht dünnen und im Endeffekt nebensächlichen Geschichte. Der Film erinnert z.B. an The Expendables, weil er mit älteren, bekannten Darstellern arbeitet und zahlreiche überdrehte Actionsequenzen enthält. Einige davon erinnern an Das A-Team - Der Film, manche Situationskomik an Knight and Day, doch kommt trotz aller Überzogenheit nie der Spaß zu kurz.
Das liegt vor allem an den Schauspielern , die ihre Charaktere stets mit einem leichten Augenzwinkern und ironischer Distanz spielen und ihren Figuren dadurch Glaubwürdigkeit und Sympathie verleihen. Insbesondere Helen Mirren mit Maschinengewehr und John Malkovich als paranoider Killer sind einen Besuch des Films wert.
Insgesamt bietet R.E.D. einen stark besetzten Genrefilm mit hohem Unterhaltungsfaktor und einer Menge Spaß, bei dem die Handlung Nebensache wird.