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Ice Age 4 - Voll verschoben

(Ice Age: Continental Drift, 2012)

Durchschnittliche Redaktionswertung

57%



Inhalt

Nachdem ein Kataklysmus gigantische Stücke ihres Kontinents in den Ozean abdriften lässt, finden sich die drei Freunde Manny, Diego und Sid in einem neuen Abenteuer wieder. Ihre Reise beginnt, getrennt von ihrer Herde, auf einer Eisscholle, die als notdürftiger Schiffsersatz herhalten muss. Auf ihre Odyssee begegnen dem Trio allerlei neue Freunde, wie exotischen Meeresbewohner, aber auch Feinden, wie rücksichtslose Piraten. Scrat sieht währenddessen seine Mutter wieder, woraufhin es ihn an Orte verschlägt, die noch kein prähistorisches Säbelzahneichhörnchen zuvor gesehen hat.

Kritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kritik

69%

Zehn Jahre sind vergangen, seit die drei Eiszeit-Musketiere ihren ersten filmischen Auftritt feierten. Viel hat sich seither getan. Manni hat nun Familie und muss sich inzwischen um mehr kümmern, als Sid davon abhalten, mit irgendeiner Tölpelei alles ins Chaos zu stürzen. Doch diesmal nimmt das Schicksal einfach seinen Lauf. Die Kontinentaldrift setzt plötzlich ein und reißt nicht nur das Land auseinander, sondern trennt auch Familien und Freunde voneinander. Visuell schön umgesetztes viertes Abenteuer um die kultigen Urzeit-Helden, indem mal wieder jede Menge los ist und der Spaß vor allem für die lieben Kleinen nicht zu kurz kommt. Allerdings wirkt das Ganze diesmal auch deutlich flacher und weniger eigenständig.

Bild aus Ice Age 4 - Voll verschoben Manni das stolze Mammut, Diego der mutige Säbelzahntiger und Sid, das tölpelhafte Faultier; kaum jemand, der diese seltsame "Herde" inzwischen nicht kennt; vor allem kein Kind, das die drei Helden aus dem Eiszeitalter nicht ins Herz geschlossen hätte. Zehn Jahre sind vergangen, seit eine schräge Dreier-Combo ausgestorbener Urzeit-Säugetiere die Kinoleinwand eroberte. Ice Age entpuppte sich als überraschende Neo-Fabel um Freundschaft, Zusammenhalt und Aufopferung, die beachtlich viel Tiefe für einen Animationsfilm besaß und damit auch ältere Kinofreunde für sich gewinnen konnte. Jetzt kehren diese drei Figuren, die inzwischen längst Kultstatus genießen, zu ihrem vierten Abenteuer zurück - und diesmal geht es auf eine lange Reise, hinaus auf die hohe See.

Es ist nicht leicht mit einer pubertierenden Tochter. Manni und Ellie haben mit den Allüren ihrer halbwüchsigen Tochter Peaches zu kämpfen, die in ihrem Schwärmen für einen jungen Mammutbullen gerne alles um sich herum vergisst. Zuweilen schlägt sie dabei derart über die Stränge, dass ihr Vater ein Machtwort sprechen muss. Peaches reagiert auf solche Maßregelung jedoch überaus zickig und stößt ihren Vater mit unbedachten Äußerungen vor den Kopf. Für Entschuldigungen bleibt allerdings keine Zeit: Die Kontinentaldrift hat eingesetzt und reißt Manni, Diego und Sid auf einem Eisfloß davon und verschlägt sie hinaus aufs Meer.

Weit entfernt von jeglicher Küste und fernab ihrer Lieben treiben sie auf unbekannten Gewässern. Als aus dem Nebel plötzlich die Umrisse eines zum Schiff umfunktionierten Eisbergs auftauchen, glauben alle schon an die Rettung. Herrscher auf diesem Schiff ist aber ein fieser Pirat. Ein Orang-Utan samt seiner üblen Seeräubertruppe. Nach einem kurzen aber heftigen Kampf nehmen die Freibeuter Manni und Co. gefangen. Als die Freunde wieder zu sich kommen, finden sie sich gefesselt an Bord der Seeräuber wieder und harren der Dinge, welche noch auf sie zukommen.

Die Zeit hat sichtbar Spuren hinterlassen. Bereits Ice Age 3 kam im zeitgemäßen 3D-Look daher. Ice Age 4 stellt nun unter Beweis, wie rasant die Entwicklung von CGI und 3D-Technik vonstatten geht; drei Jahre machen heutzutage beim technologischen Fortschritt eine Menge aus. Visuell ist der Streifen auf der Höhe der Zeit und wirkt plastischer und lebendiger als jemals zuvor. Bei Manni hat sich inzwischen auch viel getan. Und so leiert (irgendwie unvermeidlich) im Nebenplot ein Soft-Pubertätsdrama etwas schwerfällig vor sich hin. Die Hauptgeschichte trägt sich aber überwiegend auf hoher See zu. Dort werden die Helden mit schrägen Freibeutern konfrontiert. Darunter eine Säbelzahntigerin, sodass Diego endlich mal die Chance auf Hormonwallungen bekommt, wenn auch nicht ganz sicher ist, ob die Schöne nun Gespielin oder Gegenspielerin werden wird.

Außer der neuen Mieze, dem Orang-Utan-Piraten und seiner Freibeuter-Truppe, gibt es noch eine Reihe anderer Figuren zu entdecken. Die kultverdächtigste darunter ist mit Sicherheit Sids Oma, die von ihrer Familie bei ihrem Enkel abgeladen wurde und sich als weit rüstiger und bärbeißiger erweist, als man anfänglich zu denken gewagt hätte. Die greise Faultierdame gehört sicherlich zu einem der Highlights dieses Sequels und droht beinahe schon Scrat, dem Säbelzahnhörnchen, das immer der heimliche Star der Filmreihe war, die Show zu stehlen. Aber keine Angst: Scrat hat selbstverständlich seine Auftritte, schließlich ist er sogar für das ganze Desaster der Kontinentaldrift verantwortlich. Und wie immer befindet er sich wegen seiner Nuss am Rande des Wahnsinns.

Trotz eines sehr plapperhaften Charmes und einer leicht störenden Überfülle an Figuren vermochten die Macher von Ice Age 4 reichlich Pointen im Film unterzubringen. Der Humor scheint allerdings umso besser zu zünden, je jünger man ist. Dieser Tenor scheint sich generell durch die Filmreihe zu ziehen. Von Episode zu Episode nimmt der Klamauk zu. Die Handlung wird hingegen immer "unrealistischer" und die "erwachseneren Akzente" nehmen spürbar ab. Der aktuelle Teil wirkt zudem reichlich glattpoliert, extrem auf niedlich und kinderfreundlich getrimmt. Im direkten Vergleich zum ersten Teil, in dem auch das Thema Tod eine zentrale Rolle spielen durfte, wird inhaltlich nun mehr als ein Klassenunterschied deutlich. Ein sichtliches Anbiedern bei der High School Musical-Community (jetzt wird auch noch getanzt und gesungen) und eine "Ewok-Einlage", lassen das Ganze zusätzlich weniger kreativ und eigenständig als früher wirken.

Jüngere Kinder werden den Streifen aber mit Sicherheit lieben. Ist er doch geradezu dafür maßgeschneidert, sie gut bei Laune zu halten. Die Älteren kommen bei diesem turbulenten, aber inzwischen doch recht simpel gestrickten Spaß am besten dann auf ihre Kosten, wenn sie auf jegliches Hinterfragen weitestgehend verzichten (das Tempo der Kontinentaldrift war schließlich doch etwas gemächlicher) und sich knappe anderthalb Stunden einfach berieseln lassen.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

44%

Der vierte Teil der Ice-Age-Franchise hat ein großes Problem: Nahezu alle Gags wurden schon im Trailer verramscht, sodass sich der Zuschauer über weite Strecken während der Sichtung langweilt. Es gibt nichts Neues zu entdecken, man setzt auf die bewährten Schemata und sieht man von Sids Oma und der Piratenrobbe ab, tragen die neuen Figuren nichts zur Unterhaltung des Filmes bei. Getoppt wird dies noch durch einen unsäglichen Nebenstrang um Mannis Tochter und deren Teenagerleben, die moralverseuchter und kitschiger nicht einmal vom Mauskonzern hätte erzählt werden können; von der misslungenen Musicalnummer ganz zu schweigen. So ist Ice Age 4 - Voll verschoben leider nicht mehr als ein größtenteils humorloses, aufgewärmtes Spektakel, das nur in ganz wenigen Momenten zum Lachen anregen kann.



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