Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster Poster

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Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster

(Eight Legged Freaks, 2002)

Dt.Start: 15. August 2002
DVD: 16. Januar 2003
Premiere: 30. Mai 2002 (Schweiz)
FSK: ab 12 Genre: Action, Komödie, Sci-Fi
Länge: 99 min Land: USA
Darsteller: David Arquette (Chris McCormack), Kari Wuhrer (Sheriff Sam Parker), Scott Terra (Mike Parker), Scarlett Johansson (Ashley Parker), Doug E. Doug (Harlan Griffith), Leon Rippy (Wade), Rick Overton (Deputy Pete Willis)
Regie: Ellory Elkayem
Drehbuch: Ellory Elkayem, Randy Kornfield


Inhalt

Nach dem Kontakt mit einer giftigen Chemikalie mutiert eine Gruppe verschiedener Spinnen zu enormer Größe und macht sich daraufhin über die Einwohner einer abgelegenen Kleinstadt her, unter denen sich auch der Mineningenieur Chris McCormick befindet, der erst vor kurzem wieder in seine Heimatstadt zurückkehrte, um seiner großen Liebe, dem schnuckeligen Sheriff Sam Parker, endlich zu gestehen, was er für sie empfindet. Doch bis es dazu kommt heißt es erstmal: Rennt um Euer Leben!
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 70%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Thomas Brendel
Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster hat eine Wertung von 70%

Früher oder später scheint wohl jedem Genre ein Revival vergönnt zu sein und diesen Sommer bekommen die Monsterfilme ihre Chance, sich erneut beim Publikum zu beweisen. In den 50er Jahren erfreuten sich mutierte Riesenameisen und Monsterspinnen großer Beliebtheit. Meist einem fehlgeschlagenen wissenschaftlichem Experiment oder den unendlichen Weiten des Weltalls entstammend machten sich die überdimensionalen Insekten und Arachnoiden drauf und dran die nächstbeste Kleinstadt sammt deren Einwohner auseinanderzunehmen, um in der Regel kurz vor Schluß mittels eines irrsinnigen Manövers, dessen Wirksamkeit oftmals der pure Zufall offenbarte, außer Gefecht gesetzt zu werden. Ungekrönter König des Monster-Trashs war wohl Jack Arnold, dessen Klassiker Tarantula zweifellos Pate für den neuen SciFi-Knaller aus dem Hause Roland Emmerich und Dean Devlin stand. Das (Produzenten-)Team Emmerich/Devlin, das bereits in der Vergangenheit Erfahrungen im Sci-Fi-Bereich sammeln konnte, bescherte es uns doch die erfolgreiche Alien-Invasion Independence Day und kurz darauf ein Wiedersehen mit dem beliebten asiatischen Knuddelmonsters Godzilla, hatte mit Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster ein nicht zu unterschätzendes Ass im Ärmel: Diesmal produzierten sie mit purer Absicht ein B-Movie, wodurch etwaige Kritik an einem hahnebüchernen Drehbuch oder dem Feinschliff der Dialoge natürlich bereits im Keim erstickt wird.

So zeigt der Film bereits in der ersten Szene wie der Hase läuft, präsentiert sich als waschechtes, trashiges Monstermovie mit allem drum und dran, welches von den für das Genre typischen Storyelementen bis hin zu den für diese Art von Film obligatorischen Filmfiguren eigentlich alles zu bieten hat, was das B-Movie-Herz begehrt. Für einige wenige Minuten wandert der Film dann auf den Spuren von nervenaufreibenden Gruselfilmchen wie Arachnophobia und verpaßt dem Zuschauer ein paar gezielte Schocks, die den ein oder anderen Zartbesaiteten schon aus seinem Kinosessel aufspringen lassen könnte. Diese Phase hält jedoch nicht lange an und bald schon schlagen die freakigen Achtbeiner eine etwas härtere und fetzigere Gangart ein, die der Film dann auch bis zum großen Showdown beibehält. Dabei weiß man oftmals nicht so recht, ob die zweifelsohne vorhandene Komik auch immer beabsichtigt, das ganze also gezielt als Parodie angelegt ist oder ob der Film seinen Vorbildern eben insofern gerecht wird, als daß er ganz einfach schrottig ist. Sicher, der Film hat einige Anspielungen und Hommages an verschiedene Klassiker des Genres vorzuweisen und so mancher Dialog ist ganz betont klischeehaft in Szene gesetzt, doch bei einigen Gags stimmt schlicht und ergreifend das Timing nicht, was einen ganz eigenen Beitrag zur trashigen Atmosphäre des Films liefert.

So kann man sich beispielsweise auch fragen, ob Hauptdarsteller David Arquette bewußt schlecht spielt oder ob die Vergabe der Rolle eher darauf zurückzuführen ist, daß der Mann eben nun mal alles andere als ein Charakterdarsteller ist. Ähnliches ist auch bei den Effekten zu beobachten. Die guten alten Pappmascheemonster sind heutzutage natürlich passé und wurden, wie man es mittlerweile einfach gewohnt ist, durch aufwendige Digital Effects ersetzt. Trotz all der teuren Technik sehen die Spinnen in den meisten Szenen allerdings immer noch unecht aus. Ob das wirklich so gewollt ist, sei nun mal dahingestellt. Festzuhalten bleibt jedoch, daß Regisseur Ellory Elkayem, dessen vorhergehendes Werk They Nest im übrigen eine recht gute Vorbereitung für diesen Film hier darstellt, mit Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster ein B-Movie abliefert, wie es im Buche steht. Welche Elemente davon nun ganz bewußt darauf abzielend konzipiert wurden und welche sich aus mangelndem Talent seitens der Beteiligten ergaben, spielt im Endeffekt gar keine Rolle. Und dennoch bleibt die Tatsache, daß sich dieser Film nicht so recht einordnen läßt, wohl sein größtes Manko. Zu wenig Witz und Esprit, um als Parodie durchzugehen, zu wenig Ideenreichtum für einen gelungenen Actionfilm und viel zu wenig Spannung, um das Prädikat Gruselfilm zu verdienen. Dennoch wird das Zielpublikum, welches bei der Deutschlandpremiere des Films auf dem Fantasy Filmfest in zwei Monaten sicherlich in ausreichender Menge zugegen sein wird, mit Arac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster seine Freude haben und das auch nicht zu unrecht.



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