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Wo dein Herz schlägt

(Where the Heart is, 2000)

Durchschnittliche Redaktionswertung

71%



Inhalt

Während einer Pinkelpause lässt ihr Freund die hochschwangere Novalee auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums sitzen. Ohne Geld quartiert sie sich notgedrungen im Supermarkt ein, bevor sie dort ihr Kind zur Welt bringt. Schließlich findet sie in der Kleinstadt sichere Lebensverhältnisse, Freunde und eine neue Liebe.

Kritik

von Lutz Granert

Wertung Kritik

71%

Wo dein Herz schlägt ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Billie Letts. Vorrangig den sympathischen Darstellern, der Verwurzelung im Alltag und der unaufdringlichen Inszenierung ist es dabei zu verdanken, dass dieser Mix aus Romanze, Drama und Komödie trotz einer schmalen Gratwanderung nie in die Untiefen des Schmalzes abrutscht.

Bild aus Wo dein Herz schlägt Novalee Nation (Natalie Portman) hat es wahrlich nicht leicht im Leben. Von ihrer Mutter im Alter von 5 verlassen, hochschwanger von dem Herumtreiber Willy Jack, der sie mit 5,55 Dollar in der Tasche auf dem Parkplatz einer WAL-MART-Filiale sitzen lässt. Sie zieht in den Supermarkt ein und bekommt dort ihr Kind, das sie Americus nennt. Plötzlich wird sie zum Medienstar, der Hype lässt ihre Mutter aufkreuzen, die einmal mehr durchbrennt - dieses Mal mit 500 Dollar von Novalee in der Tasche. Doch glücklicherweise helfen ihr die netten Bewohner einer Kleinstadt, um im Leben wieder Fuß zu fassen. Sei es die anonyme Alkoholikerin Sister Thelma (Stockard Channing), die sie wie eine Mutter aufnimmt oder der verschüchterte Bibliothekar Forney (James Frain, Everybody's Fine), der mehr als nur freundschaftliche Gefühle für Novalee hegt.

Dieses ganze Handlungskonstrukt von Wo dein Herz schlägt, in welchem auch negative Ereignisse wie Todesfälle, prügelnde Männerbekanntschaften und positive wie Liebe und - natürlich! - Heirat vorkommen, enthält eigentlich alle Elemente einer schlechten Soap Opera. Selbst die ursprüngliche Zielgruppe, basierend auf der US-Rollenverteilung der Geschlechter in den 50er Jahren, stimmt damit überein: Wo dein Herz schlägt ist ein "Frauenfilm", wie er im Buche steht. Es geht um Probleme im Leben von Frauen - mit der Familie, der Liebe, Geld, sozialen Kontakten. Die Filmhandlung erstreckt sich über mehrere Jahre, ein Zeitfenster, das genügend Spielraum für all diese Konflikte zulässt und immer wieder sind leicht kitschige Popsongs zu hören.

Doch warum ist Wo dein Herz schlägt keine kitschige Schmonzette, die an Rosamunde Pilcher erinnert? Zuvörderst ist das den frischen Charakteren zu verdanken, die dem Leben entsprungen wirken. Natalie Portman (New York, I Love You) gibt das vertrauensselige, naive Mädchen ebenso authentisch wie die gereifte Mutter, die weiß, was sie im Leben will. Eine Wandlung, die ihre Figur im Laufe des Films glaubwürdig vollzieht. Um sie herum sind zwar die üblichen Gutmenschen zu finden, doch auch diese weisen Charakterzüge von der in Beziehungen unglücklichen Krankenschwester-Freundin über den Intellektuellen, der sich rührend um seine kranke Schwester kümmert, bis hin zur alternativ lebenden Mutterfigur auf. Alle besitzen sie eine Figurenbiografie, alle sind sie vom Leben gezeichnet, aber nicht verzweifelt, sondern zuversichtlich.

Wo dein Herz schlägt hält Lebensweisheiten bereit, berührt, geht auf sympathische Art ans Herz und lässt trotz seiner ernsten Töne um den Alltag der Arbeiterschicht auch hin und wieder leisen Humor durchschimmern. Einzig ein paar Längen, eine sprunghaft vorgetragene Nebenhandlung um das Schicksal von Willy Jack, und das vorhersehbare Ende kann man dieser kurzweiligen, gut gespielten Tragikomödie vorwerfen.

Keine weitere Wertung


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