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The 51st State

(The 51st State, 2001)

Dt.Start: nicht bekannt
DVD: 17. Dezember 2002
Premiere: 07. Dezember 2001 (UK)
FSK: ab 16 Genre: Action, Komödie
Länge: 92 min Land: USA, Kanada, UK
Darsteller: Samuel L. Jackson (Elmo McElroy), Robert Carlyle (Felix DeSouza), Emily Mortimer (Dakota), Meat Loaf (The Lizard), Nigel Whitmey (L.A. Highway Patrol), Robert Jezek (Priester), Jake Abraham (Konokko), Mac McDonald (Mr. Davidson), Aaron Swartz (Mr. Yuri), David Webber (Mr. Jones), Michael J. Reynolds (Mr. Escobar), Sonny Muslim (Junge im Flugzeug), Barbara Barnes (Mutter des Jungen), Junix Nocian (Mr. Ho-Fat), Paul Barber (Frederick)
Regie: Ronny Yu
Drehbuch: Stel Pavlou


Inhalt

Elmo McElroy erfindet mit POS51 die Designerdroge des Jahrhunderts, mit der er in Liverpool den Deal seines Lebens zu landen versucht. Doch gierige Drogenbosse, Handlanger dumm wie Brot, eine leckere Auftragskillerin, meditierende Waffendealer, wüste Skins und die ungewollte Partnerschaft mit einem yankee- hassenden Kleinkriminellen sorgen schnell für ein bleiblutiges Chaos.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

The 51st State hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 86%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thorsten Woner
The 51st State hat eine Wertung von 86%

Wenn Ihr an The Last Boy Scout denkt, wird Euch dann auch warm ums Herzchen? Müßt Ihr dann auch leise in Euch hineinlächeln und denkt Ihr dann auch zufrieden an einen Actioner zurück, der sich so richtig schön schlammig in seiner eigenen, knochentrockenen Art gesuhlt hat? War das nicht ein Film, bei dem das Testosteron förmlich von der Leinwand in Euer Gesicht fontäniert ist? Ach ja, herrlich! Und nach The Last Boy Scout kam dann in der Richtung irgendwie gar nichts mehr, wurden die Actionfilme besinnlicher und schüttelten sich unter dem Deckmantel der 80er-Jahre-Ruppigkeit entgültig hervor. Nach The Last Boy Scout ist man lange nicht mehr zusammengezuckt, wenn jemandem die Nase mit nur einem Schlag zersemmelt oder ein Oneliner, der die Grundmauern jeder Kirche erschüttern läßt, ins Gesicht gebalzt wurde. Denn die Actionfilme wurden sauberer.

Jetzt ist es aber wieder einmal soweit: The 51st State ist ein dreckiger, lauter Kracher der sich bodenständig auf seine Darsteller verlassen kann anstatt Weicheierigkeit hinter Explosionen und SFX zu verstecken. Das mag daran liegen das nach Bruce Willis endlich wieder ein Schauspieler aufgetaucht ist, der in seiner Präsenz markant genug ist, als eigenständiges Event jeden Film aufzuwerten: Sam the Man. In Pulp Fiction war er Kult, in Shaft hatte er verdammt schlechte Laune, aber hier ist er einfach nur cool, einfach nur cool. Wenn Sam (seine Freunde dürfen ihn so nennen und da ich, ähm, ach wen interessierts...) in seinem Kilt, den er den gesamten Film über trägt, lässig jede dumme Bemerkung mit einem bösem Blick oder einem Oneliner, der nicht nur für den Trailer ins Script gepackt wurde, sondern um weh zu tun, abschmettert, dann schmecken die Kinonachos gleich noch ein wenig besser und man hat einen neuen Helden gefunden. Wer denkt, daß Sams Laserschwert-Attacke im neuen Star Wars klasse rüberkam, der hat noch nicht gesehen, wie Mr.Jackson mit einem Golfschläger durch einen Pulk Hooligans schnitzelt, ohne auch nur einmal ins Wancken zu geraten. Und bevor ich meine Liebeserklärung an Samuel L. Jackson beende, freue ich mich jetzt schon auf die überbrodelnde Partystimmung, die im Kino in den ersten Minuten ausbrechen wird, wenn Sam einen Auftritt hat, den so nur er bringen kann (oder Bruce Willis).

Die Regie des Films hatte niemand geringerer als Ronny Yu und wo Ronny Yu drauf steht da ist auch Ronny Yu drin. Der Mann hat uns Filme wie The Bride with white Hair und The Bride of Chucky geschenkt (minimalster Auszug aus seiner Filmografie) und selbst wer die Filme an sich nicht mochte kann dem Mann sein optisches Talent nicht absprechen. So auch hier: das Timing des Films vom Soundtrack über die Farbstruktur bis hin zu den Shootouts, den Slowmotions und dem trockenen Humor sind reinstes Opium für Kinoliebhaber, man kann es gar nicht anders sagen. Da kriegt man noch was für sein Geld. Und wer immernoch daran zweifelt ob er wirklich in den Film gehen soll, den kann ich vielleicht mit noch ein paar losen Schlagworten aus der Reserve locken: Robert Carlyle, Rhys Ifans und Meat Loaf in einer wirklich schmierigen, wirklich sehr schmierigen, fiesen Rolle, die ihm erschreckend gut steht. Das alles hört sich jetzt ganz mächtig nach tollem Männerschweiß an, doch eine zentrale Figur des Films wird von Emily Mortimer gespielt (Friends-Fans kennen sie vielelciht noch als Ross' Ehefrau aus England) und wird glücklicherweise nicht bloß als Blickfang für hechelnde Momente verheizt, sondern darf die Jungs so richtig aufmischen und dirigiert einige der explosiveren Momente des Films. In diesem Sinne könnt Ihr Euch auf einen feinen, dreckigen, lauten Film freuen, der der heiligen Brüderschaft des guten Benehmnes mal so richtig saftig in die Weichteile wuchtet. Kino soll Spaß machen und The 51st State macht Spaß. Slam, Bam, Thank you Mam.



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