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Bad Teacher

(Bad Teacher, 2011)

Dt.Start: 23. Juni 2011 Premiere: Juni 2011 (USA)
FSK: ab 12 Genre: Komödie
Länge: 92 min Land: USA
Darsteller: Cameron Diaz (Elizabeth Halsey), Lucy Punch (Amy Squirrel), Jason Segel (Russell Gettis), Justin Timberlake (Scott Delacorte), Phyllis Smith (Lynn Davies), John Michael Higgins (Rektor Wally Snur), Dave Allen (Sandy Pinkus), Jillian Armenante (Ms. Pavicic), Matthew J. Evans (Garrett Tiara), Kaitlyn Dever (Sasha Abernathy), Kathryn Newton (Chase Rubin-Rossi), Igal Ben Yair (Arkady), Aja Bair (Devon), Andra Nechita (Gaby), Noah Munck (Tristan)
Regie: Jake Kasdan
Drehbuch: Gene Stupnitsky, Lee Eisenberg


Inhalt

Sie ist mit ihren Schülern nicht gerade zimperlich. Elizabeth trinkt, kifft und ist eine rücksichtslos forsche Lehrerin mit schlanker Figur und blondem Haar. Sie hängt und schläft eher am Lehrerpult, statt an ihm zu sitzen. Als die vulgäre Elizabeth von ihrem Verlobten fallen gelassen wird, will sie sich den reichen und gut aussehenden Vertretungslehrer Scott angeln. Doch der scheint mehr Interesse an Amy zu haben.
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Durchschnittliche Redaktionswertung

Bad Teacher hat eine durchschnittliche Redaktionswertung von 40%
Kurzkritik
von Daniel Licha
Wertung von 33 für Bad Teacher

Bad Teacher bedient sich bei der Grundidee von School of Rock ohne dabei auch nur ansatzweise dessen Humor zu erreichen. Das größte Problem ist der Hauptcharakter, dem jegliche Sympathiepunkte abzusprechen sind und natürlich auch die schon zig mal gesehenen Gags, die keinerlei Abwechslung oder Variation bieten. Die Geschichte selbst ist dabei nicht der Rede wert und dass ein Film mit der Aussage und einer solchen Freizügigkeit ab 12 durchkommt ist schon ein Rätsel. Die beiden einzigen Lichtblicke sind die Nebendarsteller Jason Segel und Lucy Punch. Gerade die Letztgenannte weiß zu gefallen und ist, obwohl sie als Feindbild aufgebaut wird, (gemeinsam mit Segel) der eigentliche Sympathieträger des Filmes. Aber auch sie können den Karren nicht mehr aus dem Dreck ziehen; aber was kann man auch anderes von einem Film erwarten, der mit einem Song von den Flippers im Soundtrack aufwartet.

Kurzkritik
von Dimitrios Athanassiou
Wertung von 38 für Bad Teacher

Hollywoods heißblütige Blondine, Cameron Diaz, mit gefühlt meterlangen Beinen und einem strahlenden Lächeln, kann auch unsympathisch, wie sie bereits 1999 als heiratswütige Zicke in Very Bad Things unter Beweis stellte. In Bad Teacher mimt sie eine anarchistisch-halbintelligente Aushilfslehrerin, der das Gossenflair stark anhaftet. Den verhassten Job hat sie ohnehin nur zur Tarnung, bis ein wohlhabender Fisch anbeißt und sie ehelicht. Fast war es schon soweit, doch der Traum vom Glück zerplatzt und nun ist sie wieder auf der Suche und dem Wahn verfallen, dass es an ihren zu kleinen Brüsten liegt. Also muss ein Busenupgrade her! Sicherlich: Diese selbstironische Spitze, da Cameron Diaz nicht mit der größten Oberweite gesegnet ist, verleiht Bad Teacher einen Hauch Coolness. Insgesamt entpuppt sich der Film aber als ein grässlich uninspiriertes Sammelsurium an dümmlichen Witz und platter Slapstick, die wenig originell auf Soft-Bad-Taste gepimpt wurden. Zudem leiert sich selbst der Titten-Witz mit der Zeit ab und es bleibt zur Erquickung ein feucht-fröhlicher Body-Carwash-Höhepunkt, der (Spät-)Pubertierenden Laune machen könnte, doch auch nur abgekupfert ist.

Kurzkritik
von Markus Ostertag
Wertung von 19 für Bad Teacher

Was für ein langweiliger, dummer und uninspirierter Schwachsinn! Cameron Diaz strahlt mit ihrem Schauspiel eine solche Unlust an ihrem Charakter aus, dass man als Zuschauer ihr fast schon Mitleid entgegen bringt. Die gesamte Anlage der Story ist ein Abziehbild verschiedenster Schul-Komödien und auch die Gags waren vor zehn Jahren nicht mehr taufrisch.
Daran ändert der dümmliche Charakter von Justin Timberlake genauso wenig, wie die reingepfuschten verschiedenen Handlungsstränge. Es gibt tausende von Komödien, die man sich für einen netten DVD-Abend zu Hause in den Player einlegen kann - Bad Teacher gehört definitiv nicht dazu. Gähn!

Kritik

von Lutz Granert
Bad Teacher hat eine Wertung von 70%
Ein oberflächliches Partygirl, das nur Geld und Männer im Kopf hat: Bad Teacher wendet die Highschool-Klischees auf eine zügellose Pädagogin an und besteht damit die filmische Reifeprüfung locker. Ergebnis ist eine erfrischende Komödie, die den Lehrerberuf so richtig auf die Schippe nimmt.

Bild aus Bad Teacher Die amerikanische Highschool-Komödie ist ein Schmelztiegel für Figurenklischees. Zwischen Sportskanone und Streber, zwischen Model und Mauerblümchen entsteht ein Mikrokosmos der Gesellschaft, in der Enttäuschungen und Erfolge dicht beieinander liegen. Die Gefühlslagen der jugendlichen Protagonisten im belustigenden Gewand wurden dabei schon häufiger erkundet, nicht zuletzt in den Filmen von John Hughes oder Amy Heckerling.

Insofern hat Bad Teacher etwas Erfrischendes. Die Komödie verlagert nicht Teenagerprobleme ironisierend ins Lehrerzimmer, sondern hat die Pädagogin selbst zum Gegenstand. Eine Pädagogin, die an pubertären Zügen nicht arm ist und selbst noch einmal zumindest die moralische Schulbank drücken müsste.

Elizabeth Halsey (Cameron Diaz, The Green Hornet) pfeift auf ihren Lehrauftrag, will einfach nur ein Leben in Saus und Braus führen, macht an der Schule nur das Nötigste. Sie hält sich raus aus außerschulischen Aktivitäten, die Probleme ihrer Schützlinge interessieren sie nicht. Nicht unbedingt die besten Voraussetzungen, wenn noch ein Jahr an einer durchschnittlichen Highschool als Lehrerin ansteht. Dann fällt ihr Blick auf den schnuckeligen Vertretungslehrer Scott (Justin Timerlake, The Social Network), der jedoch nur für die überdrehte Amy (Lucy Punch, Ich sehe den Mann deiner Träume), Elizabeths größte Konkurrentin, schwärmt. Also was tun? Eine Brustvergrößerung scheint die Lösung - nur muss dazu das notwendige Kleingeld her.

Bad Teacher geizt dabei nicht mit Referenzen an das Genre-Kollegium. Amy produziert mit ihren hysterisch-infantilen Lehrmethoden fassungslose Gesichter mit offenen Mündern, welche auch in der Schnittfolge an die einschläfernde "Anyone?"-Rhetorik des Wirtschaftslehrers in Ferris macht blau erinnert. Dass Elizabeths "Unterrichtsmethoden" unkonventionell sind, machen Scream - Schrei! und Dangerous Minds - Wilde Gedanken klar, die sie in voller Länge abspielen lässt, während sie versucht, zurückgelehnt in ihrem Stuhl ein Nickerchen abzuhalten.

Diesem anarchischen Gestus steht die für us-amerikanische Verhältnisse äußerst freizügige Inszenierung von Bad Teacher glücklicherweise in nichts nach. Dialoge zu sexuellen Vorlieben, Flüche und sogar entblößte Brüste erinnern daran, dass sich die Gedankenwelt der Teenager auf den Lehrerkörper verschoben zu haben scheint. Anders können auch Elizabeths Ideen, knapp bekleidet mit dem Waschen von Autos Geld anzusparen oder auf dem Parkplatz vor der Schule Marihuana zu rauchen, nicht erklärt werden.

Bad Teacher entwickelt abgesehen von der Ausgangsidee nur wenige eigene Ideen und eine vorhersehbare Läuterung der ungeheuer dreisten Hauptfigur bleibt nicht aus. Dennoch überwiegen treffsichere Pointen auf den angestaubten Lehrbetrieb und die wohltuende Frechheit, mit der diese präsentiert werden. Diese unkonventionelle Unterrichtsstunde gefällt.



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School of Rock
Dt. Start: 05. Feb 2004
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