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Wasser für die Elefanten

(Water for Elephants, 2011)

Durchschnittliche Redaktionswertung

61%



Inhalt

Durch Zufall gerät der junge Tierarzt Jacob kurz vor seinen Abschlussprüfungen in den Dunstkreis der Benzini-Brüder, die einen spektakulären Zirkus betreiben. Er soll sich dort um die Tiere kümmern, insbesondere um die Elefantendame Rosie. Doch Jacob hat auch ein Auge auf die schöne Artistin Marlena geworfen. Die ist allerdings bereits mit dem Zirkusdirektor August verheiratet. Fast 70 Jahre später blickt der gealterte Jacob auf die Ereignisse zu Beginn der großen Depression zurück.

Kritik

von Daniela Panzitta

Wertung Kritik

55%

Er verliebt sich in eine sie, die eigentlich unerreichbar und verheiratet ist. Doch mit der Zeit entwickelt auch sie Gefühle für ihn, was dem Ehemann nicht lange verborgen bleibt und zu großen Problemen führt. Diese, im Filmsegment, schon mehr als alltägliche Konstellation wird in Wasser für die Elefanten in die Umgebung eines Wanderzirkus' in den 30er Jahren transportiert. Für Freunde derartiger Liebesgeschichten zwar sicherlich sehenswert, aber für alle anderen hat der Film leider nur bedingt etwas zu bieten.

Bild aus Wasser für die Elefanten Die 30er Jahre standen im Zeichen der großen Depression in den USA und gipfelten in der Weltwirtschaftskrise. Zu dieser Zeit klammerten sich die Leute an jede Erheiterung, die ihnen geboten wurde. So erfreute sich der Zirkus einerseits größter Beliebtheit, musste aber andererseits ebenfalls darum kämpfen, den Besuchern immer wieder neue und größere Attraktionen zu liefern. Durch Zufall wird Jacob Jankowski zu einem Teil eines Wanderzirkus'. Er war gerade kurz vor seiner Abschlussprüfung als Tierarzt, als der Unfalltod seiner Eltern ihn von einem Tag auf den anderen ins Verderben stürzte. Als Tierarzt und Tierpfleger kann er in der Zirkusgesellschaft nach einigen Anlaufschwierigkeiten Freunde und einen Ersatz für seine Familie finden. Vor allem die Dressurreiterin Marlena hat es ihm vom ersten Moment an angetan. Doch leider ist sie die Ehefrau des Zirkusdirektors August Rosenbluth, mit dem nicht zu spaßen ist. Das beweist dieser regelmäßig durch seine grausigen Taten und Wutausbrüche, die entweder seine Frau, Mitglieder des Teams oder die Tiere zu spüren bekommen. Als sich zwischen Jacob und Marlena eine Romanze anbahnt, bleibt dies von August weder unentdeckt noch ohne Folgen für alle Beteiligten.

Die Besetzung der Hauptrollen in Wasser für die Elefanten kann sich wahrlich sehen lassen. Neben dem noch recht frischen Oscarpreisträger Christoph Waltz, der in gewohnter Routine das Scheusal mimt, ist Reese Witherspoon, ihres Zeichens ebenfalls oscarprämiert, zu sehen. Auch sie schlüpft in ein eher gewohntes Gewand und mimt ihre Marlena nach außen zerbrechlich aber mit dem nötigen starken Willen. Als junger Nebenbuhler zu Waltz versucht sich Robert Pattinson, der in dieser Konstellation eigentlich nur verlieren kann. Zwar gibt er sich redlich Mühe und versucht die Rolle des Jacob auszufüllen, doch nimmt man ihm den Tierflüsterer und Kämpfer für Gerechtigkeit nicht in letzter Konsequenz ab.

Die Umgebung des Wanderzirkus in den 30er Jahren ist ein interessantes Umfeld für eine Dreiecks-Liebesgeschichte. Zum Einen bietet sie emotionalen Freiraum für die Hauptpersonen, die ihren Charakter anhand ihres Umgangs mit den Tieren preisgeben können. Zum Anderen entsteht eine gewisse Unterhaltung und Abwechslung durch den Zirkusalltag und Vorstellungen. Der Umgang und die Haltungsbedingungen der Tiere sind vor allem für Tierfreunde natürlich eine Zerreißprobe. Das Wissen, dass das gezeigte durchaus Realitätsnähe beweist, verstärkt das Unbehagen im negativen Sinne. Vor allem die anfänglichen Szenen mit dem Elefanten Rosi verlangen einiges an Durchhaltevermögen ab. Leider macht es sich die Inszenierung aber im weiteren Verlauf zu einfach und büßt durch sehr konstruiert wirkende Leichtigkeit im Umgang mit dem großen Tier einiges an Intensität und Glaubwürdigkeit ein.

Wie die Geschichte sich entwickelt und in welchem Finale sie schließlich endet, ist sehr schnell klar. Zwar ist das nicht immer ein negativer Aspekt, doch leider wirkt hier die Gewichtung ein wenig fehlerhaft. Gerade am Ende ist vieles überhastet und nicht mit der nötigen Ruhe und Intensität erzählt, während der Weg dorthin fast schon zu langsam und langatmig von statten geht. Die Nebenhandlung im Zirkus und die dort auftretenden Probleme sind eigentlich zu präsent, erhalten aber über einen Großteil der Laufzeit nicht die Aufmerksamkeit, die sie benötigt hätten.

Optisch durchaus gut gemacht, krankt die Inszenierung vor allem am Inhalt. Als Verfilmung eines erfolgreichen Romans ist dies wohl hauptsächlich der Kondensierung der Geschichte auf Filmlänge zuzuschreiben. Vielleicht hätte hier eine leichte Verschiebung der Prioritäten gut getan und dem Film mehr Substanz verliehen. Allein die Tatsache, dass die meisten berührenden und tiefgehenden Szenen aus dem Umgang oder dem Verhalten von Tieren aus dem Zirkus herrühren, spricht Bände, da Wasser für die Elefanten eigentlich eine komplizierte Liebesgeschichte ist. So bleibt am Ende ein zwar ansehnlicher Film mit einigen interessanten Aspekten, der aber im Endeffekt wohl nur die Zielgruppe wirklich überzeugen können wird.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

67%

Leider kann Wasser für die Elefanten nicht immer halten, was der Trailer verspricht. Denn obwohl die Zirkusatmosphäre toll eingefangen ist und Christoph Waltz einmal mehr brillieren darf, kann die zentrale Liebesgeschichte leider nicht überzeugen. Das Problem scheint die nicht vorhandene Chemie zwischen Witherspoon und Pattinson zu sein, deren Gefühle leider zu keinem Zeitpunkt für den Zuschauer greifbar sind und nicht glaubwürdig an den Zuschauer getragen werden. Auch stößt es ärgerlich auf, dass das Drehbuch das Ende schon mit der Eröffnungsszene vorweg nimmt und so leider nur selten wirklich Spannung aufkommen mag. Vielleicht hätte man den Umgang mit den Tieren etwas in den Vordergrund stellen sollen, denn das waren oftmals die besten Momente die wirklich Emotionen beim Zuschauer wecken konnten. Dennoch ist der Film dank dem famosen Spiel von Waltz und den tollen Bildern durchaus sehenswert; jedoch sollte man die Erwartungen, die der Trailer im Vorfeld wecken konnte etwas senken.



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