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Troll Hunter

(Trolljegeren, 2010)

Dt.Start: 07. April 2011 Premiere: 29. Oktober 2010 (Norwegen)
FSK: ab 12 Genre: Abenteuer, Horror
Länge: 103 min Land: Norwegen
Darsteller: Otto Jespersen (Trolljäger), Glenn Erland Tosterud (Thomas), Tomas Alf Larsen (Kalle), Johanna Morck (Johanna), Hans Morten Hansen (Finn), Knut Naerum (E-verkssjef)
Regie: André Ovredal
Drehbuch: André Ovredal


Inhalt

Als sich in den Wäldern Nordnorwegens die Zahl mysteriöser Bärentötungen häuft, machen sich drei Filmstudenten auf, den Grund dafür zu recherchieren. Dabei treffen sie auf Hans, einen grobschlächtigen Kerl, den sie prompt für einen der Bärenjäger halten. Nachdem sie Hans überredet haben, ihn auf seiner Jagd begleiten zu dürfen, müssen sie leider feststellen, dass sie zwar einem wahrhaftigen Jäger folgen, seine Beute jedoch alles andere als alltäglich ist, denn Hans jagt Trolle.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Troll Hunter hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 57%
Keine weitere Wertung

Kritik

von Daniel Licha
Troll Hunter hat eine Wertung von 57%
Nach Aliens, Weihnachtsmännern und Osterhasen verkauft diese norwegische Produktion nun die Existenz von Trollen für bare Münze. Die Geschichte eines jungen Filmteams das einen Trolljäger bei seiner Arbeit begleitet ist dabei leider von Wiederholungen geprägt und schnell ermüdend. Dank der guten Inszenierung der Angriffe bereut man es am Ende aber dennoch nicht ein Kinoticket für Andre Ovredals Film gelöst zu haben.

Bild aus Troll Hunter Dass man mit nur wenig Geld und viel Wackelkamera durchaus Erfolge erzielen kann, bewiesen neben dem Klassiker Blair Witch Projekt in den letzten Jahren unter anderem die Paranormal Activity-Franchise sowie der überaus gelungene Der Letzte Exorzismus. Der Norweger Andre Overdal kombiniert diesen Stil nun mit einer ähnlich gelagerten Idee wie Jalmari Helanders Kurzfilmreihe Rare Exports, nur dass hier anstatt des Weihnachtsmannes die Jagd auf Trolle eröffnet ist.

In Norwegens Wäldern geht Seltsames vor. Menschen verschwinden und Bären werden immer wieder tot aufgefunden. Grund genug für drei Filmstudenten sich mit einer Kamera bewaffnet auf den Weg zu machen und nachzuforschen was hinter dem Ganzen steckt. So stoßen sie auf den Wilderer Hans, der im Verdacht steht für diese Taten verantwortlich zu sein. Doch je mehr sie sich an seine Fersen heften, desto tiefer geraten sie in eine geheime Regierungsverschwörung, die der Bevölkerung die Existenz von Trollen bislang vorenthalten hat.

Leider beginnt Troll Hunter wie fast jede Mockumentary innerhalb dieses Genres und verrät den Zuschauer in den ersten Schriftzügen schon, dass das Material gefunden wurde und nimmt dem Publikum damit komplett die Spannung. Aber auch die Einführung erweist sich als recht langatmig, geben doch mit Ausnahme der titelgebenden Figur die Charaktere nur wenig her und weiß der Zuschauer durch den Filmtitel sowie diverser Poster schon was auf einen zukommen wird. Trotz einiger amüsanter Ansätze kann der Film den Zuschauer leider nie wirklich in seinen Bann ziehen, wirkt er doch unglaublich repetitiv. Obwohl verschiedene Trolle bekämpft werden, unterscheiden sich diese kaum und rechtfertigen daher nicht die mehrfache Wiederholung. Hier wäre vielleicht die Kurzfilmvariante angebrachter gewesen.

Auch wenn der Mockumentarystyle im Horrorgenre inzwischen schon zu sehr Einzug in die Kinos gefunden hat, um in Sachen Originalität noch jemanden hinter dem Ofen hervorlocken zu können, erweist sich die Inszenierung als Prunkstück des Filmes. Gerade die Effekte sehen für das Minibudget überraschend gut aus und die Angriffe der Trolle sind mit vielen kreativen Spielereien ausgestattet. Hierbei sei besonders die Brückenszene hervorzuheben, die in der Lage ist den Zuschauer mit ihrer verspielten Härte zu schockieren. Ein netter kleiner Seitenhieb auf das Genre ist zudem die oftmals unzerstörbare Kamera, dessen Effekt man jedoch leider nicht bis zum Ende durchgehalten hat.

Da, mit Ausnahme des rauen Trolljägers Hans die Figuren und Darsteller wenig hergeben, bleibt am Ende hauptsächlich die gute Inszenierung der Angriffe beim Zuschauer haften. Der Rest ist leider wenig kreativ und fast schon zu sehr von Rare Exports inspiriert um den Zuschauer über die komplette Laufzeit zu unterhalten. Als Kurzfilm hätte Troll Hunter sicherlich Wellen schlagen können, so setzt sich der Film leider nur im Mittelmaß fest.



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