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Mr. Deeds

(Mr. Deeds, 2002)

Durchschnittliche Redaktionswertung

34%



Inhalt

Longfellow Deeds führt ein glückliches Leben als Pizzeriabesitzer in einem Provinznest namens Mandrake Falls. Eines schönen Tages erfährt Deeds, daß ihm aufgrund des plötzlichen Todes eines bis dato unbekannten Verwandten eine Erbschaft von satten 40 Milliarden Dollar zusteht und macht sich schnurstracks auf den Weg nach New York, um eben jenes Erbe anzutreten. Dort angekommen wird er schließlich mit einem geldgierigen Firmenmanager, den überheblichen Mitgliedern der feinen Gesellschaft und den unbarmherzigen Medien konfrontiert.

Kritik

von Johnny Wishbone

Wertung Kritik

34%

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, bin ich doch gezwungen einen Film zu sehen, in dem die in jeder Beziehung einfach wundervollle Winona Ryder mit einem der wohl einfältigsten Menschen der Filmgeschichte, namentlich Adam Sandler, gemeinsam vor der Kamera steht. Als würde mich dieser Umstand nicht ohnehin schon in einen Zustand der vollkommenen geistigen Verwirrung versetzen, handelt es sich bei diesem Film zu allem Überfluß auch noch um das Remake eines alten Hollywood Klassikers. Adam Sandler dreht ein Remake von Frank Capras Mr. Deeds goes to Town. Haben die Menschen denn überhaupt keinen Respekt vor gar nichts mehr? Was kommt als nächstes? Ben Affleck als Citizen Kane? Kevin Costner als der Pate? Letztenendes hatte ich natürlich keine große Wahl, da Filme mit Noni Ryder für mich zum Pflichtprogramm gehören. Also biß ich die Zähne zusammen und trat den Gang zum Kino an, auch wenn mir klar war, daß mich dieser Kinobesuch vielleicht meinen Verstand kosten könnte. Nun sitze ich hier und berichte von meinen Erfahrungen bezüglich Mr. Deeds und die Tatsache, daß ich noch in ganzen Sätzen schreibe, zeigt, daß ich den Film körperlich und geistig überstanden habe. Viel gefehlt hat allerdings nicht.

Zunächst einmal folgendes: Als Remake von Mr. Deeds goes to Town ist dieser Film absolut indiskutabel. Steven Brill (Regisseur von Filmen wie Heavyweights und Little Nicky) ist nicht Frank Capra (Regisseur von Filmen wie Es geschah in einer Nacht und It's a wonderfull Life) und Adam Sandler (Big Daddy) ist ganz sicher nicht Gary Cooper (Zwölf Uhr mittags). Da bleibt einem nur zu hoffen, daß der Großteil der Zuschauer das Original nicht gesehen hat und sich somit ganz unbedarft in Mr. Deeds setzen kann, denn wer ständig den direkten Vergleich vor Augen hat, wird wahrscheinlich durchgehend die Hände über den Kopf schlagen. Um die Hardcore-Sandler-Fans mache ich mir in diesem Zusammenhang keine großen Sorgen, die halten Capra wahrscheinlich eh für ein mexikanisches Gewürz und werden sich bei diesem Film mit Sicherheit amüsieren. Obwohl die Gefahr besteht, daß auch der ein oder andere Sandler-Fanatiker seine Probleme mit dem Film haben wird, denn Mr. Deeds enthält deutlich weniger niveaulose Zoten als Sandlers letzte Werke. Als Remake also indiskutabel und als Adam Sandler-Komödie zu harmlos? Was genau hat man sich denn nun unter Mr. Deeds vorzustellen? Mr. Deeds ist ein recht banales Märchen, über einen naiven, treudoofen Menschenfreund und seinem Abenteuer in der moralisch verdorbenen Großstadt, im Zuge dessen er einen skrupellosen Firmenboß in die Knie zwingt und die Frau füs Leben findet.

Der ganze Film ist von einer solch köstlichen Banalität gekennzeichnet, daß man schon fast wieder versucht ist, sich auf die ausgelutschte und vorhersehbare Geschichte einzulassen. Adam Sandler braucht sich als naiver Trottel natürlich nicht groß verstellen und kann dementsprechend in seiner Rolle überzeugen. Winona Ryder ist wie immer eine Augenweide, wirkt in diesem Film allerdings reichlich deplaziert. Ein kleiner Lichtblick des Films ist jedoch John Turturro, der in Mr. Deeds als ominöser Butler Emilo zu sehen ist und damit wie schon so oft eine äußerst skurile Figur zum Besten gibt, die ohne Frage zu den Highlghts des Films gehört. Leider kann man dies von Steve Buscemis Auftritt nicht behaupten. Alles in allem ist die Neuauflage von Mr. Deeds ein ziemlich maues Filmchen, dem man höchstens zu gute halten kann, daß es noch um einiges schlechter hätte aufallen können. Was ich dem Film allerdings hoch anrechne, ist die Tatsache, daß man sich hier nicht durch allzuviel sandlerische Antikomik quälen muß. Das ist immerhin schon mal ein Fortschritt zu Sandlers vorherigen geistigen Ergüssen.

Keine weitere Wertung


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