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Hatchet 2

(Hatchet II, 2010)

Durchschnittliche Redaktionswertung

62%



Inhalt

Kaum hat Marybeth den Kampf auf Leben und Tod gegen Victor Crowley überlebt, begibt sie sich wieder in Gefahr. Gemeinsam mit ein paar Begleitern kehrt sie zurück in den Sumpf, um die Überreste ihres Vaters und ihres Bruders einzusammeln und Crowley ein für alle Mal den Garaus zu machen. Doch dieser wartet nur auf eine weitere Chance, Unheil zu verbreiten.

Kritik

von Kurt Meinicke

Wertung Kritik

57%

Dass der Erfolg des spaßigen Slashers Hatchet aus dem Jahre 2006 eine Fortsetzung nach sich ziehen würde, war schnell klar. Nun ist diese endlich auch bei uns auf DVD/BD erschienen und schließt handlungstechnisch nahtlos an den Vorgänger an. Ansonsten hat sich Adam Green dieses Mal aber wohl zu sehr auf einen stark erhöhten Bodycount und im Genre bekannte Gesichter verlassen, weswegen der Charme und die Atmosphäre des Originals hier kaum noch vorzufinden sind. Trotzdem dürfte der Film die meisten Gorehounds mit seinen zahlreichen und sehr gut gemachten Effekten unterm Strich gut unterhalten können.

Bild aus Hatchet 2 Ein weiteres Mal werden wir mit Hatchet 2 in die von Wiedergänger Victor Crowley terrorisierten Sümpfe geführt, wobei die Handlung umgehend nahtlos am ersten Teil anknüpft. Regisseur und Drehbuchautor Adam Green (Hatchet, Frozen) übernahm auch bei dieser Fortsetzung zu seinem Überraschungshit das Zepter, Tony Todd (Candyman, Final Destination) bekommt als Reverend Zombie erfreulicherweise viel mehr Screentime, und Kane Hodder (Jason X, 2001 Maniacs, Hack!) übernahm abermals die Rollen von Victor Crowley und dessen Vater Thomas. Lediglich die Hauptrolle der Marybeth musste aufgrund undurchsichtiger Umstände mit Danielle Harris (Düstere Legenden, Halloween, ChromeSkull: Laid to Rest 2) neu besetzt werden, was aber nicht negativ auffällt ... und optisch auch keinen großen Unterschied macht, sofern man nicht beide Filme nacheinander ansieht.

Marybeth kämpft noch immer mit Victor Crowley, doch mit etwas Glück kann sie nur leicht verletzt entkommen. Allerdings sinnt sie danach sofort auf Rache für ihre getötete Familie und überredet Reverend Zombie, ihr zu helfen. Dieser hat jedoch seine ganz eigene Motivation und engagiert eine gemischte Gruppe von Jägern, um die Sümpfe vom Fluch des Victor Crowley zu befreien. Zusammen mit Marybeths Onkel Bob (Tom Holland - Psycho II, Chucky - Die Mörderpuppe), welchen Zombie neben einem gewissen Trent (R.A. Mihailoff - Leatherface: Texas Chainsaw Massacre III) unbedingt dabei haben wollte, machen sich bald alle auf den Weg in Crowleys Jagdrevier.

Abermals verpasst Adam Green seinem Film nach der Eröffnungsszene einen fetzigen Vorspann: Mit Rob Zombies Musik unterlegt, besucht die Kamera alle Tatorte des ersten Teils und zeigt dabei auch, was von den meisten Teilnehmern der damaligen Swamp-Tour übrig geblieben ist. Diese nette und Erinnerungen wieder auffrischende Idee kann man in diesem speziellen Fall durchaus als klare Ansage für das sehen, was danach folgt, denn wo es in Hatchet noch viele spannende Momente, überraschende Auftritte von Victor Crowley und einen unbekümmerten Charme gab, ist bei Hatchet 2 beinahe nur noch eines vorzufinden: Gore en Masse. Zwar muss man sich diesbezüglich vor allem im Mittelteil ein wenig gedulden, doch der letzte Akt kann dann wieder an den blutigen Anfang anschließen und bietet so einige Schauwerte für alle Gorehounds unter uns. Die Morde und Effekte sind anatomisch betrachtet oftmals natürlich absoluter Blödsinn, doch genau darin liegt bei diesem splattrigen Slasher das Vergnügen. Gerade die vielen diesbezüglich verrückten Ideen machen den Film für Fans des Genres unterhaltsam, und wenn die Atmosphäre und Story auch noch stimmen würden, könnte man nur von einer äußerst gelungenen Fortsetzung reden.

Leider ist dem aber nicht so, denn einerseits ist wie bereits erwähnt quasi keine Atmosphäre vorhanden, und andererseits sorgt die Handlung einfach für zu wenige Überraschungen, als dass sie einen überhaupt sonderlich interessieren würde. Man hat eher den Eindruck, dass die vielen für größere und kleinere Nebenrollen gecasteten Genre-Bekanntheiten (wie eben u. a. Tom Holland und R.A. Mihailoff) und mehr oder weniger gut versteckten Gags in Bezug auf Teil eins hier neben den Splatter-Effekten das Wichtigste Element darstellen. Und tatsächlich macht es einem Horrorfan zwischendurch auch Spaß, die vielen Details und Anspielungen zu entdecken, doch ein durchgehend fesselnder und unterhaltsamer Film ist Hatchet 2 nur deswegen leider trotzdem nicht geworden (auch die Tatsache, dass der Film gegen Ende dafür sorgen kann, dass man vor seinem geistigen Auge Leatherface gegen Jason Voorhees kämpfen sieht, hilft diesbezüglich nur kurz) und wirkt zwischenzeitlich sogar ein wenig bemüht.

Neben dem hohen Bodycount, den witzigen Ideen, den gut gemachten Effekten und den Fanboy-Elementen sorgen noch die motivierten Hauptdarsteller - namentlich sind dies Tony Todd, Kane Hodder und Danielle Harris - dafür, dass Hatchet 2 trotz aller Kritikpunkte keine schlechte Fortsetzung darstellt und sich insgesamt sogar im guten Mittelfeld platzieren kann.

Fans der Vorgeschichte kommen um diesen Film schon deswegen nicht herum, weil die Handlung nahtlos fortgeführt wird. Allerdings sollte man die Erwartungen vielleicht ein wenig reduzieren, denn mit Hatchet 2 kann Adam Green ganz klar nicht an alle Qualitäten des ersten Teils anschließen. Für Spaß ist aber dennoch gesorgt, wenn zumindest eine der Qualitäten von Hatchet im letzten Akt der Fortsetzung locker übertroffen wird: Dann darf Victor Crowley endlich richtig aufdrehen, und das Splatterherz hüpft vor Freude im Takt der Axt auf und ab.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

66%

Größer, schneller, weiter war scheinbar das Motto, denn anstatt eine Horde Teenies abzuschlachten, trifft es jetzt schwerbewaffnete Muskelberge. Da Regisseur Adam Green diese gleich in hoher Anzahl losschickte, wird deutlich mehr und härter gesplattert als im Vorgänger. Dabei beweist sich Green erneut als kreativ in seinen Tötungsvarianten und nimmt sich glücklicherweise selbst nicht so ernst. Etwas verwunderlich jedoch, dass sich die schwerbewaffnete Truppe nahezu ohne Gegenwehr abmetzeln ließ, was wohl der hohen Anzahl der Opfer geschuldet war, so dass der Regisseur kaum Zeit hatte, diese abzuschlachten und dies am Ende sogar grüppchenweise erledigte. Positiv ist zudem anzumerken, dass man Tony Todd zum Hauptdarsteller befördert hat und die Umbesetzung der weiblichen Hauptrolle fällt zumindest optisch nicht ins Gewicht. Da der erste Teil schon etwas länger zurücklag, bleibt der direkte Vergleich aus, aber wer Slasher mag, bekommt definitv kurzweilige Unterhaltung geboten.



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