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Yogi Bär

(Yogi Bear, 2010)

Dt.Start: 23. Dezember 2010 Premiere: 17. Dezember 2010 (USA)
FSK: o.A. Genre: Abenteuer, Animation, Familie
Länge: 80 min Land: USA, Neuseeland
Darsteller: Anna Faris (Rachel), Justin Timberlake (Boo-Boo Bär), Dan Aykroyd (Yogi Bär), Christine Taylor (Cindy Bär), T.J. Miller (Ranger Jones), Tom Cavanagh (Ranger Smith), Andrew Daly (Mayor Brown), Nathan Corddry (Chief of Staff), Dean Knowsley (Agent Florimo)
Regie: Eric Brevig
Drehbuch: Jeffrey Ventimilia, Joshua Sternin


Inhalt

Der Jellystone-Park - Lebensraum von Yogi und seinem Freund Boo Boo - steht kurz vor der Schließung. Der Bürgermeister will aus dem Naturpark eine geldbringende Immobilie machen. Um ihre Heimat zu retten, schließen die beiden Bären einen Pakt mit dem Ranger Smith. Mit vereinten Kräften wollen die drei den Park vor dem Untergang bewahren. Dazu muss sich Yogi Bär allerdings einiges einfallen lassen und kann damit beweisen, dass er mehr drauf hat als der gemeine Durchschnittsbär.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Yogi Bär hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 61%
Kurzkritik
von Florian Tritsch
Wertung von 52 für Yogi Bär

Die mittlerweile recht erwachsenen Fans der Zeichentrickserie, die durch zahlreiche Wiederholungen im Kinderprogramm der 1990er Jahre wohl immer noch recht groß ist, werden an der Kinoauswertung "ihrer" Kultfigur wohl eher wenig Freude haben. Denn vom Charme und dem teils recht zynischen Witz ist der Film eben soweit weg, wie sich die Charakterisierung des von Tom Cavanagh dargestellten Ranger Smith von seinem pedantischen Zeichentrick-Pendant unterscheidet. Doch die hier weit mehr ins Auge gefasste sehr junge Zielgruppe wird sich an diesen Änderungen wohl eher nicht sonderlich stören und von der kindgerechten Geschichte und den lustigen Figuren dennoch gut unterhalten werden.

Kritik

von Dimitrios Athanassiou
Yogi Bär hat eine Wertung von 70%
Es gibt Pu, den (Teddy-)Bären, Balu, den (Dschungel-)Bären, Knut, den Eisbären und Yogi, den verfressenen Bären. NachdemYogi Bär und sein Kumpel Boo Boo 1958 ihren ersten Auftritt feierten, bespaßen sie seither seit Jahrzehnten eine Generation von Kindern nach der anderen, in Comics, Cartoon-Serien und Trickfilmen. Da wurde es offensichtlich Zeit, ihnen endlich einen richtig großen Kinofilm zu spendieren und das, wie es heute üblich ist, gleich mal in 3D. Turbulenter Spaß für die Jüngeren, der mit sehenswerter Optik punktet und kurzweilige Unterhaltung garantiert.

Bild aus Yogi Bär Yogi Bär und sein treuer Freund Boo Boo leben im wunderschönen Jellystone-Park. Dort lauern beide unschuldigen Naturfreunden, Campern und Touristen auf und stibitzen ihnen auf höchst kreative Weise die Picknickkörbe; denn Yogi Bär ist ein echtes Leckermaul. Dem Chefranger Smith (Tom Cavanagh) geht das reichlich gegen den Strich, Yogi Bär vergrault auf diese Weise noch die letzten Besucher des Parks. Und zahlende Besucher hat der Park bitter nötig. Wenn der Park keine ausgeglichene Bilanz vorweisen kann, er also mit Einnahmen und Spenden nicht in der Lage ist, sich selbst zu finanzieren, darf ihn der Geldgierige und durchtriebene Bürgermeister Brown (Andrew Daly), der angrenzenden Stadt zur anderweitigen Nutzung freigeben. Im Augenblick steht der Park locker mit 30.000 Dollar in der Kreide und es sieht nicht so aus, als würden die plötzlich vom Himmel fallen.

Bürgermeister Brown reibt sich insgeheim schon die Hände, angesichts des bevorstehenden Ruins des Parks. Er hat auch schon Verträge mit Unternehmen der Holzwirtschaft abgeschlossen und sobald er den Park zur Abholzung freigeben kann, werden sich seine Taschen mit Geld füllen. Von dem Profit gibt er überdies jedem Bürger der Stadt einen fetten Scheck über 1.000 Dollar und ist damit der Meinung, sich die Wahl zum Gouverneur zu sichern. Noch ist es aber nicht soweit: Die 100-Jahr-Feier des Parks steht unmittelbar bevor. Chefranger Smith und die attraktive Dokumentarfilmerin Rachel (Anna Faris), die seit einiger Zeit im Jellystone Park Aufnahmen für einen Film macht und sich mit dem Ranger angefreundet hat, beschließen mit einem großen Fest Geld in die Kassen des Parks zu spülen. Etwas, was Bürgermeister Brown auf jeden Fall verhindern muss und zu allem Übel meint Yogi Bär, mit einem spektakulären Auftritt, die Veranstaltung krönen zu müssen.

Yogi Bär 3D ist ein gelungener Mix aus Real- und Animationsfilm. Wobei sich die Trickfiguren, dank modernster CGI-Technik, passgenau in die Realaufnahmen einfügen. Der turbulente Mix aus Klamauk und Slapstick sorgt von der ersten Minute an für gute Unterhaltung; die Zielgruppe, die hier hauptsächlich ins Auge gefasst wurde, dürfte aber ganz sicher aus überwiegend jüngeren Kindern bestehen. Als Erwachsener langweilt man sich zwar nicht direkt, doch macht sich das nicht immer optimale Timing manch halbgaren Dialogwitzes durchaus bemerkbar. Und der überdrehte Charakter aus Non-Stop-Geplapper und poltriger Comedy kann mitunter nach einer Weile etwas nerven.

Die lieben Kleinen werden ob solcher Dauerberieselung aber optimal entertaint und darauf kommt es bei solchen Streifen im Endeffekt an. Interessant ist allerdings die Tatsache, dass sich, obwohl der Film im Prinzip für Kinder gedacht ist, ersichtlich Mühe gegeben wurde, den fiesen und durchtriebenen Bürgermeister, samt seinen Machenschaften, fein säuberlich zu skizzieren. Die Jüngsten werden die "Komplexität" und Durchtriebenheit dieser Figur allerdings kaum zu würdigen wissen - wohingegen es anderseits als Satire auf den Typus des schmierig-korrupten Politikers für Erwachsene wiederum nicht ausgefeilt genug ist. Zu guter Letzt sind natürlich auch ein paar Gedanken über den Erhalt der Natur enthalten, die selbstverständlich bei der ganzen Rettet-den-Park-Action dazugehören wie die Butter aufs Brot und ebenso zeitlos wie zeitgemäß sind. In der Summe zeigt sich Yogi Bär also als durchaus besser als befürchtet und mit einer Schar Kids macht dieser harmlose Spaß, der alle Kinderherzen zufrieden stellen sollte, so richtig Sinn.



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