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Mr. Poppers Pinguine

(Mr. Popper's Penguins, 2011)

Durchschnittliche Redaktionswertung

38%



Inhalt

Für Tom Popper braucht es nicht viel im Leben, um glücklich zu sein. Eigentlich nur eines: beruflicher Erfolg. Dafür vernachlässigte er alles um sich herum, auch seine Frau und zwei Kinder. Doch sein Leben sollte sich gewaltig ändern, als er das Erbe seines Vaters annimmt. Dieser hatte die Familie früh verlassen, um in der Antarktis zu leben und prompt erreicht Tom ein Paket mit einem Pinguin, aus dem plötzlich sechs werden. Die Tierchen stellen zunächst den Haushalt und schnell auch Toms Alltag auf den Kopf, was zu vielen Abenteuern und einer Annäherung an seine Kinder führt.

Kritik

von Dimitrios Athanassiou

Wertung Kritik

25%

Schon viele Schauspieler sind früher oder später auf den Hund gekommen. Bei Jim Carrey sind es gefiederte Antarktis-Bewohner, die ihn in seiner neuesten Familienkomödie heimsuchen. Als Businessmann Tom erbt er von seinem Forschervater zwei Kisten, aus denen sechs putzmuntere Pinguine steigen, die alles auf den Kopf stellen. Eigentlich wäre Tom die Vögel gerne schnellstmöglich wieder los, aber seine Kinder schließen sie gleich in ihr Herz, und auch Tom beginnt die kleinen Frackträger allmählich zu mögen. Allzu lahmer Familienspaß, der eindeutig zu wenig Witz für die Älteren sein eigen nennt und deutlich zu wenig Slapstick, um die Jüngeren durchgehend zu unterhalten.

Bild aus Mr. Poppers Pinguine Der Grimassenexperte und Klamaukkönig Jim Carrey gehört zu den bestverdienenden Schauspielern Hollywoods. Er hatte eine Vielzahl kultiger Auftritte im Lauf seiner Karriere: Ob als Tierflüsterer in Ace Ventura - Ein tierischer Detektiv, als Loser, dem ein magisches Artefakt ungeahnte Kräfte verlieh, in Die Maske, als verliebter Volltrottel gemeinsam mit Jeff Daniels in Dumm und Dümmer oder als Comic-Superbösewicht Riddler in Batman Forever. All diese Rollen prägten den Ruhm des heute 49-jährigen und die Medien ließen ihn schnell als würdigen Jerry-Lewis-Nachfolger hochleben.

In Filmen wie Cable Guy - Die Nervensäge, Die Truman Show und Vergiss mein nicht! stellte er aber unter Beweis, dass er sowohl abgründigen, als auch tief menschelnden Rollen und vielschichtigen Figuren seine individuelle Note zu verleihen vermag. Seltsamerweise kehrte er nach solchen - für seine Verhältnisse - Ausflügen ins Charakterfach, jedoch immer wieder zu seinen Wurzeln zurück, wenn man vielleicht mal von einem Abstecher ins Mysteryfach, in dem kruden Thriller Number 23 und der schrägen Dramödie I Love You Phillip Morris, absieht. Aktuell begibt er sich in Mr. Poppers Pinguine auf die Pfade von äußerst auf familientauglich getrimmter Unterhaltung.

Der dünne Plot setzt im Prolog mit Tom Poppers jungem Ich ein (als Erwachsener Jim Carrey), der mit seinem Vater, der als Forscher ständig mit Abwesenheit glänzt, jeden Abend über Funk Kontakt hält. Während Jahre vergehen, verschlägt es Tommys Vater in die entlegensten Winkel der Erde, auch in die Antarktis. Irgendwann schweigt das Funkgerät dann ein für allemal. 30 Jahre später hat sich der kleine Tommy zu einem übertrieben ehrgeizigen, zuweilen auch skrupellosen, New Yorker Geschäftsmann entwickelt. Das hat seine Ehe nicht überstanden. Die Kinder (Maxwell Perry Cotton und Madeline Caroll), ein kleiner Junge und ein Teenager-Mädchen, die daraus hervorgingen, liebt Tom aber über alles, wenn er auch nicht immer den richtigen Ton - insbesondere bei seiner heftig pubertierenden Tochter - findet.

Eines Tages erhält Tom eine Art Erbschaft seines verstorbenen Vaters. Damit, dass ihm aus zwei gut gekühlten Kisten insgesamt sechs Pinguine entgegenflattern, hatte er aber nicht gerechnet. Die sechs gefiederten Kobolde, die nichts als Unfug im Sinn haben und entsprechend ihrer besonderen Talente auf die Namen Raudi, Patschi, Sweeti, Käpt'n, Schnappo und Stinki getauft werden, stellen seine wohlgeordnete Businesswelt ordentlich auf den Kopf. Seine Kinder sind allerdings ganz entzückt von den kleinen Frackträgern. Der positive Nebeneffekt dieser antarktischen Heimsuchung ist, dass Tom über die Tiere eine neue Ebene zu seinen Kindern aufzubauen beginnt und über die nähert er sich sogar seiner Ex-Frau Amanda (Carla Gugino) wieder an. Schon lauert aber ein Verantwortlicher des New-Yorker-Zoos, um die Tiere in seine gierigen Griffel zu bekommen und an andere Zoos in aller Welt zu verschachern.

Entfernt erinnert diese Geschichte, die auf einem bereits 1938 erschienenen Kinderbuch basiert, an Dr. Dolittle, allerdings ermangelt es ihr an Mutterwitz und Charme. Zudem ist das Familiendrama als Rahmenhandlung wenig ergiebig, die menschlichen Figuren bleiben oberflächlich und sind kaum mehr als Staffage. Mag sein, dass die eigentlichen Stars die Pinguine und die Kernzielgruppe dieses Films die ganz Kleinen sind - wofür auch die recht zurückgenommene Spielweise Carreys sprechen würde - dafür dauert es aber wiederum zu lange, bis die Handlung an Leben gewinnt. Kleine Kinder wären in der Zeit vermutlich schon ungeduldig geworden.

Richtig Fahrt nimmt die Handlung aber auch später selten auf. Die Pinguine sind zwar allerliebst, allerdings nur dann richtig schön anzuschauen, wenn sie real und nicht als digitale Kopien auftreten. In diesem Falle wirken sie oft glatt und steril, obschon zugegeben werden muss, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis Lebewesen aus der Computerretorte den echten zum verwechseln ähnlich sehen werden. Komödiantisch zeigt sich Mr. Poppers Pinguine überdies ebenfalls bescheiden: Es gibt viel Slapstick, aber eindeutig zu viel Pinguinkack-Einlagen. Hätte man den Compo-Guano-Witz nur einmal zelebriert, wäre der Effekt noch zu einer gewissen Erheiterung gut gewesen, als Running-Gag wirkt er allerdings reichlich abgeschmackt.

Ebenfalls problematisch ist die starke Vermenschlichung der Tiere. Zuviel an Verhalten wird ihnen leichtfertig angedichtet, das rein gar nichts mit der Realität gemein hat. Das Argument, dass es Kino für die Kleinsten ist, zieht hierbei nur bedingt: schließlich brauchen Kinder nicht immer wieder für dumm verkauft werden. Wenn man Tiere schon vermenschlicht, dann sollte der Film deutlich fantasyartige oder märchenhafte Züge aufweisen, wie in Dr. Dolittle oder Alvin und die Chipmunks. Der eigentliche Stolperstein der Inszenierung ist und bleibt aber der Mangel an Einfallsreichtum und originellen Situationen. Wer die Vögel auf dem Bauch liegend, den Kreisel des Guggenheim-Museums hat runterrutschen sehen (natürlich CGI), erlebte auch schon den Höhepunkt dieser flügellahmen Show.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

50%

In den letzten Jahren ist es doch sehr ruhig um Superstar Jim Carrey geworden und auch seine neueste Familienkomödie wird da sicherlich nichts daran ändern. Die besten Momente hat seinen neuestes Werk, wenn Carrey von der Leine gelassen wird, was leider gerade in ein oder zwei Szenen der Fall ist. Der Rest ist eine von A bis Z durchdeklinierte Familienkomödie, die kaum ein Klischee auslässt und dabei vor allen Dingen auf die Niedlichkeit der Pinguine setzt. So geht ohne große Höhen und Tiefen alles seinen gewohnten Gang und spätestens wenige Tage nach Sichtung des Filmes dürften alle Erinnerungen verloren gegangen sein. Kein Film der weh tut, aber eben auch keiner der ein Kinoticket rechtfertigt.



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Dt. Start: 06. Dez 2007
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