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Red Hill

(Red Hill, 2010)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 15. November 2010
Premiere: 2010 (Australien)
FSK: ab 18 Genre: Krimi, Western
Länge: 95 min Land: Australien
Darsteller: Ryan Kwanten (Shane Cooper), Steve Bisley (Old Bill), Tommy Lewis (Jimmy Conway), Claire van der Boom (Alice Cooper), Christopher Davis (Slim), Kevin Harrington (Barlow), Richard Sutherland (Manning), Ken Radley (Earl), John Brumpton (Rex), Cliff Ellen (Gleason), Jim Daly (Ted), Dom Phelan (Ken), Eddie Baroo (Willy), Tim Hughes (Micky Carlin), Ken Connley (Joseph Carlin)
Regie: Patrick Hughes
Drehbuch: Patrick Hughes


Inhalt

Red Hill ist eine verschlafene Kleinstadt, in die es den jungen Polizisten Shane Cooper verschlägt, der hier mit seiner schwangeren Frau Alice eine Familie gründen will. Gerade angekommen, bricht der Mörder Jimmy Conway aus dem Gefängnis aus, den es nach Red Hill zieht. Dieser hat noch eine Rechnung offen mit all denen, die ihn einst hinter Gitter brachten.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Red Hill hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 82%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Daniel Licha
Red Hill hat eine Wertung von 82%
Red Hill ist ein Rachewestern aller erster Güte und Pflicht für alle, die sowohl dem Genre nicht abgeneigt sind und an Filmen wie No Country for Old Men gefallen finden können. Hervorragende Kamerafahrten, grandiose Schnitte und eine atmosphärisch dichte Inszenierung sorgen für beste Unterhaltung.

Bild aus Red Hill Der Australier Patrick Hughes erlangte vor allen Dingen internationale Bekanntheit durch seinen wundervoll romantischen Kurzfilm Signs - Zeichen, den er vor zwei Jahren kostenfrei ins Internet gestellt hat (und der auch heute auf den einschlägigen Seiten noch abzurufen ist). Somit konnte er sich für sein Spielfilmdebüt empfehlen, welches eine Art modernen Western darstellt. Bei seinen Aufführungen auf der Berlinale und dem Fantasy Filmfest wurde er bereits euphorisch gefeiert und nun endlich findet der Film auch seinen Platz in den deutschen Videotheken.

Um dem Stress der Großstadt zu entfliehen, lässt sich der junge Polizist Shane Cooper mit seiner schwangeren Frau Alice in dem kleinen Bergnest Red Hill nieder. Dass es dort etwas anders zugeht, merkt er schon an seinem ersten Arbeitstag, als er statt eines Dienstwagens ein Pferd vorfindet. Doch die so ruhig wirkende Kleinstadt hat eine grausame Vergangenheit, trieb doch der Mörder Jimmy Conway vor Jahren sein Unwesen. Als sich die Nachricht von dessen Gefängnisausbruch über die Medien verbreitet, ist dem Polizeichef klar: Conway wird zurück nach Red Hill kommen und sich an all denjenigen grausam rächen, die ihn damals eingesperrt haben. Und er soll recht behalten...

Patrick Hughes zeichnete hier ein klassisches Westernszenario um einen fremden kaltblütigen Mann, der einsam in eine Stadt marschiert und diese auf den Kopf stellen darf. Dass es sich bei seinem modernen Western auch um ein kleines Zitatekino handelt, merkt man nicht nur an dem Storyverlauf, sondern schon alleine an den Namen der Figuren (bspw. Alice Cooper, Jimmy Conway), so dass sich gerade eingefleischte Filmfans auf viele Anspielungen freuen dürfen. Dennoch kommt man nicht umher, der Geschichte eine gewisse Vorhersehbarkeit zu attestieren: Die Entwicklungen im letzten Drittel sind schon recht früh zu erahnen, ist diese doch genretypisch recht simpel gestrickt, so dass es Hughes nicht gelang, die ein oder andere Wendung clever zu verbergen.

Das Prunkstück von Red Hill ist aber ganz klar die punktgenaue Inszenierung. Das Vermischen aus Moderne und Altem ist hervorragend gelungen. Die fast schon epischen Kameraeinstellungen werden von dem spannungsgeladenen Score nahezu perfekt untermalt, so dass sich das Ganze zu einem kleinen atmosphärischen Meisterwerk zusammenfügt. Dabei besitzt der Film zudem die nötige Härte, um das Szenario glaubwürdig an den Mann zu bringen und scheut sich auch nicht vor etwas härteren Kills. Sicherlich gibt es hier und da in Sachen Anschlussfehler die ein oder andere Unsauberkeit, aber die geraten anhand er beeindruckenden Inszenierung schnell in Vergessenheit.

Dabei gerät das an sich durchaus überzeugende Cast schon fast ein wenig ins Hintertreffen. Hauptdarsteller Ryan Kwanten ist sicherlich kein Mann für eine Hauptrolle, zieht sich aber weitestgehend solide aus der Affäre, denn für die eigentlichen Highlights sorgen die Nebenfiguren. So darf Steve Bisley einen herrlich knurrigen Polizeichef abgeben, während Tommy Lewis die perfekte Ausstrahlung, sicherlich zum Teil auch der Maske zu verdanken, für einen kaltblütigen Killer hat, der die Panik der Einwohner mehr als nur nachvollziehen lässt.

Der Australier Patrick Hughes ist sicherlich ein Mann, den man im Auge halten sollte, denn alleine aufgrund der atmosphärisch dichten Inszenierung sollte sich jeder Filmbegeisterte diese Mischung aus Western und Moderne auf keinen Fall entgehen lassen.



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