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Der Mandant(The Lincoln Lawyer, 2011)
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23. Juni 2011 DVD: 02. Dezember 2011
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Premiere: |
März 2011 (USA) |
| FSK: |
ab 12
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Genre: |
Drama |
| Länge: |
118 min
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Land: |
USA |
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Darsteller:
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Matthew McConaughey (Mickey Haller), Ryan Phillippe (Louis Roulet), Marisa Tomei (Maggie McPherson), John Leguizamo (Val Valenzuela), Josh Lucas (Ted Minton), William H. Macy (Frank Levin), Bryan Cranston (Detective Lankford), Michaela Conlin (Heidi Sobel), Margarita Levieva (Reggie Campo), Katherine Moennig, Michael Pena (Jesus Martinez), Shea Whigham, Frances Fisher (Mary Windsor), Michael Paré (Detective Kurlen), Bob Gunton (Cecil Dobbs) |
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Regie:
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Brad Furman |
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Drehbuch:
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Michael Connelly, John Romano |
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 Inhalt
Der nicht sonderlich erfolgreiche Strafverteidiger Mickey Haller bearbeitet seine Fälle auf eine sehr ungewöhnliche Art und Weise, nämlich vom Rücksitz seines Lincoln. Während seine bisherigen Fälle eher unspektakulärer Natur sind, bietet sich ihm eines Tages die Chance seines Lebens. Er soll den angeklagten Playboy Louis Roulet aus Beverly Hills verteidigen. Überzeugt von der Unschuld seines Mandanten beginnt Haller die Verteidigung und gelangt an erschreckende Informationen. |  |
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Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Benjamin Schieler
Immer dann, wenn Matthew McConaughey nicht seine Selbstverliebtheit und/oder seinen freien Oberkörper zur Schau stellt, ist er als Schauspieler am Besten. Wie schon 1996 in The Jury spielt er nun einen Anwalt in einem moralischen Konflikt. McConaugheys Rolle leistet sich dabei ein packendes Duell mit seinem von Ryan Philippe dargestellten Mandanten. Besonders stark ist der Film in seinem letzten Drittel, in dem die Mischung aus Humor und Spannung passt. Coole Sprüche - zumindest in der Originalversion - und gern gesehene Nebendarsteller wie Marisa Tomei und William H. Macy tun ihr Übriges: dieser Justizthriller macht Spaß.
Kurzkritik
von Daniel Licha
Der Mandant merkt man in jeder Minute an, dass es sich um eine Romanverfilmung handelt, hat der Film doch viel zu viele Nebenhandlungsstränge, die oftmals nur äußerst unbefriedigend zu Ende gebracht werden, bzw. überflüssig sind. Sieht man noch von einigen Zufällen zu viel ab, ist Brad Furman ein recht unterhaltsamer Gerichtsthriller geglückt, der mehr von seiner Vorlage, als von der Inszenierung oder den Darstellerleistungen lebt. Diese sind zwar durch die Bank solide (Highlight sicherlich William H. Macys Frisur :D), aber wie schon erwähnt zieht der Film seine Stärken durch die zwiespältige Situation in der sich die titelgebende Figur befindet. Schlussendlich ein sehr solider Film der jedoch nicht lange im Gedächtnis verweilen wird.
Kurzkritik
von Lutz Granert
Solider Thriller, der sich leider zu sehr um seinen eigenen Clou, dafür weniger um Originalität bemüht. Matthew McConaughey gibt den gewieften Anwalt, der in die Schusslinie seines diabolischen Mandanten (Ryan Philippe) gerät, solide, ist neben der Scheinwelt Hollywoods, unter deren Oberfläche das Böse brodelt, omnipräsent. Marisa Tomei (In the Bedroom) als Liebschaft kommt dadurch allerdings genauso zu kurz wie Ermittler William H. Macy (Born to be Wild - Saumäßig unterwegs) mit Ultra-80er-Matte. Schade drum.
Kritik
von Dimitrios Athanassiou
Dass alle Anwälte des Teufels sind, dürfte schon lange bekannt sein. Auch Mick ist ein Winkeladvokat wie er im Buche steht. Er versteht es meisterlich, die Schlupflöcher im Gesetzesdschungel zu finden und zugunsten seiner meist schuldigen Mandanten auszunutzen. Im Augenblick hat er einen besonders dicken Fisch an der Angel, für dessen Freispruch ein fettes Honorar winkt. Der Fall entpuppt sich aber als heimtückischer als gedacht. Nach Die Jury ist Strahlemann Matthew McConaughey wieder in einem Justizthriller zu sehen und vermag in dieser Rolle zu punkten. Der Mandant kommt zudem insgesamt schön Old-School-mäßig und unterhält meist auf gutem Niveau.
Die beste schauspielerische Performance, zu der Matthew McConaughey fähig sein soll, wie ihm boshaft oft nach gesagt wird, sei sein Hemd zu lüpfen, um mit blankem Oberkörper zu posieren. In Der Mandant gibt der smarte Dauergrinser als Mick Haller den ausgefuchsten Anwalt der Unterwelt. Bei der Staatsanwaltschaft und den Cops ist er wegen seiner dubiosen Absprachen alles andere als beliebt. Er kennt die Schlupflöcher des Justizsystems wie kein anderer und handelt für seine Mandanten - die nahezu alle schuldig sind - immer die besten Deals aus, sodass sie gleich wieder auf freien Fuß kommen oder zumindest keine Sekunde länger brummen, als unbedingt nötig. Ständig auf Tour, von Gerichtssaal zu Gerichtssaal, besitzt er nicht einmal ein Büro. Viele seiner (krummen) Geschäfte regelt er gleich vom Rücksitz seines Lincoln-Continentals, samt Chauffeur Earl (Laurence Mason), der ihn von Termin zu Termin kutschiert.
Mick gibt sich im Leben keinen Illusionen hin. Er ist einzig und allein auf den schnellen Dollar aus. Diese Mentalität hat seine Ehe mit der attraktiven Staatsanwältin Maggie (Marisa Tomei) zerstört. Obwohl sich die beiden im Gerichtssaal oft als Kontrahenten gegenüberstehen, eint immer noch, dass sie eine gemeinsame Tochter haben. Und so kommt es, dass sie abends nach getaner Arbeit gelegentlich in einer Bar Elternrat halten - mitunter mit dem Resultat, dass sie am nächsten Morgen gemeinsam in einem Bett aufwachen.
Bei Micks aktuellem Fall stehen sich die beiden ebenfalls als Gegner gegenüber. Mick vertritt Louis Roulet (Ryan Phillippe), einen jungen Playboy und Millionen schweren Sprössling einer angesehenen Familie. Ihm wird der Mord an einer Prostituierten vorgeworfen. Louis beteuert, unschuldig zu sein. Jemand muss ihn heimtückisch gelinkt haben, behauptet er. Mick, dem es sonst absolut egal ist, ob seine Mandanten unschuldig sind oder nicht, ist sogar geneigt, ihm zu glauben. Es gelingt ihm bei der Vorverhandlung, Louis gegen eine hohe Kaution auf freien Fuß zu bekommen, aber er muss eine Fußfessel tragen, die ständig ein Signal über seinen Aufenthaltsort sendet.
Wieder einmal scheint der Rubel zu rollen. Es sieht aus, als könne er für den reichen Zögling, dessen Mutter mit Argusaugen über alles wacht, mit etwas Glück und Geschick einen Freispruch erwirken. Ein Privatdetektiv, mit dem Mick befreundet ist und der für ihn schon seit vielen Jahren ermittelt, findet zudem immer mehr Indizien, die darauf hindeuten, dass Louis wirklich unschuldig sein könnte. Micks Einschätzung dieses Falls ändert sich aber bald: Alle Beweise, die er findet, entpuppen sich, auf Herz und Nieren geprüft, als lose Enden, die nicht zu dem Ergebnis führen, das sich Mick erhoffte. Der Fall wird heißer und heißer, und zu allem Überfluss entdeckt Mick plötzlich, dass sogar er eine Art Gewissen sein eigen nennt.
Brad Furman inszenierte diesen nicht unintelligenten Justizthriller, nach dem gleichnamigen Roman von Bestseller-Autor Michael Connelly. Ganz klar steht dieser Streifen dennoch in der Tradition der John-Grisham-Verfilmungen. Und erwartungsgemäß klischeefrei ist die Geschichte nicht: Das zeigt sich bereits darin, dass man aus Micks Ex-Frau unbedingt eine Staatsanwältin machen musste und den beiden obendrein noch eine gemeinsame Tochter andichtete, damit die im Grunde flachen Figuren eine Art Tiefe erhalten. Diese privaten Akzente sind für die eigentliche Story aber nahezu vernachlässigbar und zu nennenswerten Charaktertiefen verhilft dieser Nebenplot ebenfalls nicht.
Wirklich gelungen ist in Der Mandant aber der Old-School-mäßige Inszenierungsstil, der an 70er/80er-Kino erinnert. Zwar wird gelegentlich das eine oder andere Handy gezückt, doch im Großen und Ganzen tauchen technische Gadgets nahezu nicht auf. Die altmodische Limousine, mit der Mick durch die Gegend chauffiert wird, wirkt zudem richtig schön retro, was dieses Flair unterstreicht. McConaughey lüpft diesmal zwar, möglicherweise zum Verdruss der einen oder anderen Dame, nicht sein Hemd, dafür beweist der smarte Sunnyboy aber, dass er zuweilen eine durchaus überzeugende Leistung vor der Kamera abzuliefern vermag.
Der Mandant punktet mit einem Verwirrspiel, das nach einer sehr geradlinigen und gut getimten Einführung einsetzt. Das hält die Spannung kontinuierlich hoch, ermüdet aber über die Distanz ein wenig, da (zu) viele Enden lose in der Luft herumbaumeln und die finale Verknüpfung derer die Logik doch etwas strapaziert. Zudem besitzt der Mittelteil spürbare Längen, die mit einer Straffung der zwei Stunden Spielzeit durchaus hätten vermieden werden können. Insgesamt bleibt aber ein ordentlicher Thriller, der mit seiner Story nicht immer brilliert, die meiste Zeit über mit seinem Katz-und-Maus-Spiel und einem Protagonisten zwischen Saulus und Paulus sehr gut unterhält, auch wenn nicht jede Wendung oder Pointe sinnig erscheinen will.  Weitere interessante Filme
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