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The Fighter(The Fighter, 2010)
| Dt.Start: |
07. April 2011
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Premiere: |
10. Dezember 2010 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Drama, Sport |
| Länge: |
116 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Christian Bale (Dickie Eklund), Mark Wahlberg ('Irish' Mickey Ward), Amy Adams (Charlene), Melissa Leo (Alice), Robert Wahlberg (Gefängniswärter), Dendrie Taylor (Gail Eckland Carney), Jack McGee (George Ward), Jenna Lamia (Sherri Ward), Chanty Sok (Karen), Bianca Hunter (Cathy 'Pork' Eklund), Erica McDermott (Cindy 'Tar' Eklund), Sean Patrick Doherty (Jimmy), Jackson Nicoll (Little Dickie), Caitlin Dwyer (Kasie Ward) |
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Regie:
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David O. Russell |
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Drehbuch:
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Scott Silver, Paul Tamasy |
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 Inhalt
Der Boxer "Irish" Mickey Ward ist Boxer mit Leib und Seele und will den Weltmeistertitel gewinnen. Mit der Hilfe seines Trainers und Halbbruders Dickie Eklund, der wegen Drogen und Kriminalität auf die schiefe Bahn geraten war, kämpft sich Ward an die Spitze. Dabei gelingt es auch Eklund, sich wieder auf ein normales Leben zu konzentrieren. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Benjamin Schieler
Endlich oscardekoriert! Christian Bale, der einmal mehr an die Grenzen des Method Actings geht, hat für seine Rolle als Dicky Eklund verdientermaßen die renommierteste Auszeichnungen der Schauspielerwelt erhalten. Das Portrait der Familie um die Boxerbrüder Eklund und Micky Ward lebt von der Intensität, mit der die Darsteller ihre Konflikte transportieren. Hervorzuheben sei auch noch Melissa Leo, die 2011 ebenfalls eine Statue von den Oscars mit nach Hause nahm. Dass der Film letztlich unweigerlich sportfilmstereotype Muster annimmt, schmälert den Genuss nur minimal. Zwar ist The Fighter dann am besten, wenn er sich im Milieu großer Hoffnungen und zerstörter Träume außerhalb des Boxrings bewegt. Doch was ihn ungemein faszinierend macht ist die Tatsache, dass diese Geschichte vom Leben geschrieben wurde.
Kurzkritik
von Markus Ostertag
Die beiden Oscars für die Nebendarsteller sind absolut verdient und auch wenn es noch mehr Statuen geworden wären, wäre die Entscheidung der Academy nachvollziehbar gewesen. The Fighter zeigt eine anfänglich schleppende Geschichte, die den Zuschauer aber mehr und mehr in seinen Bann zieht. Spätestens bei Mickys großem Kampf gegen Ende des Films fiebert man dann fingernägelkauend mit jedem Schlag mit und fühlt sich mitten im Geschehen. Aus dem großartigen Cast ist neben Christian Bale, Mark Wahlberg und Melissa Leo sicherlich auch Amy Adams hervorzuheben, die mit ihrer Rolle als Charlene endlich den Sprung aus der RomCom-Ecke schafft und sich damit sicherlich für weitere schwere Rollen empfohlen hat!
Kurzkritik
von Daniela Panzitta
Sportlerdramen machen häufig den Fehler, dass sie sich zu sehr auf den Sport verlassen und konzentrieren und darüber die emotionale Tiefe aus den Augen verlieren. In The Fighter gelingt David O. Russell eine ausgewogene Mischung, so dass auch Kinogänger, die dem Boxsport an sich nicht sehr viel abgewinnen können, durchaus auf ihre Kosten kommen. Diesen Umstand verdankt das Sportdrama natürlich seinen herausragend agierenden Hauptdarstellern, allen voran Christian Bale, der wieder einmal körperliche wie schauspielerische Grenzen überschreitet und mit Mark Wahlberg ein gut funktionierendes Duo abgibt. Aber auch Amy Adams ist lobend zu erwähnen, die zuvor eher durch kitschige Rosa-Brille-Filme, wie Verlobung auf Umwegen, aufgefallen ist. Sie fügt sich perfekt in die Rolle der Barkeeperin Charlene und kann auch in weniger glänzender Aufmachung überzeugen. Dank der stimmigen Inszenierung und den durchweg glaubwürdigen Darstellerleistungen wird The Fighter zu einem mitreißenden Drama, das bis zum Schluss fesselt.
Kritik
von Daniel Licha
Alleine die hervorragenden Leistungen des Darstellerensembles rechtfertigten den Ticketkauf für David O. Russells realistisch anmutende Milieustudie, die zudem in Sachen Atmosphäre und mit ihren glaubwürdigen Charakteren punkten kann. Wer jedoch einen actiongeladenen Boxerfilm erwartet, dürfte mit Ausnahme der für das Dramagenre viel zu übertrieben gestalteten Kampfszenen enttäuscht werden.
Eine der wohl größten Überraschungen in der Geschichte der Oscarverleihung trug sich 1977 zu, als sich Sylvester Stallones Boxerdrama Rocky nicht unverdient im Kampf um den besten Film gegen die heute als Klassiker geltenden Die Unbestechlichen, Network und Taxi Driver durchsetzen konnte. Ob es dieses Jahr einen ähnlichen Erfolg für David O. Russell geben wird, ist fraglich, dennoch scheint sein The Fighter bestes Oscarmaterial zu sein, wurde er für sieben der wohl wichtigsten Auszeichnungen in Hollywood in Betracht gezogen
Die Fußstapfen für Mickey Ward sind groß, gilt sein etwas eigen wirkender älterer Bruder Dick als Boxlegende in der kleinen Stadt Lowell. Dabei befindet sich seine Karriere auf dem absteigenden Ast, muss er doch immer wieder Rückschläge in seinem Privatleben hinnehmen, die sich negativ auf seinen Kampfsport auswirken. Aussicht auf Besserung gibt es erst, als er auf die junge Charlene trifft, die sein Leben gehörig auf den Kopf stellt und sich aufopferungsvoll für Mickeys Karriere einsetzt; sehr zum Missfallen von dessen besitzergreifenden Mutter Alice, die sich von Mickeys neuer Freundin bedroht fühlt.
Wer The Fighter ähnlich wie die Rocky-Reihe als sinnlose Prügelreihe abtut, ist einmal mehr auf dem Holzweg. Die wahre Geschichte der beiden Boxerbrüder ist vielmehr ein Familiendrama, bei dem das Boxen nur eine (zugegeben tragende) Nebenrolle einnimmt. Der Fokus liegt auf den glaubwürdigen Figuren, deren Entwicklungen und Verhalten mitreißend und nachvollziehbar geschildert werden und in einem emotional überzeugenden Finale gipfeln. Des Weiteren erweist es sich als hervorragender Zug, den Zuschauer über den Charakter des Dicky über weite Strecken im Unklaren zu lassen, bzw. seine Figur so abgehoben anzulegen, dass das Publikum durchaus an der von ihm und seiner Familie immer wieder erzählten Vorgeschichte zweifeln kann.
Ähnlich wie John G. Avildsen setzt Russell auf einen realistischen Touch und zeichnet sein Boxerdrama als Milieustudie. Die dafür notwendige Atmosphäre gelang ihm einwandfrei und könnte als gelungene Mischung aus Aronofskys The Wrestler und dem Vorbild Rocky bezeichnet werden ohne jedoch eigenständig zu glänzen. Leider verliert sich diese realistisch anmutende Atmosphäre ein wenig, wenn Russell nicht umher kommt, eine Rocky-Gedächtnis-Trainingsmontage zu inszenieren und seine Boxkämpfe so dermaßen übertrieben zeichnet, dass im Vergleich dazu selbst Balboa vs. Drago um Längen glaubwürdiger erscheint.
Das Prunkstück von The Fighter ist ganz klar sein Darstellerensemble. Bis in die kleinste Nebenrolle werden hier Höchstleistungen abgeliefert und bei Christian Bale weiß der Zuschauer im Grunde schon bei dessen ersten Szene, dass die Auszeichnung für den besten Nebendarsteller bei der kommenden Oscarverleihung unausweichlich sein wird. Wie dieser so schön in seiner Golden Globe Ansprache erwähnt, kann er überhaupt erst glänzen, da sich Hauptdarsteller Mark Wahlberg trotz sehr guter Leistung merklich zurückhält und seinen Co-Stars die Gelegenheit zum Chargieren gibt, während er selbst der Ruhepol ist, der den Film zusammenhält. So darf Melissa Leo in ihrer leicht übertrieben angelegten Rolle als besitzergreifende Mutter den Zuschauer ebenso beindrucken wie Amy Adams, die einmal mehr beweist, dass sie zu den besten Darstellerinnen ihrer Generation zählt und sich zudem auch zum ersten Mal von ihrer heißen Seite zeigen darf. Um dieses Ensemble, vor allen Dingen natürlich Bale, wirklich würdigen zu können, sei in diesem Falle eine Sichtung in der englischen Originalfassung unbedingt vorzuziehen.
The Fighter ist ein etwas anderer Ensemblefilm, bei dem der großartig aufspielende Christian Bale besonders herausstechen darf. David O. Russell gelang ein weitestgehend überzeugender Mix aus Rocky und The Wrestler und kann dabei auf seine sympathischen Figuren und deren Geschichte bauen. Etwas ärgerlich stößt spätestens beim Finale auf, dass er es versäumte, seinen Kämpfen einen gewissen Grad an Realismus zu geben und er sich somit selbst im Vergleich zu den genannten Vorbildern ein wenig K.O. schlägt.  Weitere interessante Filme
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