|
|
 |
 |
 |
 |
 |
Die Drei Musketiere(The Three Musketeers, 2011)
| Dt.Start: |
01. September 2011
|
 |
Premiere: |
23. September 2011 (Schweden) |
| FSK: |
ab 12
|
Genre: |
Action, Abenteuer, Romanze |
| Länge: |
110 min
|
Land: |
Frankreich, USA, UK, Deutschland |
|
Darsteller:
|
Orlando Bloom (Duke of Buckingham), Milla Jovovich (M'lady De Winter), Logan Lerman (D'Artagnan), Christoph Waltz (Cardinal Richelieu), Ray Stevenson (Porthos), Juno Temple (Queen Anne), Matthew Macfadyen (Athos), Mads Mikkelsen (Rochefort), Luke Evans (Aramis), Til Schweiger (Cagliostro), James Corden (Planchet), Gabriella Wilde (Constance), Freddie Fox (King Louis) |
|
Regie:
|
Paul W.S. Anderson |
|
Drehbuch:
|
Alex Litvak, Andrew Davies |
|
 Inhalt
17. Jahrhundert. Athos, Porthos und Aramis sind weltweit bekannt als die drei Musketiere. Während ihrer Streifzüge durch Paris trifft der talentierte D'Artagnan zu ihnen und überzeugt sie im Kampf von seinen Fähigkeiten. Diese werden bald gefragt, denn der machthungrige Kardinal Richelieu will sich mit seinen Kumpanen Rocheford sowie M'lady de Winter den Thron ergattern. Schaffen es die drei Musketiere samt D'Artagnan, den Staat vor dem Bösen zu beschützen? |  |
|
Durchschnittliche Redaktionswertung
Kurzkritik
von Daniel Licha
Nach der unterirdischen Eröffnungsszene (btw. mit einem unglaublich miesen Til Schweiger), dachte man schon, dass einen hier wohl der schlechteste Film des Jahres geboten wird, doch glücklicherweise kann sich der Film mit zunehmender Laufzeit zumindest noch einigermaßen fangen. Dass vom Ausgangsmaterial nicht viel übrig bleibt, sollte bei dem Regisseur von vornherein klar sein, etwas ärgerlich ist es jedoch, dass er daraus eine bemüht lustige Kinderversion von Die Maske des Zorro inszenierten wollte, der leider jegliches Timing abhanden kommt. Einzig Christoph Waltz kämpft in seinen viel zu wenigen Szenen gegen das miese Drehbuch an, was jedoch von der furchtbar agierenden Milla Jovovich in ihrer bislang wohl mit Abstand schlechtesten Rolle gleich wieder korrumpiert wird. Das restliche Cast wird im Grunde komplett verheizt und so sind es vor allen Dingen die vielen optischen Schauwerte, die diesen Film gerade noch so ins knappe Mittelmaß retten; und damit sei nicht das unnötige 3D gemeint.
Kritik
von Andreas Jaschke
Im Frankreich des 17. Jahrhunderts, legt sich der junge D'Artagnan mit den Musketieren Athos, Porthos und Aramis an. Nachdem er die Truppen des fiesen Rocheforts in die Flucht geschlagen hat, nimmt das Trio den jungen Abenteurer in ihren Kreis auf. Paul W.S. Anderson wagt sich an eine Modernisierung des historischen Stoffs und liefert damit leider eine ziemliche Enttäuschung ab. Lediglich Teenies dürfte dieses Abenteuer Spaß bereiten.
Schon als man von der Constantin Film die Ankündigung hören konnte, eine neue Verfilmung der drei Musketiere zu machen, kamen absolut ambivalente Gefühle in einem auf. Zum einen ist es immer begrüßenswert, wenn eine große heimische Produktionsfirma - mit viel Aufwand - hier in Deutschland auch noch einen historischen Film machen möchte. Aber: die Zutaten lassen auf der anderen Seite auch gleich etwas stutzig werden. Regisseur ist Paul W.S. Anderson, der eher für die seelenlosen Actionspektakel der Verfilmung der Videospiele Resident Evil steht. Dann sollte es ausgerechnet schon wieder der typisch französische Klassiker "Die drei Musketiere" sein, und als Novum wurde nicht eine inhaltliche Sichtweise proklamiert, sondern das neue Zaubermittel 3D. Außerdem wollte man den Stoff modernisieren!
Was das alles bedeutet, kann man nun im Kino erleben. Sämtliche Erwartungen meinerseits sind eingetroffen. Die Positiven, wie die Negativen. So hat man bei den drei routinierten Musketieren eine unbekannte Darstelleransammlung gewählt, die sich sehr ordentlich bemüht. Als D'Artagnan aber wurde eine derartige Lusche (Logan Lerman) genommen, die allenfalls ganz junge Teenies zufrieden stellen wird, und nicht einmal dabei kann man sich sicher sein. Auch viele andere Schauspieler, selbst sehr namhafte, spielen hier deutlich unter Wert. Selbst Mads Mikkelsen bleibt extrem fad. Eigenartigerweise sticht, trotz der ähnlichen Anlage der Figur, Christoph Waltz als Richelieu heraus, vielleicht ist ihm der Spaß, endlich international gefragt zu sein, noch Grund genug, gut aufgelegt zu sein. Die Dauerbesetzung seiner Ehefrau Milla Jovovich durch Regisseur Anderson zeigt wunderbar offensichtlich, wie "Vitamin B" in der Branche hilft, wirkliche Leistung zu annullieren.
Das Schlimmste ist jedoch, neben der Flachheit der Figuren (warum zum Beispiel der unreife D'Artagnan sofort als Verhandlungsführer der Vier Musketiere den anderen drei die Butter vom Brot nehmen darf, ist völlig unklar) und dem daraus resultierenden Uninteresse an der Story, ist die so genannte "Verjüngung" der angeblich altbackenen Geschichte für die Moderne. Denn diese beißen sich total mit der Ernsthaftigkeit der Zeit. Warum Luftschiffe die neue Erfindung sein sollen, erschließt sich überhaupt nicht, sowieso herrscht ein Waffengemisch, als ob es um eine Zeitreise von heutigen Bewaffneten in die Vergangenheit ginge. Das ist sehr schade. Positiv ist manche Action- (Fecht-) Sequenz hervorzuheben. Das kann Anderson hervorragend, dafür sollte man ihn immer wählen. Desweiteren sind etliche Totalen sehr beeindruckend, und die Effekttüftler haben sich hier sehr große Mühe gegeben, obwohl die urdeutschen Fachwerkwelten sich nicht wirklich "französisieren" lassen, aber das nur als Kleinigkeit am Rande. Wegen dieser Welten kann man durchaus ins Kino gehen.
Fazit: Wenn man das Ganze lediglich unter dem Spaßfaktor sieht, kann man eventuell bei einem jüngeren Publikum mit so einem Film ankommen. Das wird sich zeigen. Allen anderen möglichen Zuschauern muss, wenn auch äußerst ungern, empfohlen werden, sich eher eine der letzteren Verfilmungen anzusehen. Eine Ausnahme bilden vielleicht noch einige besonders cineastisch veranlagte Deutsche, sieht man doch etliche einheimische Locations auf der großen Leinwand.  Weitere interessante Filme
|
 |
 |
 |
 |
© 2012 MovieMaze.de |
 |
 |
 |
|