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Die Abenteuer von Tim und Struppi

(The Adventures of Tintin: The Secret of the Unicorn, 2011)

Durchschnittliche Redaktionswertung

68%



Inhalt

Der unerschrockene Jungreporter Tim macht sich mit Kapitän Haddock auf die abenteuerliche Reise, einen Schatz zu suchen, der noch von dessen Vorfahren, Sir Francis Haddock, stammen soll. Aber sie haben die Rechnung ohne den Gefängnisflüchtling Red Rackham gemacht, der ihnen dicht auf den Fersen ist...

Kritik

von Oliver Mai

Wertung Kritik

45%

Einhunderttausend heulende und jaulende Höllenhunde? Nein, nicht ganz! Der Film hat zuwenig "Hagel und Granaten!", um zu überzeugen. Eingefleischte "Tim und Struppi"-Comic-Fans werden von Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn eher enttäuscht sein. Die Umsetzung mit Performance-Capture-Technik vermag optisch kein klassisches Tim-und-Struppi-Feeling zu vermitteln. Die übrigen Zuschauer erwartet ein auf ein sehr junges Publikum ausgelegtes 3D-CGI-Werk, das nicht wirklich geheimnisvoll daherkommt.

Bild aus Die Abenteuer von Tim und Struppi Der Trailer ließ das Schlimmste befürchten. Der Film liegt optisch auf der Linie des nicht übermäßig erfolgreichen Polarexpress. Die 3D-CGI-Optik bedient, zusammen mit der verwendeten Performance-Capture-Technik den Zweck, dass man sich der Optik der gezeichneten skurrilen Charaktertypen von Georges Remi, bekannt als Hergé, ohne viel falsche Bärte oder Latex-Gesichtsapplikationen annähern kann. Ganz anders als bei Avatar oder bei Gollum aus der Herr der Ringe-Triologie wirken die Charaktere wie bei Polarexpress allerdings nicht stimmig, sondern ungut künstlich.

Das mag daran liegen, dass die Macher zwar die Emotionen der Schauspieler gecaptured haben, aber dann doch wieder versucht haben, flächig - wohl als versuchte Anlehnung an die Vorlagen - zu arbeiten. So ist Struppi fern der aktuellen State-of-the-Art-Animation sehr einfach animiert. Und bei den menschlichen Charakteren bleibt aufgrund der extremen CGI-Gesichtsanpassung und der deutschen Synchronisation von den Originalschauspielern nichts Reales mehr übrig. So ist es (anders als beispielsweise bei der genialen Gollum-Umsetzung) nicht mehr möglich, zu sagen, ein Schauspieler hätte gut oder schlecht agiert, weil vom Schauspieler nichts mehr durchscheint. Wozu also die Umsetzung in der vorliegenden Animationsform? Was will der aktuelle Film sein? Kommt er vom Trickfilm oder vom Realfilm? Es bleibt dem Zuschauer verschlossen.

Die Comics und die klassischen Zeichentrickverfilmungen wie Tim und Struppi und der Haifischsee und Tim und Struppi im Sonnentempel sind alle in sehr flächiger und für Hergé typischen 2D-Optik gehalten. Die Realverfilmungen Tim und Struppi und das Geheimnis um das goldene Vlies oder Tim und Struppi und die Blauen Orangen sahen bisher ebenfalls anders aus. Die Optik des vorliegenden Films hängt zwischen allen Stühlen, was weder die bisherigen Comic-, noch die Realfilmfans zufrieden stellen dürfte. Bleibt die offene Frage, warum man sich die Story in dieser CGI-Animationsvariante ansehen soll?

Also mal weg von der Optik und einen Blick auf das Drehbuch und die Geschichte geworfen: Die "Süsswassermatrosen" von Autoren haben drei der Hergé-Comics in die Kinoproduktion Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn verwurstet. Ohne Not hätte man auf "die Goldene Krabbe" verzichten können. Eine Einführung von Kapitän Haddock hätte problemlos auch durch eine kurze Rückblende gelöst werden können. Warum nur - warum ist nicht "Das Geheimnis der Einhorn" und "Der Schatz Rackhams" allein verfilmt worden? Denn die drei Comicvorlagen kommen im fertigen Film nur sehr zerfleddert an. Durch die Masse der Vorlagen bedingt fielen dem Drehbuch wesentliche Teile zum Opfer oder wurden derart verfälscht, dass einem einfach nur die Spucke wegbleibt. Insbesondere aus dem "Schatz Rackhams des Roten" fehlt so viel, dass es nur noch weh tut. Viel zu oft ist der Comicfan damit beschäftig, einzuordnen, aus welchem Comic die einzelnen Szenen kommen, sich zu orientieren, ohne wirklich entspannt genießen zu können. Dabei enthält der Film jede Menge Anspielungen auf die übrigen Comics, die durchaus Spaß machen.

Die Charaktere sind im Großen und Ganzen stimmig umgesetzt - wenn sie auch, wie schon erwähnt, unnatürlich wirken. Aber dass man Kapitän Haddock neue Lieblingsflüche ins Drehbuch, beziehungsweise in die deutsche Synchro geschrieben hat, war echt überflüssig. Schließlich enthalten die Comics massenweise sensationelles Fluchmaterial, das die Fans gerne auch im Film gehört hätten - Heulende Hagel und Höllengranaten! Struppi ist in seiner mienenreichen Umsetzung etwas nervig, was er in den Vorlagen natürlich auch war - man muss der Verfilmung hier zugute halten, dass der Wau-Wau nicht wie im Comic spricht.

Betrachtet man den Film mal aus der nicht-Tim-vorbelasteten Warte, ist die Bewertung ebenso ernüchternd. Für den Hergé-Neuling ist Tim und Struppi ein Film mit nicht gerade steiler Spannungskurve. Die Identität des "Bösen" wird schnell aus dem Sack gelassen und auch danach bietet der Film ein zu belangloses Katz und Mausspiel, als dass der Zuschauer gebannt mitfiebern könnte. Auch humormäßig bietet Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis der Einhorn leider weitgehend nur Slapstickniveau. Das dürfte die älteren Zuschauer eher unterfordern und enttäuschen.

Die detaillierte 3D-Umsetzung wirkt befremdlich und ist anders als der Vorspann einfach unstimmig. Tim und Struppi hätte als klassischer 2D-gemalter Zeichentrickfilm genauso - wenn nicht besser - funktioniert und wäre näher an den Vorlagen geblieben. Was ein neues Indiana Jones-Franchise für Spielberg hätte werden können, ist eher leider über Strecken nur belanglos und entzaubernd.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

85%

Sofern man bislang komplett um die Geschichten von Tim und Struppi herumgekommen ist, macht es Steven Spielberg seinem Zuschauer unglaublich schwer. Es wird ein gehriges Vorwissen der Figuren vorausgesetzt und somit wird der unbedarfte Zuschauer ziemlich brutal ins kalte Wasser geworfen. Sieht man aber von der anfnglichen Hetzerei ab, schuf Steven Spielberg endlich seinen gelungenen vierten Indiana Jones ... mehr oder weniger, denn der erste Teil der angekndigten Trilogie begeistert wie Indy zu seinen besten Zeiten und hat auch dessen unwiederstehliche Atmosphre zu bieten. Optisch wurde das Ganze perfekt eingefangen und schon lange sah 3D nicht mehr so gut aus wie in diesem Film. Die Geschichte ist verpackt mit viel Witz und ungemein schrulligen Charakteren und sptestens mit der finalen Actionsequenz drfte der Zuschauer fast schon mit begeisternden Kinderaugen auf die Leinwand blicken. Ein wunderbares Abenteuer, das Lust auf mehr macht und nur dank des holprigen Beginns einige Abzge vorzuweisen hat.

Kurzkritik

von Florian Tritsch

Wertung Kurzkritik

73%

Steven Spielbergs aufwendig produzierte Verfilmung eines der berhmtesten europischen Comics hat durchaus seine groen Momente, allerdings will der Funke dennoch nie so wirklich berspringen. Dies liegt zum einen daran, dass die Geschichte viel zu berladen und sprunghaft wirkt - einmal mehr gilt hier, dass weniger mehr gewesen wre.
Zum anderen knnen die Computeranimationen, trotz liebevoller Detailarbeit, nicht auf ganzer Linie berzeugen. Whrend die Sets und die Kleidung durchaus fotorealistisch wirken, fallen die Gesichter der Hauptfiguren durch ihre Knstlichkeit extrem negativ auf.



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