Big Mama's Haus - Die doppelte Portion Poster

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Big Mama's Haus - Die doppelte Portion

(Big Mommas: Like Father, Like Son, 2011)

Dt.Start: 03. März 2011 Premiere: Februar 2011 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Komödie
Länge: 107 min Land: USA
Darsteller: Martin Lawrence (Malcolm/Big Momma), Brandon T. Jackson (Trent/Charmaine), Jessica Lucas (Haley), Michelle Ang (Mia), Portia Doubleday (Jasmine Lee), Emily Rios (Isabelle), Ana Ortiz (Gail), Henry Lubatti (Vlad), Lorenzo Pisoni (Dmitri), Tony Curran (Chirkoff), Marc John Jefferies (Rembrandt), Brandon Gill (Scratch), Zack Mines (Delante), Trey Lindsey (TJ), Max Casella (Canetti), Ken Jeong (Postmann)
Regie: John Whitesell
Drehbuch: Matthew Fogel, Don Rhymer


Inhalt

Trent ist der Neffe des FBI Undercover Agenten Malcolm Turner. Durch einen blöden Zufall wird Trent Zeuge eines Mordes an einer Kunstschule für Mädchen. Kurzer Hand ist die verrückte Idee geboren, dass sich Malcolm und Trent als Big Mama und Charmaine tarnen, um Zutritt zur Hochschule zu erlangen. Sie versuchen, den Mörder Dingfest zu machen und ihm auf die Schliche zu kommen, bevor er selbiges mit ihnen macht.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Big Mama's Haus - Die doppelte Portion hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 35%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Dimitrios Athanassiou
Big Mama's Haus - Die doppelte Portion hat eine Wertung von 35%
Ganze elf Jahre nachdem Martin Lawrence, der an der Seite von Will Smith in den beiden Bad Boys-Episoden seinen größten Erfolg feierte, das erste Mal in die Rolle der Big Mama schlüpfte, streift er nun bereits zum dritten Mal den Latexbody über, um das Verbrechen in dieser grotesken Verkleidung zu bekämpfen. Leider ist den Machern von Big Mama's Haus - Die doppelte Portion aber nicht mehr eingefallen, als diesmal zwei Männer in Gummihüftgold und Frauenkleidern ins Rennen zu schicken. Das langt aber nicht mal für eine halbe Portion.

Bild aus Big Mama's Haus - Die doppelte Portion Filme wie Mrs. Doubtfire - Das stachelige Kindermädchen, Norbit oder Der verrückte Professor leben zum großen Teil von der Lust am Grotesken. Allen diesen ist gemeinsam, dass sich ein normalgewichtiger Darsteller in einen mitunter überdimensionierten Fatsuite zwängt, um einen (extrem) Übergewichtigen zu spielen oder zumindest zu simulieren. Was für manche Menschen im Alltag also eher Mitleid erregende Plackerei ist, wird somit auf der großen Leinwand plötzlich, dank feucht-fröhlicher klamottiger Einlagen und allerlei Slapstick, zum Lachsalven produzierenden Freudenfest. Weit trägt diese Art von Humor allerdings nicht: Beim ersten Mal kann es vielleicht noch die Menschen in Scharen in die Kinos locken, lässt man sich bei den - oft unausweichlich folgenden - Fortsetzungen aber nichts Neues einfallen, geht dem Konzept überaus schnell die Puste aus.

Nach Big Mama's Haus und der Fortsetzung Big Mama's Haus 2 schlüpft nun FBI-Agent Malcolm Turner (Martin Lawrence) abermals in den Gummianzug mit den voluminösen Rundungen, um sich im dritten Teil der Reihe wieder in die Big Mama genannte Wuchtbrumme zu verwandeln und Undercover zu ermitteln. Diesmal dreht sich alles um einen ominösen USB-Stick, der Informationen enthält, die ein paar üble Ganoven hinter Gitter bringen könnten. Der Stick soll sich irgendwo in den Räumlichkeiten einer High School befinden, soviel konnte ein Informant preisgeben, bevor er von besagten Ganoven erschossen wurde. Dummerweise hat ausgerechnet Agent Turners Stiefsohn Trent (Brandon T. Jackson) diesen Mord mitangesehen und nun sind die Gangster, außer hinter dem Stick, auch hinter ihm her. Dabei sollte Trent eigentlich aufs College und Studieren, der möchte aber viel lieber ein angesagter Rap-Star werden.

Um ihn nun im Auge behalten und trotzdem nach dem Stick fahnden zu können, schleust Turner Trent in Frauenkleider und etwas Latex an den richtigen Stellen, als pummelige Schülerin Charmaine in die High School ein, in der sich auch der Stick befinden soll. Er nimmt dort gleichfalls eine Stelle an - wie gewohnt, als Big Mama. Die Suche nach dem Stick erweist sich aber als kniffliger als gedacht: Agent Turner erfährt in seiner weiblichen Identität sexuelle Avancen vom Security-Mann der Schule, der die Figur eines American-Football-Spielers der Defense-Line besitzt. Und auch Trent stolpert über die Liebe, als er der sehr ansehnlichen Haley (Jessica Lucas) über den Weg läuft.

Old School vs. New School, so ließe sich in wenigen Worten der Grundtenor dieses dritten Teils beschreiben. Die Big-Mama-Filme waren immer als familientaugliche Komödien angedacht. Um diesmal Jung und Alt gleichermaßen zu mobilisieren, steht nun mit Brandon T. Jackson dem Veteranen Martin Lawrence ein junger Co-Star zur Seite, der eine jüngere Zielgruppe ansprechen soll. Das gilt gleichermaßen für diverse Rap-Einlagen; allerdings gibt es auch für die Oldies zwischendurch was auf die Ohren: So darf zu Papa was a Rolling Stone in der Version der Temptations geswingt werden. Überhaupt erinnert Big Mama's Haus - Die doppelte Portion zuweilen etwas an Disneys High School Musical oder manch ältere, überaus biedere Komödie aus dem gleichen Hause.

Damit ist im Kern umrissen, was das Problem des Film ist. Er ist überaus harmlos und geradezu prototypisch für amerikanische Family-Comedy, züchtig bis zur Prüderie. Die spärlichen Gags besitzen überdies kaum Zündpotenzial, die Inszenierung an sich mag vom Plot her zwar eingängig und nicht mal unlogisch sein, ist dafür aber ungemein lahm. Weder kommt Spannung auf, obwohl der Film für sich beansprucht irgendwie Krimi sein zu wollen, noch vermag man etwas wie echten Mutterwitz zu erkennen. Die Luft ist endgültig raus aus diesem Konzept und bedarf nicht wirklich weiterer Sequels. Als Familienunterhaltung mag Big Mama's Haus - Die doppelte Portion aber dennoch tauglich sein, allerdings langt die Couch-Potato-Session hierbei allemal.



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Dt. Start: 13. Apr 2006
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