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Freundschaft Plus

(No Strings Attached, 2011)

Dt.Start: 17. Februar 2011 Premiere: 21. Januar 2011 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Komödie, Romanze
Länge: 108 min Land: USA
Darsteller: Natalie Portman (Emma Franklin), Ashton Kutcher (Adam Kurtzman), Cary Elwes (Dr. Metzner), Kevin Kline (Alvin), Lake Bell (Lucy), Olivia Thirlby (Katie Kurtzman), Mindy Kaling, Greta Gerwig (Patrice), Talia Balsam (Sandra Kurtzman), Ophelia Lovibond (Vanessa), Phil LaMarr (Police Officer), Adhir Kalyan (Kevin), Stefanie Scott (Junge Emma), Brian H. Dierker (Bones)
Regie: Ivan Reitman
Drehbuch: Elizabeth Meriwether


Inhalt

Sex ohne Verpflichtungen, der Traum eines jeden Mannes. Als sich Adam Kurtzman und Emma Franklin nach Jahren wiedertreffen, knistert es noch immer zwischen den Jugendfreunden. Doch Emma findet als angehende Ärztin keine Zeit für feste Beziehungen und will daher nur eines: Sex. Eine Zeit lang ist dies auch für Adam in Ordnung, doch schon bald merkt er, dass da mehr ist als nur der bloße Reiz am Erotischen. Doch wie soll er Emma das beibringen, ohne alles aufs Spiel zu setzen?
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Freundschaft Plus hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 71%
Kurzkritik
von Daniel Licha
Wertung von 66 für Freundschaft Plus

Der von Natalie Portman produzierte Film zeigt sie einmal von einer ganz anderen, etwas freizügigeren, Seite. Dass es sich dabei um eine sehr massentaugliche RomCom ohne große Überraschungen handelt, in der nahezu alle Klischees abgegrast werden, ist insofern schade, da der von Ghostbusters Regisseur Ivan Reitman inszenierte Film viele tolle Momente hat. Man nehme nur die Perioden-CD, der Karottenstrauß etc. - alles wunderbar! Auch die Chemie der beiden Hauptdarsteller könnte besser kaum sein, was sogar einen Ashton Kutcher überzeugend und liebenswürdig auf den Zuschauer wirken lässt. Dazu gibt es noch viele prominente Gesichter in den Nebenrollen, auch wenn es schade ist, dass die wunderbare Greta Gerwig (Greenberg) trotz einiger wirklich guter Szenen eher verheizt wurde. Dank der sympathischen Charaktere und Darsteller, sowie vielen kleineren Ideen hebt sich Freundschaft Plus am Ende doch noch etwas vom Genreallerlei ab und kann zumindest kurzweilig unterhalten.

Kritik

von Oliver Mai
Freundschaft Plus hat eine Wertung von 75%
Kriegen Sie sich? Und wenn Ja - Wie? Wird die Beziehung halten? Freundschaft Plus liefert Romantikern in diesem Frühjahr den Stoff, aus dem die Träume sind. Mit einer stimmig umgesetzten Story, die mit viel gelungenen Gags durchsetzt ist, und zwei glaubwürdigen Hauptdarstellern zeigt uns Regisseur Ivan Reitman, dass er weiterhin das glückliche Händchen für romantische Komödien hat.

Bild aus Freundschaft Plus Emma Kurtzman (Natalie Portman) und Adam Franklin (Ashton Kutcher) kennen sich aus Teenager Zeiten und treffen sich über die Jahre hinweg immer wieder zufällig, ohne mehr als ein paar Sätze zu wechseln. Mehr als Floskel vereinbaren die Beiden, mal etwas zu unternehmen. Aus persönlichem Frust und ein wenig zu viel Alkohol kommt es dazu, dass Adam nackt auf dem Sofa in der WG von Emma und kurz darauf auch in ihrem Bett landet. Der Beginn einer Beziehung? Nicht direkt. Weil Emma als angehende Ärztin in ihrem Beruf voll eingespannt ist und keine Zeit für tiefer gehende Beziehungen hat, schlägt sie eine unkomplizierte Variante vor: Sie will einfach nur Sex - ohne Frühstück, ohne Kuscheln, ohne Verpflichtungen! Für Adam scheint der Traum eines jeden Mannes in Erfüllung zu gehen, bis er feststellen muss, dass Emma ihm ordentlich den Kopf verdreht hat.

Fangen wir mit dem Titel an. Man sollte nie eine Gelegenheit ungenützt verstreichen lassen, sich zu "gelungenen" eingedeutschten Filmtiteln zu äußern. Vorliegender hat mal wieder so gar nichts mit dem Originaltitel No Strings Attached (steht für "ohne Bedingungen", "unverbindlich") gemein. Diese Prämisse der Beziehung zwischen Adam und Emma findet sich irgendwie in dem deutschen Titel nicht wirklich wieder, schade drum.

Kommen wir zum inhaltlichen Aspekt des zweiten Films im "Jahr des Schwans". Dem Jahr, in dem wir - gefühlt - andauernd Filme mit Natalie Portman sehen werden. Mit Kinostarts in Deutschland von Black Swan, Freundschaft Plus, Your Highness und Thor ist die Gute ganz schön fleißig. Liefert Sie nur Quantität, oder auch Klasse? Keine Frage, die wandlungsfähige Natalie Portman verkörpert die Emma zwar nicht Oscarreif, aber gelungen und mit viel Ausstrahlung. Das Knistern zwischen Natalie Portman und Ashton Kutcher ist laut zu hören und glaubwürdig. Kutscher liefert eine seinem Image entsprechende Performance ab. Die WG-Ärzte, mit denen Emma zusammenlebt, wie auch die Freunde von Adam sind durch die Bank sympathische Charaktere. Kevin Kline als Vater von Adam, der sich Adams Exfreundin geangelt hat, ist wie immer klasse, wenngleich er teilweise etwas deplatziert gewirkt hat. (Ein gelungener Trick des Regisseurs, um zu suggerieren, dass Adam nicht in der Welt seines Vaters lebt?). Cary Elwes hat eine derart unbedeutende Rolle, dass eine Aussage über seine Umsetzung gar nicht möglich ist.

Der Film hält den im Trailer suggerierten Witzlevel nicht ganz. Er enthält einige der besten Szenen des Films und schafft es dabei immerhin, den Zuschauer auf einige falsche Storyfährten zu locken, sodass der Film selbst noch spannend bleibt. Trotzdem - wer den Trailer noch nicht kennt - einfach direkt den Film ansehen, sonst sind einige, sehr witzige Gags vorweggenommen. Wilde und unerwartete Storywendungen waren genrebedingt nicht zu erwarten und sind in der Umsetzung von Elizabeth Meriwethers Drehbuch auch nicht enthalten. Inszeniert wurde der Film vom Ghostbusters-Regisseur Ivan Reitman, der sein Händchen für eine gut laufende Story und treffende Situationskomik nicht verloren hat. Geschickt gelingt es ihm, eine Story zu erzählen, die erfrischend ohne viel "Bäumchen wechsel dich" auskommt, und diese verhältnismäßig elegant und angesichts der Thematik ohne alzu derbe Gags ins Ziel zu bringen.

Insgesamt lässt es Freundschaft Plus dem Zuschauer warm ums Herz werden und ist die passende romantische Komödie für den kommenden Valentinstag. Die Inszenierung ist ein gelungener Feelgood-Movie, eine Komödie fürs Herz, die nicht so dick aufträgt, wie etwa ein Briefe an Julia. Los, ihr Romantiker! - ansehen und genießen.



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