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And Soon the Darkness

(And Soon the Darkness, 2010)

Durchschnittliche Redaktionswertung

66%



Inhalt

Die beiden Freundinnen Ellie und Stephanie verbringen ihren gemeinsamen Urlaub in Argentinien. Kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellie plötzlich spurlos. Stephanie, die eine Entführung vermutet, wendet sich sofort an die Polizei, die ihr jedoch nicht helfen kann. Verzweifelt bittet sie den Amerikaner Michael um Hilfe, der fortan daran beteiligt ist, ihre Freundin zu suchen. Doch ist es wirklich ausschließlich Michaels Ziel, Ellie zu finden?

Kritik

von Daniel Licha

Wertung Kritik

66%

Wenn gutaussehende Frauen alleine ohne Begleitschutz in den Urlaub fahren, verheißt das in den meisten Filmen nichts Gutes. Auch in diesem Falle nimmt der Argentinienurlaub für zwei junge Frauen kein gutes Ende. Ihnen dabei zuzusehen ist jedoch (nicht nur wegen ihrer Optik) durchaus angebracht, gefällt der Film doch durch seine ruhige Atmosphäre und seiner kompromisslosen Art und Weise. Dennoch wird man das Gefühl nicht los, das Ganze nicht das erste Mal gesehen zu haben.

Bild aus And Soon the Darkness Man könnte meinen Hollywood würde versuchen die Tourismusbranche in den Vereinigten Staaten anzukurbeln, in dem es Südamerika immer wieder als gefährliches Pflaster darstellt und es nach Turistas, Trade - Willkommen in Amerika und Ruinen erneut als überaus gefährliches Urlaubsziel präsentiert. Marcus Efron schickt in seinem Remake des Horrorfilmes Tödliche Ferien die beiden neuen Horrorqueens Amber Heard und Odette Yustman auf einen nicht ganz so erfreulichen Urlaubstrip nach Argentinien.

Weil sie lieber ihren eigenen Urlaub machen wollen setzen sich Stephanie und Ellie bei einer Fahrradtour durch Argentinien von der Gruppe ab um die letzten Tage gemeinsam verbringen zu können. Nach einer partyreichen Nacht kommt es wie es kommen muss und der letzte und einzige Bus wird verpasst, so dass sie nun in der Einöde Argentiniens festsitzen. Während Ellie ihre Tagesaktivität aufgrund der Nachwirkungen des Vorabends auf Sonnenbaden beschränkt, möchte Stephanie lieber die Höhlen in der Umgebung erforschen. Bei ihrer Rückkehr jedoch ist Ellie plötzlich wie vom Erdboden verschwunden und helfen möchte ihr mit Ausnahme des etwas zwielichtig wirkenden Michael auch keiner.

Verschlug es im Original zwei UK-Girls nach Frankreich, machen die US-Girls im Gegensatz dazu das böse Argentinien unsicher wo Entführungen und Frauenhandel scheinbar auf der Tagesordnung stehen. Sieht man von dem etwas zu hoch gehaltenen Klischee einmal ab beginnt der Film recht stimmig und nimmt sich die notwendige Zeit, damit der Zuschauer die beiden Hauptfiguren kennen lernen kann. Diese sind von Grund auf sympathisch und so gelingt schon im Vorfeld die Grundlage aufzubauen, damit das Publikum mit seinen Charakteren mitfiebern kann. Dabei tut sich der Film durchaus schwer aus einer solch gradlinigen Geschichte für etwas Abwechslung zu sorgen, aber gibt sich zumindest im Rahmen der Möglichkeiten Mühe die eine oder andere Frage bzgl. des möglichen Täters aufzuwerfen.

Wer hier einen harten Hardcore Torture Porn oder Vergleichbares erwartet wird enttäuscht sein. Marcus Efron schlägt in seinem Langfilmdebüt eher ruhige Töne an und vermittelt in der ersten halben Stunde dem Zuschauer das Gefühl von Schönheit und Freiheit. Dies ist in tollen Bildern eingefangen und wirkt gepaart mit einer guten Musikauswahl fast schon wie ein Werbevideo für das perfekte Urlaubsland Argentinien. Aber auch als der Horrorpart einsetzt, werden eher ruhigere und fast schon realistische Töne eingeschlagen, was mit Ausnahme einiger überraschend kompromisslosen Szenen sicherlich den ein oder anderen Hardcorehorrorfan enttäuschen wird.

Mit Amber Heard und Odette Yustman hatte die Castingabteilung sicherlich im Sinn das männliche Auge anzusprechen, was sich auch in der äußerst knappen Bekleidung der beiden Actricen wiederspiegelt. Während Heard entgegen ihrer üblichen Rollen eher die ruhige und vernünftigere der beiden Mädels spielen darf, zieht Yustman nahezu alle Register und dürfte sich schon jetzt für weitere Filme des Genres empfehlen. Zu mehr reicht es beim Talent beider Damen wohl aber auch nicht. Bleibt noch der ruhige eher schweigsame Karl Urban in einer kleinen Nebenrolle zu erwähnen, der das Pech hat, dass sein Charakter fast schon zu undurchsichtig gestaltet wurde und er nahezu keinerlei Emotionen auf der Leinwand zeigen darf.

Ohne große Höhepunkte zieht And Soon the Darkness sein Standardhorrorthrillerprogramm durch. Im Grunde macht er dabei nur wenig bis gar nichts falsch, hat eine tolle Atmosphäre zu bieten und hat dank der sympathischen Figuren auch Grund zum Mitfiebern. Dennoch reißt er am Ende aufgrund mangelnder Innovation keine Bäume aus und wird wohl nur die Zuschauer begeistern können, die innerhalb des Genres noch nicht so viele Filme gesehen haben.

Keine weitere Wertung


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