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Montecristo(The Count of Monte Cristo, 2002)
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09. Mai 2002 DVD: 17. März 2003
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Premiere: |
23. Januar 2002 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Abenteuer, Drama |
| Länge: |
131 min
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Land: |
UK, USA |
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Darsteller:
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James Caviezel (Edmond Dantès), Guy Pearce (Fernand Mondego), Richard Harris (Abbé Faria), James Frain (Monsieur de Villefort), Dagmara Dominczyk (Mercédès Iguanada), Luis Guzmán (Jacopo), Michael Wincott (Dorleac), Albie Woodington (Hermine Danglars), Henry Cavill (Albert), Alex Norton (Napoleon), Christopher Adamson (Maurice), JB Blanc (Luigi), Guy Carleton (Mansion Owner), Barry Cassin (Old Dantes), Briana Corrigan (Casino Prostitute) |
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Regie:
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Kevin Reynolds |
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Drehbuch:
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Alexandre Dumas, Jay Wolpert |
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 Inhalt
Edmond Dantes und Fernand Mondego sind Seemänner und beste Freunde. Bei einem notfallsbedingten Besuch der Insel Elba, wird der naive Dantes von Napoleon Bonaparte darum gebeten, einen angeblich harmlosen Brief nach Marseille zu schmuggeln. Dantes erklärt sich dazu bereit, was ihm jedoch recht bald zum Verhängnis wird, denn sein von Neid geplagter bester Freund Mondego hängt ihn bei den Behörden als Verräter hin. Dantes wird daraufhin festgenommen und zu lebenslanger Haft im Chateau d'If verurteilt. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Keine weitere Wertung
Kritik
von Thomas Brendel
Etwa 20 mal wurde der Roman-Klassiker aus der Feder von Alexandre Dumas bereits verfilmt. Kevin Reybolds, Regisseur von Filmen wie Robin Hood: Prince of Thieves und Rapa Nui, sowie dem Kevin Costner-Disaster Waterworld, legt nun eine weitere Verfilmung der Geschichte über Liebe, Verrat und Rache im 19.Jahrhundert vor. Dabei hält er sich durchwegs an alltbewärtes, liefert keine zeitgemäße Neuinterpretation des Stoffes, sondern einen grundsoliden, aber durchwegs gewöhnlichen Abenteuerfilm ab. Reynolds Version bietet damit zwar so rein gar nichts neues und mag aufgrund von mangelnder Kreativität und Originalität vielleicht gar keine Existenzberechtigung haben, überzeugt jedoch durch seine mehr als zwei Stunden klassiche Unterhaltung und erspart dem Zuschauer zumindest peinliche Versuche, die Handlung durch Martial-Arts-Kämpfe und ähnlichen Schnick-Schnack modernisieren und aufpeppen zu wollen, wie sie beispielsweise von Peter Hyams im Zuge seiner Verfilmung von The Musketeer letztes Jahr erfolglos unternommen wurden.
Um die Geschichte über den Montecristo in zwei Stunden Film zu packen, mußten natürlich einige Kürzungen und Änderungen gegenüber der Vorlage unternommen werden, die man als Zuschauer jedoch gut verschmerzen kann. Ich war sowieso überrascht, wieviel Handlung man in einem Spielfilm von normaler Länge unterbringen kann, ohne daß dieser zu überladen wirkt und/oder einzelne Handlungselemente zu kurz kommen. Während der Exposition auf Elba und der anschließenden Heimkehr der beiden Seemänner Edmond Dantes und Fernand Mondego werden die Grundlagen für den bevorstehenden Freundschaftskonflikt gelegt. Mondego beneidet seinen besten Freund um dessen Verlobte Mercedes und um dessen raschen sozialen Aufstieg, hängt ihn daraufhin bei den Behörden als Staatverräter hin und sorgt dafür, daß Dantes zu lebenslanger Haft im Chateau d'If verurteilt wird. Es folgt der ruhige Part des Films, das kurze Gefängnisdrama, im Zuge dessen Mondego die Bekanntschaft des Insassen Abbé Faria macht, der ihm einge Jahre als Lehrmeister in Geisteswissenschaften und Fechtkünsten dient. Nach einer spektakulären Flucht gibt es dann eine abenteuerliche Schatzsuche, sowieo Dantes Einzug in die feine Gesellschaft als mysteriöser Graf von Montecristo, die Ausübung seiner teuflischen Rachepläne und den obligatorischen Showdown im Kornfeld zu sehen. Angereichert wird das ganze mit vielen interessanten Figuren und überraschenden Offenbarungen und wie bereits erwähnt, wirkt das alles zu keinem Zeitpunkt zu rasch erzählt oder zu komprimiert dargeboten.
Die Wahl der Hauptdarsteller kam dem Film sicherlich ebenfalls zu gute. Der Australier Guy Pearce, der zuletzt in Memento von sich Reden machte, überzeugt hier wie erwartet als hinterlistiger Bösewicht. Ihm gegenüber steht der aus Der schmale Grat bekannte James Caviezel, der in der ersten Hälfte des Films sein bereits in Angel Eyes erprobtes, dauerleidendes Unschuldsgesicht aufsetzt, im zweiten Teil dann passend zum Wandel seiner Figur in den Grafen von Montecristo mit selbtbewußtem, entschlossenem und elegantem Auftreten überrascht. Zu den weiteren schauspielerischen Highlights gehören unter anderem Richard Harris als weiser Mentor Abbé Faria, James Frain als korrupter Monsieur de Villefort, Michael Wincott als sadistischer Gefängnisdirektor und Luis Guzmán, der als Dantes' treuer Gefährte Jacopo für ein wenig Witz und Auflockerung der sonst recht ernsten Geschichte sorgt. Wer bereits ein Dutzend Verfilmungen des Romans gesehen hat, kann sich dieses Remake sicherlich sparen, allen anderen sei diese Version der Geschichte des Montecristo hiermit als spannender Abenteuerfilm der alten Schule ans Herz gelegt.  Weitere interessante Filme
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