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Devil

(Devil, 2010)

Durchschnittliche Redaktionswertung

71%



Inhalt

Fahrstuhl fahren ist die normalste Sache der Welt. Sollte man meinen. Dass dem nicht immer so ist, müssen fünf Passagiere eines Fahrstuhls erfahren, als dieser plötzlich steckenbleibt. Denn obwohl von außen sofort alles getan wird, um die Gruppe aus der klaustrophobischen Enge des Fahrgastraumes zu befreien, müssen sie schnell realisieren, dass diese Enge offenbar ihr kleinstes Problem darstellt. Denn einer von Ihnen stellt sich alsbald als der wahrhaftige Teufel heraus.

Kritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kritik

66%

Innovativen Horror abzuliefern, ist sicherlich alles andere als leicht. Der Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Gelegenheitsschauspieler, dessen Name ebenso verworren und kompliziert anmutet, wie mancher Plot seiner Filme, versuchte sich mit wechselndem Erfolg schon des Öfteren daran und scheute sich nicht, unterschiedliche Genres auf kreative bis eigentümliche Weise miteinander zu verquicken. Diesmal als Produzent präsentiert er mit Devil einen überaus soliden Genrevertreter, der zwar kein ausgesprochenes Meisterwerk ist, aber durchaus zu unterhalten weiß.

Bild aus Devil Es ist zwar schon einige Zeit her, aber aus kommerzieller Sicht stellte das "Kinder-Psychodrama" The Sixth Sense, dessen Story elegant mit Mystery- und Horrorelementen kombiniert wurde, M. Night Shyamalans erfolgreichsten Film dar. Seine nächste erfolgreiche Produktion Signs - Zeichen verwob ebenfalls atmosphärisch dicht Mystery- und SciFi-Motive mit Elementen eines religionslastigen Familiendramas zu einer spannenden und pointierten Geschichte. Signs - Zeichen darf überdies auch als der Invasionsfilm angesehen werden, der nahezu ohne Aliens auskommt. Wo aber Licht, da auch (viel) Schatten, besagt schon ein altes Sprichwort. Shyamalan hatte mit seiner markanten Art, Filme zu gestalten, zwar schnell über die Grenzen der Mysteryfankreise hinaus einen Kultstatus erreicht und selbst die internationale Kritikerlandschaft lobte sein inszenatorisches Geschick; einher gingen damit aber hohe Erwartungen an jeden neuen Film, den er herausbrachte.

Mit The Village - Das Dorf und The Happening gelang es ihm zwar noch positive Einspielergebnisse zu generieren, doch wurden beide von der Kritik zerrissen. Und Das Mädchen aus dem Wasser war selbst finanziell ein Debakel. Mit seinem letzten Film Die Legende von Aang, der die Kritiker ebenfalls nicht gerade in Entzückung versetzte, gelang es ihm trotz hoher Produktionskosten von 150 Millionen Dollar zumindest international noch eine positive Bilanz vorzuweisen, doch sein Ruf als Meisterregisseur hatte längst Schaden genommen. Aktuell gönnt er sich als Regisseur eine kleine Auszeit und begnügt sich bei Devil mit der Autoren- und Produzentenrolle.

Dieser gerade mal knapp 80-minüte Streifen liefert gleich zu Beginn einen atmosphärisch düsteren Einstieg, in dem die Skyline Philadelphias einfach mal auf dem Kopf stehend gefilmt wird. Kurz danach folgt ein merkwürdiger Selbstmord - jemand stürzt sich aus einem hohen Bürogebäude zu Tode - und die Polizei in Person von Detective Bowen (Chris Messina) nimmt die Ermittlung auf. Nur Minuten später darf sich Detective Bowen bereits mit einer anderen Geschichte rumschlagen: Im selben Gebäude, aus dem sich der Selbstmörder hinab stürzte, steckt ein Fahrstuhl fest und offensichtlich neigt mindestens einer der darin Festsitzenden zur Gewalt.

Damit befindet man sich auch schon inmitten der Haupthandlung. Einem feststeckenden Fahrstuhl, in dem höchst eigenartige Dinge vorgehen. Nervöse Spannung liegt wegen der an sich schon klaustrophobischen Atmosphäre in der Luft. Als das Licht im Fahrstuhl erst zu Flackern beginnt und dann mehrfach ausgeht, entgleitet die Situation aber allmählich ins Übernatürliche. Zuerst erleidet eine junge Frau eine Bisswunde und als das Licht anschließend abermals erlischt, gibt es den ersten Toten - und das wird nicht der letzte sein. Wirklich neu ist die Grundsituation zwar nicht, dafür aber ist es zur Abwechslung mal ganz anregend, einen handwerklich grundsolide gemachten Horrorfilm serviert zu bekommen, bei dem sich das meiste im Kopf des Publikums abspielen darf. Von jeglicher Plattheit befreit das den Film allerdings nicht: Damit selbst dem Letzten klar wird, dass hier okkulte Kräfte am Werke sind, konnte auf einen neurotisch-religiösen Wachmann offensichtlich nicht verzichtet werden, dessen Aufgabe es immer wieder ist, ins Gedächtnis zu rufen, dass der Teufel sich dieses Aufzuges bemächtigt hat.

Dennoch - und obwohl nicht alles wirklich originell oder gar klischeefrei ist - kann Devil Punkte für sich verbuchen, da er seine bescheidenen Mittel sorgsam einsetzt. Die Kamerashots erzeugen immer wieder interessante Perspektiven und durch die wechselnde Innen- und Außenschau verbraucht sich das Gefühl der Ausweglosigkeit nicht allzu schnell, wie beispielsweise in Buried - Lebend begraben. Die Rahmenhandlung und die Versuche die Im-Fahrstuhl-Gefangenen zu befreien, wirken überdies spannend genug, keine Langeweile aufkommen zu lassen. Und auch die Situation innerhalb des Fahrstuhls bietet mehr als Warten-auf-die-nächste-dämonische-Einlage. Selbstverständlich erzeugen der Irrsinn und die Enge im Fahrstuhl so viel Panik, Angst und Misstrauen untereinander, dass es schnell zu handgreiflichen Auseinandersetzungen kommt - Teufel hin, Teufel her. Ein Motiv wie es beispielsweise auch in dem Neu-SciFi-Klassiker Event Horizon - Am Rande des Universums verarbeitet wurde.

Devil ist insgesamt betrachtet zwar nicht der Horrorfilm geworden, den man sich vielleicht wünschen würde. Er ist aber andererseits tatsächlich weitaus besser als befürchtet und wartet final sogar mit einem nicht völlig unpointierten Ende auf. In Verbindung mit knackig durchexerzierten 80 Minuten resultiert daraus mehr als ordentliche Genrekost, die erzählerisch keinesfalls strapaziös wirkt, aber auch nicht völlig kalt lässt. Das rechtfertigt schon fast einen Abstecher ins Kino.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

63%

Ein Film der Kategorie Best Worst Movie! Die Grundidee ist dabei durchaus interessant: Man hat einen steckengebliebenen Fahrstuhl und unter dessen Passagieren befindet sich ein Killer. Die Frage ist nur: wer? Das Szenario alleine hätte durchaus für einen spannenden Film genügt, doch dass man aus dem Killer unbedingt den Teufel machen musste sorgt oftmals eher für Gelächter als für Spannung. Gleiches gilt für den gläubigen Latino, der es als bewiesen ansieht, dass sich der Teufel unter ihnen befindet weil ein herunterfallendes Brot auf die Marmeladenseite fällt. Das ist unglaublich mies, aber gleichzeitig auch wieder genauso unterhaltsam. Es passt eigentlich gar nicht, aber irgendwie ertappt man sich beim Miträtseln der übertrieben verdächtig gestalteten Fahrstuhlpassagiere und vor allen Dingen beim Amüsieren über die herrlich unlogischen Vorgänge auf der Leinwand. Obwohl Devil objektiv sicherlich kein guter Film ist, hat das Kinopublikum sichtlich Spaß bei diesem charmanten kleinen B-Movie und für Fans solcher ist er durchaus empfehlenswert.

Kurzkritik

von Daniela Panzitta

Wertung Kurzkritik

85%

Für viele Menschen ist die Vorstellung, in einem Fahrstuhl festzustecken, bereits unerträglich. Für die fünf Protagonisten in Devil ist das allerdings noch das kleinste Problem, immerhin beginnt irgendwer oder -was die feststeckenden Passagiere reihum ins Jenseits zu befördern. Ähnlich wie in The Descent schafft Devil allein durch den begrenzten Raum des Fahrstuhls eine beklemmende Grundstimmung, die durch die Ansicht von außen durch die Videokamera im Fahrstuhl und die Bemühungen der Außenstehenden, die Gefangenen zu befreien, zum einen aufgelockert und zum anderen durch weitere Informationen verstärkt wird. Dabei schafft es die Inszenierung gekonnt, den Zuschauer im Ungewissen zu halten. Zwar ist recht schnell klar, dass etwas Übernatürliches, wie der Titel bereits sagt, im Spiel ist. Während man aber in vielen ähnlichen Filmen relativ schnell durchblickt, was hier vorgeht, weiß Devil am Ende durchaus zu überraschen und überzeugen. Damit katapultiert sich der Streifen, der das offensive Marketing mit dem Namen Shyamalan gar nicht nötig hätte, in die obere Liga der Gruselstreifen und sorgt für einen unterhaltsamen Abend.



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