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Apollo 18

(Apollo 18, 2011)

Durchschnittliche Redaktionswertung

48%



Inhalt

Die Apollo-18-Mission der USA wurde für gescheitert erklärt, da es nicht einmal Aufnahmen von der Mondbegehung gab. Doch diese Aufnahmen tauchen nun wieder auf und zeigen, warum die Amerikaner nicht erneut zum Mond geflogen sind. Denn dieser ist nicht so unbewohnt, wie man bisher glaubte.

Kritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kritik

29%

Jawohl, niemand hat sich verzählt. Die NASA führte 18 Apollo-Missionen durch, nur wusste bisher niemand was davon. Dank plötzlich aus dem Äther aufgetauchtem Material wird der Öffentlichkeit nun die Wahrheit darüber enthüllt, warum die Amis in den vergangenen 40 Jahren nie wieder zum Mond zurückgekehrt sind. Apollo 18 entpuppt sich leider als inszenatorisches Vakuum, dem es nicht wirklich gelingt, in der klaustrophobischen Abgeschiedenheit der Mondoberfläche eine packende Atmosphäre zu erzeugen.

Bild aus Apollo 18 Sofern man nicht gerade ausgesprochener Anhänger von Verschwörungsszenarien ist, steht ziemlich sicher fest, dass die USA mit Apollo 11 die erste und bisweilen einzige Nation war, der es gelang, Menschen zum rund 380.000 Kilometer entfernten Erdtrabanten zu befördern. Es war der 20. Juli 1969, als die Astronauten Neil Armstrong und Edwin Buzz Aldrin mit der Landefähre auf der Mondoberfläche landeten und Armstrong seinen legendären Satz sprach: Ein kleiner Schritt für mich, aber ein großer für die Menschheit. Ein paar Monate später wiederholte Apollo 12 diese Leistung, aber schon mit Apollo 13 lief bekanntermaßen einiges schief. Dennoch ging diese Mission als das erfolgreichste Desaster der Raumfahrt in die Geschichte ein.

Es folgten weitere Missionen, bis das Mondprogramm der USA mit Apollo 17 eingestellt wurde. Am 14. Dezember 1972 verließ Astronaut Eugene Cernan als letzter Mensch den Mond. Eigentlich waren noch Apollo 18-20 geplant, doch der Vietnamkrieg führte dazu, dass die Regierung der NASA die Gelder strich. Seit 40 Jahren unternahm die NASA anschließend nie wieder einen Versuch, zurück zum Mond zu gelangen. Später hieß es sogar, es wäre (inzwischen) ein kaum zu bewerkstelligender technologischer und logistischer Aufwand, wollte man dorthin zurück. Ganz schön irritierend, wenn man bedenkt, dass der NASA in den 1960er-1970ern mit einem Raumschiff, das ein besseres Wohnklo war, und Computern, welche die Rechenkapazität von drei C64-Home-PCs hatten, bereits gelungen war.

Vor kurzem nun tauchte bisweilen unbekanntes Original-Filmmaterial über eine im Geheimen durchgeführte Weltraummission auf. Aus sage und schreibe 24 Stunden Material entstand daraus eine Dokumentation, die von der 18. Apollo-Mission handelt. Darin soll der wahre Grund enthüllt werden, aus dem die USA ihre Mondfahrten einstellte. In knappen anderthalb Stunden gibt es zu sehen, wie zwei Astronauten routinemäßig auf dem Mond landen und damit beginnen, Proben zu sammeln, als sie aus heiterem Himmel mit unerklärlichen Geschehnissen konfrontiert werden. Plötzlich erkrankt einer der beiden an einer absonderlichen Infektion; Grund genug, um sofort den Heimweg anzutreten, doch die Landefähre wurde in der Zwischenzeit durch die Attacke einer unsichtbaren Macht schwer beschädigt. Die einzige Möglichkeit, in den Orbit zu gelangen, stellt ein sowjetisches Landemodul dar. Die Russen sind offensichtlich ebenfalls heimlich zum Mond geflogen und nie zurückgekehrt.

Mehr Worte sollten besser nicht über die Handlung dieses schwach inspirierten Werkes verloren werden, um zumindest einen Rest Spannung zu erhalten. Dass es sich hierbei nicht wirklich um eine Dokumentation handelt, braucht kaum erwähnt werden. Wie in Blair Witch Project, Paranormal Activity oder Der letzte Exorzismus wird auch hier lediglich mit der Idee und der Möglichkeit gespielt, es könne tatsächlich real sein. Solche Formate entwickeln sich inzwischen zu einem eigenständigen Genre und werden als Mockumentarys oder Found Footage bezeichnet. Allen gemeinsam aber, dass darin kein Stück Wahrheit enthalten ist. Ohnehin stellt sich die Frage, wie viel Sinn es macht, Filme solcherart produzieren zu lassen. Angesichts dessen, dass das Publikum über den Fake-Charakter im Bilde ist, läuft der Versuch einer cleveren Vermarktung oder mehr Spannung zu erzeugen, schlichtweg ins Leere.

Wollte man dennoch zumindest die Chance erhalten, mit einer Doku verwechselt zu werden, wäre es schon von der wissenschaftlichen Seite nötig gewesen, mit deutlich mehr Akribie vorzugehen: Die Landefähre ist nun mal kein Lunar-Hotel, das - wie im Film - zwei Menschen ohne weiteres nahezu eine Woche versorgen kann. Apollo 11 blieb lediglich 22 Stunden auf dem Mond, Apollo 17 immerhin rekordträchtige 3 Tage. Sauerstoffreserven, Kohlendioxidfilter, Strom für Beleuchtung, Lebenserhaltung und Heizung stellen Faktoren dar, welche die Dauer eines Aufenthaltes stark beschränken. Und wie fragil das alles ist, sollte spätestens seit Apollo 13 geläufig sein. An dieser Stelle wird die Glaubwürdigkeit reichlich strapaziert - und das ist nur einer der wesentlichen Fehler in der Inszenierung. Die Antwort darauf, wie man überhaupt an das Material gekommen ist, aus dem diese Geschehnisse subsumiert wurde, bleibt man gleich ganz schuldig (wird aber vielleicht noch in Apollo 19 beantwortet).

Mag sein, dass hier ein wenig zu sehr auf das Detail geschaut wurde, anderseits muss sich genau solch ein Film dies gefallen lassen, macht er doch einen auf reale Begebenheit. Selbst aber mit beiden Augen zugedrückt, fiele das Urteil kaum gnädiger aus: Apollo 18 ist wenig originell und vor allem die gerade für einen Sci-Fi-Horror ausschlaggebende atmosphärische Dichte will partout nicht aufkommen, obwohl die Möglichkeiten mit der Enge und Isolation der zerbrechlichen Landefähre eigentlich gegeben wären. Leider wurde aber viel zu wenig mit diesen Motiven gespielt. Das ist dann am Ende nicht dokumentarisch, nicht Sci-Fi und kaum dem Horror-Genre zurechenbar. Das ist schlichtweg langweilig und überflüssig.

Kurzkritik

von Carmen Porschen

Wertung Kurzkritik

66%

Drei Astronauten unternehmen eine geheime Mission zum Mond. Dort angekommen, ereignen sich merkwürdige Dinge und schließlich infiziert sich einer der Männer mit einem seltsamen Virus, der anscheinend durch das Mondgestein übertragen wird. Regisseur Gonzalo Lopez-Gallego schafft in Apollo 18 eine beengende und unheimliche Atmosphäre, die vor allem durch die Art des Filmens erzeugt wird: Es handelt sich um selbst gefilmtes Material der Astronauten, die dadurch die komplette Mission dokumentieren konnten. Seit Blair Witch Project eine immer mal wiederkehrende Methode, aber im Gegensatz zur Hexenjagd im Wald, gibt es hier auch wirklich hin und wieder etwas zu sehen. Dennoch nicht so viel, dass man sich als Zuschauer ein detailliertes und komplettes Bild von dem machen kann, was da auf dem Mond lauert. Apollo 18 ist zumeist sehr spannend und das drohende Unheil schwebt die ganze Zeit im sauerstoffleeren Raum mit umher. Abgesehen von dem ein oder anderen Logikfehler (wie kommt das Filmmaterial vom Weltall auf die Erde zurück?) ist dieser Science-Fiction-Thriller durchaus unterhaltsam und sehenswert.



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