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Immer Drama um Tamara(Tamara Drewe, 2010)
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30. Dezember 2010
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Premiere: |
18. Mai 2010 (Cannes Film Festival, Frankreich) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Komödie |
| Länge: |
110 min
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Land: |
UK |
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Darsteller:
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Gemma Arterton (Tamara Drewe), Roger Allam (Nicholas Hardiment), Bill Camp (Glen McCreavy), Dominic Cooper (Ben Sergeant), Luke Evans (Andy Cobb), Tamsin Greig (Beth Hardiment), Jessica Barden (Jody Long), Charlotte Christie (Casey Shaw), John Bett (Diggory), Josie Taylor (Zoe), Bronagh Gallagher (Eustacia), Pippa Haywood (Tess), Susan Wooldridge (Penny Upminster), Amanda Lawrence (Mary) |
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Regie:
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Stephen Frears |
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Drehbuch:
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Moira Buffini, Posy Simmonds |
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 Inhalt
Die Einwohner des Dorfes Ewedown in England trauen beinahe ihren Augen nicht, als Tamara Drewe nach vielen Jahren aus London heimkehrt, um das Haus ihrer kürzlich verstorbenen Mutter zu verkaufen. Aus der ehemaligen Pomeranze ist eine elegante und gutaussehende Frau geworden. Bald bahnen sich Intrigen und Dramen an, als die Hälfte der männlichen Bevölkerung beginnt, der Londoner High-Society Dame nachzustellen. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Daniel Licha
Wer sich auf eine kurzweilige Komödie mit einer wie immer bezaubernden Gemma Arterton eingestellt, dürfte bitter enttäuscht im Kinosaal zurück gelassen werden. Das Problem sind ohne Kenntnis des Graphic Novels die absolut unsympathischen Figuren, die mit ihren Handlungen den Zuschauer so sehr auf die Palme treiben, dass ihm die weiteren Handlungen auf der Leinwand nahezu komplett egal werden. Die wäre nicht schlimm, würde der Humor zünden, doch Frears gibt dem Zuschauer kaum Gelegenheit überhaupt zu schmunzeln. So ist Immer Drama um Tamara leider genauso furchtbar wie der deutsche Titel und der wohl größte Ausrutscher in Stephen Frears bislang sehr erfolgreichen Karriere.
Kritik
von Daniela Panzitta
Dass die Briten ihren ganz eigenen Humor haben, wissen wir nicht erst seit so schrägen Komödien wie Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis oder Shaun of the Dead. Mit Immer Drama um Tamara kommt erneut eine britische Komödie, die den Zuschauer mit absonderlichen Charakteren und teils absurden Szenen überschüttet. Für Fans von Brit-Komödien sicherlich ein Spaß, für alle anderen gewöhnungsbedürftig aber dennoch ganz unterhaltsam.
Wir befinden uns in Ewedown, England. Hier gibt es ländliche Idylle satt und eine ganze Menge an Ruhe und Langeweile. Diese Zurückgezogenheit genießen allerdings einige Schriftsteller und solche, die es noch werden wollen, auf dem Hof der Hardiments. Nicholas ist ein gefeierter Krimi Autor und seine Frau Beth die gute Seele, die ihm das Leben erleichtert und immer hinter ihm steht. Im Garten arbeitet Andy und im Dorf versuchen zwei Schulmädchen sich irgendwie die Langeweile zu vertreiben.
Doch unter der Fassade der heilen Welt brodelt es gewaltig. Nicholas ist ein notorischer Fremdgänger, seine Frau ihm in jeder Situation treu untergeben und gutgläubig. Zwar kommt es mal zu einem Eklat, wenn sie wieder mit der Untreue ihres Mannes konfrontiert wird, doch im Endeffekt löst sich immer wieder alles in Wohlgefallen auf. So richtig aufgewirbelt wird die verstaubte Gesellschaft aber, als Tamara Drewe in ihr Heimatdorf zurückkehrt. Mit knappem Outfit und frisch operierter Nase verdreht sie den Männern den Kopf. Als sie dann auch noch den Drummer einer angesagten Band mit bringt und dieser wiederum seinen Hund, der sich gerne mit dem Jagen von Kühen beschäftigt, ist so richtig der Wurm drin.
Obwohl der Film aufgrund des Titels und auch des Posters suggeriert, dass Tamara der Auslöser und das Zentrum allen Chaos ist, entspricht das nicht ganz der Wahrheit. Zwar ist sie eine durchaus präsente Figur und löst durch ihre freizügige und verführerische Art den einen oder anderen Konflikt aus, doch alle anderen Charaktere tragen dazu ebenso ihren Teil bei und haben auch ihre ganz eigenen Probleme. Davon lebt der Film und genau das macht ihn auch sehenswert. So viele seltsame Personen auf einem Haufen, das führt unweigerlich zu guter Unterhaltung.
Da wäre zum Beispiel der Schriftsteller Glen aus Amerika, der einfach nicht über seine Schreibblockade hinwegkommt, bis sich Beth näher mit ihm beschäftigt. In ihr findet er die Muse, nach der er gesucht hat. Doch muss er tagtäglich mit ansehen, wie sie sich von ihrem Mann ausnutzen und hintergehen lässt. Auch Tamara selbst weiß überhaupt nicht so genau, wo sie eigentlich hin will und wer gut für sie ist. Als ob das nicht schon genug an Unruhepotential wäre, gibt es da noch zwei Schulmädchen im Dorf, die sich ihre Langeweile mit Streichen zu vertreiben versuchen und eher unbeabsichtigt einiges in die Wege leiten.
Immer Drama um Tamara ist sicherlich keine Komödie, bei der man sich nicht im Sitz halten kann vor Lachen. Vielmehr ist es eine nett gemachte Charakterstudie über ein schrulliges Dorf und dessen Bewohner. Der Humor ist dabei eher unterschwellig und manchmal auch nicht ganz fassbar. Gerade am Ende häufen sich die unkonventionellen Ereignisse, die den Zuschauer eher ungläubig auf die Leinwand starren lassen. Das Ende ist somit teils überraschend, teils vorhersehbar. Eigentlich eine ganz gute Mischung.  Weitere interessante Filme
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