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Larry Crowne

(Larry Crowne, 2011)

Durchschnittliche Redaktionswertung

69%



Inhalt

Der liebenswürdige Durchschnittstyp Larry Crowne hat seine Berufung als Teamleiter eines Großunternehmens gefunden. Als seine Karriere ein abruptes Ende findet und er die Entlassung in Händen hält, wird es für Larry Zeit sein Leben zu überdenken. Er beschließt kurzerhand, den damals versäumten College-Abschluss nachzuholen. Hierbei findet er nicht nur neue Freunde in einer buntgemischten Gruppe rollerfahrender Studenten, sondern auch seine große Liebe, die hübsche Lehrerin Mercedes Tainot.

Kritik

von Kurt Meinicke

Wertung Kritik

75%

Auch in der zweiten Regiearbeit von Tom Hanks erhält der Zuschauer das, was er von dem Routinier schon als Darsteller gewöhnt war: Eine nette Geschichte, welche schön verpackt ist, und dabei mit viel Herz und Humor durchgehend unterhält. Zwar kann man schon nach dem Vorspann erahnen, wie das Ganze enden wird, doch das sollte hier niemanden sonderlich stören. An seiner Seite agiert Julia Roberts genauso routiniert wie er selbst, und wer mal wieder einen klassischen Feel Good Film sehen möchte, ist bei Larry Crowne in guten Händen.

Bild aus Larry Crowne Nach diversen TV-Serien und dem Spielfilm That thing you do! hat Tom Hanks (The Terminal, Illuminati) mit Larry Crowne abermals als Regisseur zugeschlagen. In Sachen Drehbuch hat ihn zwar Co-Autorin Nia Vardalos (My big fat greek wedding) unterstützt, doch ansonsten hat er sich um nahezu alles im Alleingang gekümmert und tritt somit auch als Produzent und Hauptdarsteller in Erscheinung.

Der stets positiv eingestellte und zuverlässige Larry Crowne (Tom Hanks) muss eines Tages erfahren, dass ihm aufgrund eines fehlenden College-Abschlusses gekündet werden muss (obwohl er für seinen aktuellen Job nicht studiert haben muss und eindeutig zu den besten Mitarbeitern der Firma gehört). Niedergeschlagen und leicht frustriert lässt sich der Lebemann aber trotzdem nicht so leicht unterkriegen und beschließt, ein Studium nachzuholen. Mit seiner äußerst positiven Art gewinnt er an der örtlichen Uni schnell Freunde und verguckt sich nebenbei auch bald in seine Dozentin Mercedes Tainot (Julia Roberts). Diese hat zurzeit jedoch ihre ganz eigenen Probleme mit ihrem Leben und realisiert nur nach und nach, wie viel Larry ihr nicht nur als Student zurückgeben kann.

Es ist eine sehr schöne und dabei auch amüsante Geschichte, welche uns in Larry Crowne erzählt wird. Es geht darum, dass man sich nicht unterkriegen lassen soll und Freundschaften problemlos die Altersgrenzen verschwinden lassen können. Einmal mehr wird gezeigt, dass eine ins Schloss fallende Tür noch lange nicht bedeuten muss, dass man eingesperrt ist, und diese Art von Film stellt alleine deswegen schon ein geeignetes Mittel dar, um Frustrationen jeglicher Art zumindest abzuschwächen.

Dies gelingt Tom Hanks mit diesem Film aus verschiedenen Gründen. Zum einen wären da die allesamt spielfreudigen Darsteller, denen man während knapp hundert Minuten nur zu gerne zuschaut. Julia Roberts (Der Krieg des Charlie Wilson, Eat Pray Love) spielt die frustrierte Ehefrau genauso gut, wie Tom Hanks den sympathischen Mann mittleren Alters, den man einfach gerne haben muss. Beide harmonieren gut miteinander, haben aber überraschend wenige gemeinsame Szenen, wenn man bedenkt, dass aus ihnen im Verlauf des Filmes ein Paar werden soll. Neben ihnen hat Cédric the Entertainer (Madagascar, The Cleaner - Geheimagent auf Abwegen) immer einen lustigen Spruch auf Lager, die sehr süße Gugu Mbatha-Raw (Straightheads, Act of God) sorgt als lebensbejahender Wirbelwind für die nötige Abwechslung, und George Takei (als Hikaru Sulu bekannt aus diversen Star Trek-Filmen und -Serien) schießt den Vogel mit seiner theatralischen und selbstironischen Darstellung des Wirtschafts-Professors komplett ab!

Der andere Grund, welcher aus Larry Crowne einen Gute-Laune-Film macht, ist das Fingerspitzengefühl, mit welchem der Regisseur die notwendigen dramatischen Elemente verarbeitet. Nie wird der Zuschauer in eine depressive Gefühlslage gelenkt, wodurch konstant ein positiver Grundton vorherrscht. Wird zwischendurch doch einmal ein ernsterer Ton angeschlagen, geschieht dies mit einer Leichtigkeit, welche stets aussagt: "Spielt doch keine große Rolle, es geht ja doch immer weiter!"

Larry Crowne ist ganz klar ein Film, welcher für eine sehr breite Zielgruppe konzipiert wurde und nicht als sonderlich tiefgründig daher kommt. Dennoch sollte man ihn deswegen noch lange nicht als Massenware abstempeln, denn auch wenn die Geschichte nur wenig Neues zu bieten hat, so kann dieses ansonsten rundum gelungene Werk auf sehr spaßige und herzliche Weise unterhalten (und - je nach eigener Gefühlslage - auch trösten). Der Humor wirkt dazu immerzu vollkommen unverkrampft, und der gewählte Soundtrack unterstreicht den Gesamteindruck zusätzlich. Für einen gemütlichen und lustigen Kinoabend ist somit gesorgt, und Larry Crowne wird euch mit seinem gewinnenden Lächeln empfangen und mit seiner Unbekümmertheit vielleicht auch ein wenig verzaubern.

Kurzkritik

von Daniel Licha

Wertung Kurzkritik

63%

Der Trailer versprach Schlimmes, doch das Endprodukt war dann gar nicht mal so übel, wie man es sich zu Beginn noch dachte. Larry Crowne ist im Grunde eine Lightversion von Up in the Air und als reines Feel-Good-Movie anzusehen. Zwar gibt es hier und da den ein oder anderen Konflikt, aber diese werden in nahezu jeder Szene aus dem Nichts wieder gelöst. Die Botschaft, dass man ja alles ohne große Mühen erreichen kann, ist zudem durchaus fragwürdig, aber hey: Was solls, es ist immerhin sehr nett anzusehen - den spielfreudigen Darstellern und ihren liebenswerten Charakteren sei Dank. Als kleines Highlight erweist sich in einer Nebenrolle George Takei, der einen wunderbar typischen BWL-Professor gibt, von dem man gerne etwas mehr gesehen hätte. So funktioniert die Mission von Larry Crowne durchaus: Denn gute Laune kann der Film durchaus verbreiten; etwas mehr Ernsthaftigkeit und Bodenständigkeit hätten sicherlich nicht geschadet.



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