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The Scorpion King

(The Scorpion King, 2002)

Dt.Start: 25. April 2002
DVD: 21. Oktober 2002
Premiere: 15. April 2002 (Festival van de Fantastische Film, Niederlande)
FSK: ab 12 Genre: Action, Abenteuer
Länge: 91 min Land: USA
Darsteller: Dwayne Johnson (Mathayus), Steven Brand (Memnon), Michael Clarke Duncan (Balthazar), Kelly Hu (Cassandra), Bernard Hill (Philos), Grant Heslov (Arpid), Peter Facinelli (Takmet), Ralph Moeller (Thorak), Branscombe Richmond (Jesup), Roger Rees (König Pheron), Sherri Howard (Königin Isis), Conrad Roberts (Anführer), Joseph Puskin (Stammesführer), Esteban Cueto (Dritter Akkadianer), Nils Allen Stewart (Folterer), Scott Schwartz (Folterer)
Regie: Chuck Russell
Drehbuch: Stephen Sommers, William Osborne, David Hayter


Inhalt

Um den tyrannischen Herrscher Memnon und dessen Wahrsagerin auszuschalten, werden die drei letzten Angehörigen eines Söldnerstammes ausgesandt. Doch ein Verräter unter den Auftraggebern bringt die Mission zu scheitern und kostet zwei der Männer das Leben. Mathayus, der einzige Überlebende, schwört Rache und setzt alles daran, Memnon zur Strecke zu bringen.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

The Scorpion King hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 47%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thomas Straßer
The Scorpion King hat eine Wertung von 47%

Nachdem der Wrestling-Star The Rock in Die Mumie kehrt zurück sein, im Vergleich zum Medienrummel, unerwartet kurzes Leinwanddebüt gefeiert hatte, entschloss man sich, die Geschichte seiner Figur in einem Spin-Off zu erzählen. Fast überflüssig zu erwähnen, dass Stephen Sommers, der Regisseur und Drehbuchautor der beiden Die Mumie Filme, auch bei The Scorpion King seine Finger im Spiel hatte. Zusammen mit Jonathan Hales entwickelte er die Geschichte und half dann dabei, sie in ein brauchbares Drehbuch zu verwandeln. Außerdem war er als Produzent tätig. Auf dem Regiestuhl lies er diesmal Chuck Russell Platznehmen, der bereits die beiden Filme The Mask und Eraser inszeniert hat.

Die Story von The Scorpion King ist erwartungsgemäß keine besonders Tiefsinnige und Unvorhersehbare, aber sie erfüllt ihren Zweck und bietet neben der obligatorischen Action auch ein paar humorvolle Elemente. Dummerweise zünden die Witze, im Gegensatz zum im Film erfundenen Sprengstoff, meist nicht, da sie fast ausnahmslos absehbar oder abgekupfert sind. Im Punkto Action und Handlung erinnert The Scorpion King sehr stark an Ridley Scotts Gladiator. Die Parallelen zu Russell Crowes Oscarrolle finden sich vor allem im Grobgerüst der Story und den zahlreichen Schwertkämpfen. Allerdings muss dazugesagt werden, dass die Action zu Gunsten eines PG-13 Ratings ziemlich zurechtgestutzt wurde und sich dadurch die meisten tödlichen Schläge in Andeutungen verlieren.

Im Gegensatz zu der effekthaschenden Die Mumie Reihe kommt The Scorpion King weitestgehend ohne Effekte aus. Wahrscheinlich war den Machern die blamable Animation des Scorpion King in Die Mumie kehrt zurück und die darauffolgende Medienschelte eine Lehre. Trotzdem scheint Stephen Sommers nach der Devise: "Eine beschissene Animation geht immer." zu arbeiten, denn die Feuerameisen waren alles andere als das Gelbe vom Ei. Etwas unentschlossen und fahrig präsentiert sich The Scorpion King bei der Filmmusik und beim Soundtrack. Zunächst klingen ein paar rockige Töne an und machten Lust auf ein mit cooler Musik untermaltes Wüstenabenteuer, doch im Laufe des Films bedient man sich immer mehr altbackener musikalischer Untermalung, die teilweise wirklich zum davonlaufen ist.

Dwayne Johnson alias The Rock schlug sich in seiner ersten Hauptrolle ganz ordentlich und leistete seinen Beitrag zu einem durchaus gelungenen Actionabenteuer. Allerdings sollte nicht unerwähnt bleiben, dass ihm nicht wirklich schauspielerische Höchstleistungen abverlangt wurden. An seiner Seite kämpfte Hollywood-Hüne Michael Clarke Duncan, den die meisten wahrscheinlich noch aus The Green Mile in Erinnerung haben. Aus deutscher Sicht sollte man vielleicht noch Kraftprotz Ralf Moeller erwähnen, der als Scherge von Oberbösewicht Memnon gegen den Scorpion King in die Schlacht zog und leider sein Leben lassen musste.

Im Großen und Ganzen war The Scorpion King nicht in der Lage, die in ihn gesetzten Erwartungen, welche übrigens nicht allzu hoch waren, zu erfüllen. Das liegt vor allem daran, dass der Streifen absolut nichts neues bietet und sich fast ausnahmslos bei bereits da gewesenen Filmen wie Die Mumie oder Gladiator bedient. Hinsichtlich des Story ist weiterhin enttäuschend, dass der Anschluss an den Anfang von Die Mumie kehrt zurück fehlt, den man sich doch irgendwie erwartet hatte. Es scheint fast so, als habe man sich das Sequel-Hintertürchen offen gelassen. Außerdem muss sich Dwayne Johnson eingestehen, dass er im Vergleich zu einen tollpatschigen und lustigen Brenden Fraser oder gegen einen willenstarken und harten Russell Crowe nur alt aussehen kann. Wer aber immer noch Lust auf kurzweilige Unterhaltung im Wüstensand und ein paar säbelrasselnde Muskelpakete hat, der wird sich bei The Scorpion King sicherlich amüsieren.



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