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Tekken

(Tekken, 2010)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 24. September 2010
Premiere: 20. März 2010 (Japan)
FSK: nicht bekannt Genre: Action, Abenteuer
Länge: 92 min Land: Japan, USA
Darsteller: Jon Foo (Jin Kazama), Kelly Overton (Christie Monteiro), Cary-Hiroyuki Tagawa (Heihachi Mishima), Darrin Dewitt Henson (Raven), Luke Goss (Steve Fox), Mircea Monroe (Kara), Tamlyn Tomita (Jun Kazama), Candice Hillebrand (Nina Williams), Marian Zapico (Anna Williams), Gary Daniels (Bryan Fury), Lateef Crowder (Eddy Gordo), Anton Kasabov (Sergei Dragunov), Ian Anthony Dale (Kazuya), Kiko Ellsworth (Denslow), Louise Griffiths (Sapphire)
Regie: Dwight H. Little
Drehbuch: Alan B. McElroy


Inhalt

Im Jahre 2039 haben Konzerne wie "Tekken" die Welt unter sich aufgeteilt und die Gesellschaft zwischen Arm und Reich gespalten. Als wieder ein "Iron Fist Tournament", ein brutaler Wettkampf, stattfindet, meldet sich auch Jin Kazama aus dem einfachen Volk. Er übersteht die Qualifikation und soll am Ende des Turniers auf seinen Vater treffen - ein Kampf auf Leben und Tod.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Tekken hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 39%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Lutz Granert
Tekken hat eine Wertung von 39%
Nur eine weitere Game-Adaption: Die gleichnamige Adaption des legendären Prügelspiels Tekken macht durch unübersichtliche Actionsequenzen und allzu öde Kämpfe keinen Spaß. Düstere Bilder und Brutalität allein formen noch keinen Film. Die Frage, ob man Videospiele überhaupt verfilmen sollte, bleibt.

Bild aus Tekken Videospielverfilmungen haben wahrlich keinen guten Ruf. Von Filmkritikern verrissen, wissen sie insbesondere wie jüngst Resident Evil: Afterlife dennoch meist soviel Publikum zu begeistern, dass sie als kommerzieller Erfolg verbucht werden können. Dabei verirrt es die Daddelcracks und Fans der Videogames zusehends weniger ins Kino als in die Videotheken, in denen Titel wie Mutant Chronicles oder nun auch Tekken bereit stehen. Ob allerdings die beiden Medien Spiel und Film ob des Interaktivität-Problems überhaupt adäquat adaptiert werden können, ist nach wie vor die Frage. Das Problem der Immersion, das Eintauchen und die plastische Räumlichkeit einer künstlichen Welt, scheint jedoch durch moderne 3D-Technologie durchaus gelöst werden zu können.

Die Verfilmung des über 27 Mio. Mal verkauften Prügelspiels Tekken bedient sich allerdings nicht dieser Möglichkeit, das Publikum in die künstlich geschaffene, zerstörte Welt der Zukunft, in welcher der mächtige Konzern "Tekken" neben anderen Konzernen regiert, eindringen zu lassen. Dies wäre aber auch aus ganz anderen Gründen nur schwer möglich: Die hektischen, schnellen Schnitte, zu geringen Einstellungsgrößen und unübersichtlichen Actionszenen lassen leider kein wirkliches Game-Feeling und Mitfieberstimmung aufkommen. Und das ist nur der erste von zahlreichen Gründen, weswegen Tekken keinen Deut besser ist als die viel gescholtenen Beat 'Em Up-Kollegen Streetfighter - Die entscheidende Schlacht und Mortal Kombat.

Tekken eine mangelnde Charakterzeichnung der Figuren zu unterstellen, ist vermessen. Doch fehlt auch bei dem zur Schau getragenen Vater-Sohn-Konflikt jegliche Emotion und Tiefe bei den enorm blassen Hauptfiguren, die sich auf den Zuschauer übertragen könnte. Einige der zehn willkürlich aus Tekken 6 ausgewählten Kämpfer haben kaum eine Dialogzeile, geschweige denn eine Vorgeschichte. Special Moves von ihnen scheinen auch nur selten durch, was Fans enttäuschen wird. Es regieren grelle Farben, unmotivierte Ballereien und einfallslos choreographierte Kämpfe von hoher, blutiger Brutalität. Flashbacks bei entscheidenden Kampfmomenten wie in Karate Kid sind obligatorische Zutaten. Der überwiegend fürs Fernsehen aktive Regisseur Dwight H. Little erweist sich nicht als fähiger, geschweige denn als origineller Actionregisseur. So will sich bei Ansicht von Tekken weder Trash-Vergnügen noch Spannung einstellen. Dann doch lieber daddeln.



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