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Spirit - Der wilde Mustang

(Spirit: Stallion of the Cimarron, 2002)

Dt.Start: 20. Juni 2002 Premiere: 24. Januar 2002 (Schweiz)
FSK: o.A. Genre: Animation
Länge: 83 min Land: USA
Darsteller: Matt Damon (Erzähler), James Cromwell (Colonel), Daniel Studi (Little Creek), Chopper Bernet (Sgt. Adams), Jeff LeBeau (Murphy), John Rubano (Soldat), Richard McGonagle (Bill), Matt Levin (Joe), Adam Paul (Pete), Robert Cait (Jake), Charles Napier
Regie: Kelly Asbury, Lorna Cook
Drehbuch: John Fusco


Inhalt

Der junge Mustang Spirit erblickt als wildlebendes Pferd das Licht der Welt und galoppiert mit seiner Herde frohen Mutes durch den wilden Westen. Als er bereits erwachsen ist und die Führung seiner Herde übernommen hat, trifft er das erste Mal auf Menschen und wird postwendend gefangengenommen. Man versucht seinen Willen zu brechen, doch dem unbeugsamen Spirit gelingt mit dem Indianer Little Creek die Flucht.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Spirit - Der wilde Mustang hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 67%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thomas Straßer
Spirit - Der wilde Mustang hat eine Wertung von 67%

Trotz des großen Erfolges mit komplett computeranimierten Shrek - Der tollkühne Held halten Produzent Jeffrey Katzenberg sowie seine Firma Dreamworks SKG weiterhin große Stücke auf den klassischen Trickfilm und schicken nach den zwei handgezeichneten Schatzsuchern in Der Weg nach El Dorado nun das mit Buntstift geschaffene Abenteuer Spirit - Der wilde Mustang ins Rennen. In diesem neuen Trickfilm dreht sich alles um den wilden Mustang Spirit, der im unbesiedelten wilden Westen das Licht der Welt erblickt und im Zuge des Älterwerdens den Einfall der Menschen in diesem unberührten Stück Natur miterlebt. Da man bei dem Film darauf verzichtete, die Tiere sprechen zu lassen, behilft man sich im Fall des Hauptakteurs Spirit mit einem Ich-Erzähler, dem im Original Matt Damon seine Stimme leiht.

Im Gegensatz zu dem oben erwähnten Shrek - Der tollkühne Held, ist Spirit - Der wilde Mustang ein klassischer Kinderfilm, der alle elementaren Themen wie Freundschaft, Familie und Liebe perfekt bedient. Zu Beginn des Filmes erleben wir wie der junge Hengst Spirit heranwächst und sich zum Anführer seiner Herde mausert. Im weiteren Verlauf wird er von Trappern und der Kavallerie gefangengenommen, entwickelt eine innige Freundschaft mit dem Indianer Little Creek und verliebt sich in die umwerfend schöne Stute Rain. Obwohl der Film größtenteils auf das Thema Pferd abgestimmt ist, hat man doch teilweise den Eindruck, als wurde hier einfach das Standardschema für gute kindgerechte Zeichentrickfilme angewendet, bei dem auch ein Mensch die Hauptrolle hätte übernehmen können.

Im punkto Technik setzte Dreamworks auf eine Mischung aus traditioneller Arbeitsweise und moderner Computertechnik. Genauer gesagt sprang der Computer an den Stellen ein, an denen es für einen Zeichner zu komplex oder umfangreich geworden wäre. Oftmals gehen gezeichnete und animierte Sequenzen nahtlos ineinander über, sodass selbst das geschulte Auge seine Probleme hat die Übergänge zu entdecken. Bei der musikalischen Untermalung setzte man auf das beste Pferd in Hollywoods Komponistenkoppel und verpflichtete Deutschland-Export Hans Zimmer. Dieser hat im Laufe seiner Karriere schon genügend Erfahrungen in der Vertonung von Zeichentrickfilmen gemacht, man erinnere sich an Der König der Löwen, als dass er hier etwas anbrennen lassen würde. Allerdings durfte Hans Zimmer nicht mit Elton John, mit dem er bereits Der König der Löwen oder Der Weg nach El Dorado musikalisch untermalt hatte, zusammenarbeiten. Diesmal stellte man ihm Bryan Adams zur Seite, der für den Soundtrack einige bärenstarke Songs ablieferte, die wirklich hervorragend zum Film passen.

Für die kindliche Zielgruppe hat Produzent Jeffrey Katzenberg einen bunten Strauss an bewährten zeichentricktechnischen Stilmitteln zusammengestellt. Angefangen bei den behandelten Themen bis hin zur Musik ist alles dabei, was das wohlerzogene Kind von heute braucht. Im großen und ganzen kommt der Film im Stile einer Disney Produktion daher, wobei man dem Film Spirit - Der wilde Mustang zugute halten muss, dass er ohne sprechende Tiere auskommt. Alles in allem ein gelungener Kinderfilm, der allerdings nicht in der ersten Liga spielt.



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